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Sushi & Co.: Was darf man in der Schwangerschaft nicht essen?

Diane Buckstegge
von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 26. Dezember 2014
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Sushi, Salami und Rohmilchkäse - Schwangere wissen, dass sie auf diese Lebensmittel während der nächsten neun Monate verzichten müssen. Doch was darf man in der Schwangerschaft noch alles nicht essen? Das ist doch sicher nicht alles ...

Stimmt! Bei diesen drei Lebensmitteln bleibt es leider nicht. Während einer Schwangerschaft muss die werdende Mami ein bisschen stärker aufpassen, was sie isst - und was besser nicht. Speziell bei rohen, unverarbeiteten Lebensmitteln muss sie vorsichtig sein. In diesen können gefährliche Erreger stecken, die dem ungeborenen Kind schaden können. Bleibt nur die Frage: Was darf man in der Schwangerschaft alles nicht essen?

Ganz vereinfacht kann man sagen, dass eine Schwangere keine rohen tierischen Produkte wie Sushi oder Carpaccio essen sollte. Auch rohes Obst und Gemüse sollte sie gründlich waschen, um mögliche Keime zu entfernen. Was das ganz konkret beeinhaltet, seht ihr hier:

Milchprodukte: Welche darf man in der Schwangerschaft nicht essen?

Bei einem Großteil der Milchprodukte dürfen Schwangere nach Herzenslust zugreifen. Sie sollten allerdings einen genauen Blick aufs Etikett werfen. Finden sie den Hinweis "aus pasteurisierter Milch hergestellt" oder nur "pasteurisiert", ist alles in Ordnung. Die Milch wurde dann bei der Herstellung so stark erhitzt, dass alle Keime abgetötet wurden.

Es gibt jedoch ein paar Milchprodukte, von denen Schwangere die Finger lassen sollten. Dazu gehören hauptsächlich Rohmilchprodukte wie Rohmilch selber und Rohmilchkäse. Rohe Milch kann Listerien enthalten. Das sind Bakterien, die Hirnschäden beim ungeborenen Baby verursachen können. Was für Käse gehört dazu? Welchen darf man in der Schwangerschaft nicht essen?


Außerdem sollten Schwangere die Käserinde, selbst wenn sie für den Verzehr geeignet ist, nicht mitessen.

Fleisch & Fisch: Was darf man in der Schwangerschaft nicht essen?

Bei Fleisch und Fisch verhält es sich ganz ähnlich. Gut durchgegart darf eigentlich alles gegessen werden. Vorsichtig sollten werdende Mamis bei rohem oder nicht vollständig durcherhitztem Fleisch, Wurst oder Fisch sein. Diese können u.a. Toxoplamose-Erreger enthalten, die zu Hirnschäden beim Baby führen können. Nach der Zubereitung von rohem Fleisch sollten deswegen die Hände gründlich mit Seife unter warmem Wasser gewaschen werden, sowie das Brett, auf dem das Fleisch geschnitten wurde.

Diese Lebensmittel sind nichts für Schwangere:

  • Carpaccio
  • Tartar
  • Mett
  • Innereien
  • roher Schinken (Serrano, Lachsschinken, Parmaschinken)
  • Salami
  • Mettwurst
  • Teewurst
  • außerdem Fleischsalate ohne Konservierungsstoffe
  • roher Fisch wie Sushi und Sashimi
  • eingelegter Hering
  • kaltgeräucherter Fisch
  • Feinkostsalate mit Fisch

Gemüse & Obst: Was darf man in der Schwangerschaft nicht essen?

Viele Schwangere sind sicher überrascht, dass sie auch beim Obst und Gemüse ein wenig aufpassen müssen. Doch auch in rohem Gemüse und Obst können sich gefährliche Bakterien verstecken, zum Beispiel Listerien. Zum Glück werden die durch Hitze abgetötet, sodass gegartes Gemüse kein Problem ist. Rohes Gemüse und Obst sollte immer gründlich gewaschen werden, so kann ein Großteil der eventuell vorhandenen Keime entfernt werden.

In fertig abgepackten Salaten ist die Keimbelastung besonders hoch, da die Schnittstellen den Keimen viel Oberfläche zum Vermehren bieten. Werdende Mamis sollten Fertigsalate deswegen am besten im Kühlregal lassen und sich ihre Rohkost frisch zubereiten. Gleiches gilt für nicht erhitzte Sprossen und Keimlinge. Sie sind ebenfalls wegen der Keimbelastung nicht für Schwangere geeignet.

Getreideprodukte: Welche darf man in der Schwangerschaft nicht essen?

Brot, Brötchen, Nudeln: Diese Lebensmittel sind für Schwangere ungefährlich. Doch auch bei den Getreideprodukten gibt es ein paar Ausnahmen, die man in der Schwangerschaft nicht essen sollte. Dazu gehören Getreidekeimlinge und Frischkornbrei, da sie mit Listerien belastet sein können. Bei Backwaren sollte man ein bisschen auf die Füllung achten. Fragt beim Bäcker am besten nach, ob sie Eier enthält. Falls ja, kann es sein, dass sie nicht ganz durchgebacken ist. Und dann kann sie im schlimmsten Fall Salmonellen enthalten.

Weitere Lebensmittel, die eine Schwangere nicht essen oder trinken sollte

Und was darf man sonst in der Schwangerschaft nicht essen oder auch trinken? Bei Eiern sollten werdende Mamis noch vorsichtig sein. Hart gekocht sind sie kein Problem. Roh oder halb roh können sie Salmonellen enthalten. Vorsicht deswegen bei Tiramisu oder Mayonnaise.

Bei den Getränken gilt: Alkohol ist auf jeden Fall verboten. Er kann der Entwicklung des Babys schaden. Auch Kaffee und schwarzer Tee sollten nur in Maßen getrunken werden. Da in frisch gepressten, nicht abgepackten Säften Keime enthalten sein können, sollte darauf besser verzichtet werden.

Eine finnische Langzeitstudie hat übrigens ergeben, dass sich auch Lakritze negativ auf das Kind auswirken kann. Schwangere sollten daher nicht mehr als 125 g pro Woche zu sich nehmen.

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