Home / Mama / Schwangerschaft & Geburt / Kaffee in der Schwangerschaft: Schadet Koffein dem Baby?

© unsplash.com/ Natanja Grün
Mama

Kaffee in der Schwangerschaft: Schadet Koffein dem Baby?

von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 13. September 2019

Kaffee ist ein Genussmittel, auf das wir besonders am Morgen ungern verzichten. Doch während uns das darin enthaltene Koffein wach macht und antreibt, ist seine Wirkung auf ein ungeborenes Baby umstritten. Darf man in der Schwangerschaft Kaffee trinken oder sollte man besser darauf verzichten?

Kaffee gehört für die meisten Menschen zum Morgen und Wachwerden dazu. Denn das Genussmittel hat eine stimulierende Wirkung. Es macht uns unter anderem wach und unterstützt die Verdauung. Allerdings steht Kaffee und das enthaltene Koffein auch immer wieder in der Kritik, wenn es darum geht, wie viel davon in der Schwangerschaft erlaubt ist und ab wann es für das ungeborene Kind zu viel wird.

Für viele Schwangere steht deshalb schnell fest, dass sie auf Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke verzichten wollen. Jedoch weiß jeder, der schon einmal auf Kaffee verzichten musste oder wollte, dass der Entzug des Koffeeins tatsächlich Nebenwirkungen hat. Viele Kaffee-Trinker leiden ohne die tägliche Dosis in den ersten Tagen unter Kopfschmerzen, Erschöpfung, Reizbarkeit und vielem mehr.

Müssen Schwangere also auf Kaffee verzichten oder reicht es aus, die tägliche Menge Koffein zu minimieren?

Kaffee in der Schwangerschaft: In Maßen erlaubt

Direkt die gute Nachricht vorne weg: Kaffee ist in der Schwangerschaft nicht verboten. ABER: Kaffee-Liebhaberinnen sollten ihren Konsum deutlich reduzieren. Denn das von der werdenden Mama mit dem Kaffee aufgenommene Koffein gelangt ins Blut des ungeborenen Babys. Im Gegensatz zu uns Erwachsenen fehlen dem Embryo jedoch Enzyme, um das Koffein abzubauen.

Was das für das ungeborene Baby bedeutet, ist nach wie vor in der Wissenschaft umstritten. So gab es Studien, die eine erhöhte Zahl an Fehlgeburten nachgewiesen haben, ein verringertes Körpergewicht bei der Geburt oder Schlafprobleme der Kinder, wenn die werdende Mama sehr viel Kaffee in der Schwangerschaft getrunken hat.

Neuere Studien geben aber Entwarnung. "Ein bisschen Kaffee in der Schwangerschaft ist okay. Ein moderater Koffeinkonsum schadet dem Baby nicht", sagen unter anderem die Wissenschaftler um Ina Santos von der Federal University of Pelotas, Brasilien. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erlaubt werdenden Müttern deswegen 300 Milligramm Koffein am Tag. Das sind ein bis zwei Tassen Kaffee, drei Tassen schwarzer Tee oder ein Liter Cola.

Übrigens: Kaffee ist nicht nur in der Schwangerschaft ein Thema. Auch Mütter, die stillen, sollten sich mit dem Kaffee mäßigen und möglichst nicht mehr als ein bis zwei Tassen am Tag trinken. Speziell zu früh geborene Babys verarbeiten das Koffein langsamer und reagieren zum Beispiel mit Schlafproblemen darauf. Am besten genießen stillende Mamas ihren Kaffee unmittelbar nach dem Stillen. Bis zur nächsten Stilleinheit ist ein Teil des Koffeins so schon wieder abgebaut.

Diese Lebensmittel sind in der Schwangerschaft tabu

Während Kaffee in Maßen ist in der Schwangerschaft in Ordnung. Doch auf andere Lebensmittel sollten werdende Mamas verzichten. Dazu gehören:
- Alkohol
- Rohmilchkäse
- Rohes Fleisch wie Mett oder Tatar
- Rohe Wurstsorten wie Salami oder roher Schinken
- Roher Fisch wie Räucherlachs oder Sushi
- Softeis

Im Video: Die wichtigsten Ernährungstipps für Schwangere

Quellen:

Auch auf gofeminin.de:

Schön gestylt mit Babybauch: 10 Mode-Tipps für Schwangere

Wehen erkennen und unterscheiden: Das sollten Schwangere wissen!

Geburt: Wann sollte man ins Krankenhaus fahren?

von Diane Buckstegge