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Sex in der Schwangerschaft: Antworten auf die 6 wichtigsten Fragen

von der gofeminin-Redaktion Veröffentlicht am 9. Juli 2017
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"Wir sind schwanger!" In die Vorfreude aufs Baby mischen sich schnell diverse Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt - speziell, wenn es das erste Kind ist. Eine Frage liegt werdenden Eltern besonders am Herzen, doch sie trauen sich oft nicht, sie wirklich zu stellen: Was ist mit Sex in der Schwangerschaft? Ist der okay? Spürt das Kind etwas? Kann man es verletzen?

Besonders die werdenden Papis sorgen sich um den Nachwuchs und beschließen, sich für die nächsten neun Monate in Enthaltsamkeit zu üben. Was ihnen alles andere als leicht fällt - und zum Glück auch gar nicht nötig ist! Gegen Sex in der Schwangerschaft ist überhaupt nichts einzuwenden, so lange die Schwangerschaft ohne Komplikationen verläuft und beide Lust aufeinander haben.

Und die Lust kommt spätestens im zweiten Schwangerschaftsdrittel wieder zurück. In den ersten Wochen haben viele Frauen wenig Lust auf Sex. Die Hormonumstellung mit Übelkeit und Müdigkeit macht ihnen zu schaffen. Doch mit dem Beginn des zweiten Trimesters lassen Müdigkeit und Co. nach und die werdenden Mamis sehnen sich wieder nach Zärtlichkeiten.

Für alle, die es ganz genau wissen wollen, klären wir die wichtigsten Fragen zum Thema Sex in der Schwangerschaft, was wann erlaubt ist und wann man besser die Finger voneinander lassen sollte. Bestehen dann immer noch Unsicherheiten und Fragen, solltet ihr mit eurem Frauenarzt sprechen. Der hört die Bedenken nicht zum ersten Mal und kann genau erklären, was im Bauch der werdenden Mutter während der Schwangerschaft passiert, wie sich das Baby entwickelt und wie es durch die Fruchtblase vor äußeren Einflüssen geschützt ist.

Vergesst also eure Ängste und nutzt die Zeit für ungestörten Sex! Sobald das Baby da ist, werden die Nächte kurz und die Lust auf Zweisamkeit lässt schlagartig nach. Zu müde, zu kaputt, einfach keine Zeit ...

Die 6 wichtigsten Fragen zum Thema Sex in der Schwangerschaft

Spürt das Baby was?

Davor haben die werdenden Papis am meisten Angst: Dass das Baby was spürt oder gar durch den Sex verletzt wird. Diese Sorge ist zum Glück unbegründet. Der Embryo liegt wohlbehalten in seiner Fruchtblase, umhüllt von reichlich Fruchtwasser. Das schützt ihn beim Sex in der Schwangerschaft vor Stößen und Co., sodass ihm nichts passieren kann. Auch das Auf und Ab beim Geschlechtsverkehr stört das Baby nicht. Im Gegenteil, manche Kinder werden davon in den Schlaf gewiegt. Falls es doch stört, melden sich die lieben Kleinen schon durch Tritte. In der Regel bleiben sie jedoch vollkommen unbeeindruckt von den Machenschaften ihrer Eltern.

Gut zu wissen: Kurz vor der Geburt kann Sex zum natürlichen Geburtshelfer werden. Die im Sperma vorhandenen Prostaglandine helfen dabei, den leicht geöffneten Muttermund weiter zu öffnen und können wehenfördernd wirken.

Darf man Sex in der Schwangerschaft nur bis zum 7. Monat haben?

Besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft haben Paare Bedenken, dass Sex dem Kind schaden könnte. Schließlich ist es jetzt schon groß und man will kein unnötiges Risiko eingehen. Vergesst die Bedenken. Wenn ihr Spaß habt und die Schwangerschaft problemlos verläuft, könnt ihr bis zur letzten Minute Geschlechtsverkehr haben.

Welche Stellungen eignen sich am besten für Sex in der Schwangerschaft?

Der Bauch wird immer dicker und dadurch wird der Sex ein wenig erschwert. Doch davon sollte man sich nicht beeindrucken lassen und so lange testen, bis man die richtige Position für sich gefunden hat. Viele Paare bevorzugen die Löffelchen-Stellung. Er liegt hinter ihr und dringt von hinten ein. Das ist praktisch, weil kein Gewicht auf den Bauch ausgeübt wird und der Penis nicht so weit eindringen kann.

Auch empfehlenswert: Sie ist oben, während er liegt oder sie nimmt auf seinem Schoß Platz, während er auf einem Stuhl sitzt. Bauch und Gebärmutter werden nicht belastet, was für Mutter und Kind angenehm ist. Aber auch alle anderen Stellungen sind erlaubt, sofern sie beiden Partnern Spaß machen.

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Kann der Orgasmus Wehen auslösen?

Wie praktisch! Während der Schwangerschaft kommen viele Frauen leichter zum Höhepunkt, da die Klitoris und die Vagina besser durchblutet werden. Doch keine Angst: Auch wenn der Bauch beim Orgasmus hart wird, dem Baby schadet es nicht. Selbst wenn es herumzappelt und sich bewegt, ist das kein Zeichen für Schmerzen und Co. Es merkt lediglich den schnelleren Herzschlag der Mutter. Vorzeitige Wehen werden dadurch nicht ausgelöst.

Gibt es besondere Hygiene-Empfehlungen?

Das Baby ist dank Fruchtblase bestens geschützt. Da Schwangere zu Blasenentzündungen neigen, sollten jedoch ein paar Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden. Geht innerhalb von zehn Minuten nach dem Sex zur Toilette, um die Bakterien direkt wieder in die Toilette zu spülen. Cranberrysaft trinken und Vitamin-C-haltige Lebensmittel essen und die Benutzung eines Kondoms beugen ebenfalls vor.

Wann ist Sex in der Schwangerschaft verboten?

Bei einer Schwangerschaft ohne Komplikationen steht dem Sex nichts im Wege. Treten jedoch Probleme auf, kann es sein, dass mit dem fröhlichen Liebesspiel erstmal Schluss ist.

Der Berufsverband der Frauenärzte rät in folgenden Fällen zur Vorsicht und empfiehlt ein abklärendes Gespräch mit dem behandelnden Arzt:

  • bei vorhergegangenen Fehlgeburten
  • bei Blutungen
  • bei vorzeitigen Wehen
  • beim Verlust von Fruchtwasser
  • wenn sich der Muttermund zu früh öffnet
  • bei Placenta praevia (Placenta liegt vor dem Muttermund) oder Placentainsuffizienz (Placenta arbeitet nicht richtig)
  • beim Vorliegen eine Zerklage (als Folge einer Zervixinsuffizienz)

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