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Über 50 Kilo weg! Abnehmen mit der 30-Gramm-Fett-Methode

Christina Cascino
von Christina Cascino Veröffentlicht am 19. März 2018
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Diäten gibt es wie Sand am Meer. Doch kennt ihr schon die 30-Gramm-Fett-Methode? Wir verraten euch, was es damit auf sich hat.

Jeder normalgewichtige Deutsche nimmt pro Tag im Schnitt 100 bis 150 Gramm Fett zu sich. Ganz schön viel! Die 30-Gramm-Fett-Methode verfolgt daher den Ansatz, täglich nur 30 Gramm Fett mit der Nahrung aufzunehmen. Dadurch sollen die Pfunde purzeln - und das ganz ohne Hunger und Verzicht!

Auf den ersten Blick sind 30 Gramm Fett echt wenig. Doch schon mit ein paar kleinen Änderungen im Alltag könnt ihr jede Menge Fett und damit Kalorien einsparen.

Achtung Fettbombe! Das sind die fettigsten Lebensmittel

Wie genau funktioniert die 30-Gramm-Fett-Methode?

Das Konzept wurde von Ärzten der hessischen Spessart-Klinik entwickelt. Während ihr bei anderen Diäten Kalorien zählen und auf zahlreiche Leckereien verzichten müsst, müsst ihr bei der 30-Gramm-Fett-Methode lediglich auf die Fettmenge der Lebensmittel achten. Weil man sich nur schwer merken kann, wie viel Fett genau in den einzelnen Lebensmitteln steckt, arbeitet die Methode mit sogenannten Fettpunkten. Ein Fettpunkt entspricht dabei einem Gramm Fett. Ein Laugenbrötchen kommt damit auf einen Fettpunkt, ein Schokocroissant auf 27, fast der komplette Tagesbedarf.

Wie viel Fett ein Lebensmittel enthält, könnt ihr in der Regel auf der Verpackung nachlesen. Bis zu acht Gramm sind im grünen Bereich. Zwischen 10 und 15 Gramm solltet ihr in kleinen Mengen genießen, ab 15 Gramm Fett pro 100 Gramm Lebensmittel solltet ihr euch lieber zweimal überlegen reinzubeißen.

57 Kilo weniger mit der 30-Gramm-Fett-Methode

Susanne Schmidt hat das geschafft, wovon viele Frauen träumen. Sie hat ihre Ernährung konsequent umgestellt und in sieben Monaten ganze 57 Kilogramm verloren - und das dank der 30-Gramm-Fett-Methode. „Ich war mehr als 30 Jahre lang dick und hatte die Hoffnung, auf Dauer schlank zu sein, schon aufgegeben, als ich 2006 von der 30-Gramm-Fett-Methode hörte“, erzählt Susanne Schmidt. Die zweifache Mutter war seit Kindheitstagen übergewichtig, schaffte es aber immer nur kurzzeitig, die lästigen Pfunde zu verlieren.

„Abnehmen habe ich damals immer mit Diät verbunden. Egal ob Eier-, Ananas- oder Reisdiät, ich habe alles probiert. Allerdings schwanden die Kilos immer nur für kurze Zeit. Nach der Diät waren sie schnell wieder drauf.“ Als sie die 132 Kilo-Marke auf der Waage erreicht, schlägt ihr Arzt beim Gesundheits-Check-up eine Kur vor. Mit wenig Hoffnung fährt sie für drei Wochen in die Spessart-Klinik nach Bad Orb und stellt fest, dass eine Kur ganz schön stressig sein kann.

„Ich hasse Sport, doch in der Klinik stand jeden Morgen noch vor dem Frühstück eine Bewegungseinheit auf dem Programm“, so Susanne Schmidt. Regelmäßige Bewegung ist fester Teil der 30-Gramm-Fett-Methode, nur so nimmt man leichter ab und hält das Gewicht. Neben Walking und Aqua Aerobic erfährt Susanne einiges rund um gesunde Ernährung und was sie verändern muss, um abzunehmen. „Hinter der 30-Gramm-Fett-Methode steht ein ganz einfaches Prinzip: Man darf nicht mehr als 30 Gramm Fett pro Tag essen. Dazu gehören die sichtbaren Fette wie Öl und Butter, aber auch die ganzen versteckten Fette in Käse, Wurst oder Kuchen. Das Ganze ist eine Ernährungsumstellung, keine Diät. Man kann viele Gerichte wie bisher essen, wenn man fettärmere Zutaten oder Zubereitungsmethoden benutzt.“

Fettsparen fängt schon beim Frühstück an. Ein Brötchen mit Butter oder Margarine sowie einer Scheibe Käse sowie Salami kommt auf 32 Fettpunkte. Bestreicht ihr die Brötchenhälften dagegen mit fettarmem Frischkäse, Marmelade und einem mageren Aufschnitt wie gekochtem Schinken, ergibt das nur magere drei Fettpunkte. Mittags gibt’s statt Bratwurst eine kalorienarme Hühnerbrust oder statt Kartoffelsalat mit fettigem Mayonnaisedressing die Variante mit leichter Joghurtsoße.

Als Susanne nach drei Wochen die Klinik verlässt, wiegt sie 12 Kilo weniger. Ein wenig Angst hatte sie schon, dass sie es allein nicht schafft. Doch sie bekommt jede Menge Unterstützung. „Mein Sohn Christian ist jeden Morgen mit mir walken gegangen, hat mich überredet, wenn ich mal keine Lust hatte. Er hat mich auch gedrängt genauso zu kochen, wie ich es in der Spessart-Klinik gelernt habe“, erzählt Susanne. Und so schwinden nach und nach 57 Kilo, die sie bis heute hält.

Nachdem sie immer wieder gefragt wurde, wie sie so viel angenommen hat, gründete Susanne Selbsthilfegruppen und half so vielen Leidgenossen beim Kampf gegen die Kilos. Die besten Tipps und viele köstliche Rezeptideen hat sie auch in ihrem Buch „Nie wieder dick! Die 30-Gramm-Fett Methode“ zusammengestellt.

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