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Negative Kalorien: Bringen Ananas, Sellerie & Co. wirklich die Kilos zum Schmelzen?

von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 4. August 2015

Essen und davon abnehmen: Das soll mit den richtigen Lebensmitteln möglich sein. So sollen beispielsweise in bestimmten Obstsorten negative Kalorien stecken. Will heißen: Der Körper verbraucht beim Verdauen mehr Kalorien, als er überhaupt zu sich nimmt. Also her mit der Ananas!

Bevor ihr den nächsten Supermarkt stürmt, solltet ihr aber kurz weiterlesen. Denn wissenschaftlich bestätigt ist das Thema negative Kalorien leider nicht.

Was sind negative Kalorien?

Obst und Gemüse haben generell wenig Kalorien. Es gibt jedoch einige, wie zum Beispiel Grapefruit, Ananas oder Sellerie, bei deren Verdauung der Körper mehr Energie verbrauchen soll, als durch den Verzehr vom Körper aufgenommen wurde. 100 g Grapefruit haben 38 kcal. Esst ihr eine Portion Grapefruit sollen die eurem Kalorienkonto nicht angerechnet werden, weil der Körper mehr als 38 Kalorien durch die Verdauung an Energie verbraucht. Noch größer soll der Effekt bei Eiswasser sein. Das hat keine Kalorien. Um das kalte Wasser auf Körpertemperatur zu bringen, soll der Körper aber einiges an Energie verbrennen. Wer regelmäßig Eiswasser trinkt, soll entsprechend leichter abnehmen, schließlich nimmt er viele negative Kalorien auf.

Lebensmittel, die negative Kalorien enthalten sollen

Es gibt einige Lebensmittel, die negative Kalorien, sprich Minuskalorien, enthalten sollen. Vom Eiswasser abgesehen handelt es sich um verschiedene Gemüse- und Obstsorten.

Negative Kalorien sollen in diesen Lebensmitteln stecken:

Eiswasser © iStock

Negative Kalorien auf dem Prüfstand

Es hätte so schön sein können ... Doch negative Kalorien bleiben der Wunschtraum aller Diätgeplagten. Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sagt: "Der Körper braucht für die Verdauung eines Lebensmittels Energie. Man geht jedoch bei normaler Mischkost von 10 Prozent der eingebrachten Energie aus. Das 100 Prozent oder mehr verbrannt werden, ist wissenschaftlich nicht belegt. Negative Kalorien gibt es nicht." Doch wie sieht das mit dem kalorienfreien Eiswasser aus? Auch da verneint die Diplom-Oecotrophologin: "Falls tatsächlich Energie verbrannt wird, ist dieser Anteil minimal. Nichts, was man auf der Waage merkt."

Die besten Tipps, mit denen ihr wirklich abnehmt

Ihr Tipp für alle, die dauerhaft Gewicht verlieren wollen: Weniger essen als man verbraucht. "Negative Kalorien mag es zwar nicht geben, aber eine negative Energiebilanz - sprich, man isst weniger als der Körper verbraucht und nimmt ab." Wer sich an diese Tipps hält, sollte bald ein paar Kilo weniger auf den Rippen haben - ganz ohne den Verzehr von Ananas, Grapefruit oder Stangensellerie:

  • Esst mehrmals täglich Gemüse. Das hat nur wenig Kalorien, macht aber lange satt.
  • Vergesst auch die zwei Portionen Obst nicht.
  • Bevorzugt Vollkornlebensmittel.
  • Lasst fettreiche Milchprodukte im Kühlregal und bevorzugt die fettreduzierte Variante.
  • Greift zu natürlich fettarmem Aufschnitt. Kochschinken, Roastbeef oder Geflügelaufschnitt haben erheblich weniger Kalorien als Salami oder Leberwurst.
  • Kocht so oft wie möglich frisch. Fast Food und Fertiggerichte solltet ihr nur selten genießen.
  • Esst euch an kalorienarmen Lebensmitteln satt. Zwei Äpfel (250 g), sechs Möhren (450 g) oder 300 g fettarmer Joghurt enthalten ebenso viele Kalorien wie ein halbes Croissant (30 g), nämlich 150 kcal.
  • Verbietet euch keine Lebensmittel. Kalorienbomben wie Süßigkeiten oder Chips solltet ihr jedoch nur selten und in kleinen Mengen essen.
  • Vergesst die Kalorien in Getränken nicht. Saft, Schorle, Kaffeegetränke und Alkohol haben einiges an Kalorien. Löscht euren Durst mit Wasser und ungesüßtem Früchte- oder Kräutertee.
  • Treibt regelmäßig Sport und bewegt euch mehr im Alltag.

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200 Gramm Gurke haben 24 kcal. © iStock

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von Diane Buckstegge

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