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Feuerkörbe im Garten? Darauf solltet ihr achten

von Carolin Hartmann ,

Sie sind ein echter Hingucker. Doch dürfen Feuerkörbe und Feuerschalen im eigenen Garten ungehindert genutzt werden? Und was ist bei der Benutzung zu beachten?

Im Sommer sind sie ein toller Hingucker in der Abenddämmerung und im Winter wärmen sie, auch wenn es draußen richtig kalt ist. Die Rede ist von Feuerkörben oder auch Feuerschalen. Die Dekoelemente aus Metall werden immer beliebter und zeigen sich in immer mehr Gärten. Kein Wunder. Die lodernden Feuer verbreiten jedes Mal eine gemütliche Stimmung und machen den heimischen Garten fast zum Wohnzimmer.

Doch während sich die Besitzer über das Feuer im eigenen Garten freuen, sind Nachbarn nicht immer ganz so begeistert. Und auch das Ordnungsamt hat bei der Benutzung, wie fast immer, ein Wörtchen mitzureden. Darf man Feuerkörbe im eigenen Garten eigentlich aufstellen und benutzen?

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Feuerkörbe im Garten: So sieht die rechtliche Lage aus

Grundsätzlich gilt im eigenen Garten: Geschlossene Feuer mit einem Durchmesser von unter einem Meter, wie sie auch bei Feuerkörben meist entstehen, sind erlaubt. Größere Feuerstellen brauchen eine Genehmigung. Das zuständige Ordnungsamt eurer Gemeinde ist da der richtige Ansprechpartner.

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Bei Feuerschalen und Feuerkörben handelt es sich im Sinne des Immissionsschutzrechts um sogenannte nicht genehmigungsbedürftige Anlagen. Sie dürfen jedoch lediglich für ihre eigentliche Bestimmung, also als sogenanntes "Wärme- und Gemütlichkeitsfeuer" benutzt werden.

Im Klartext heißt das: Wer Abfälle oder Ähnliches darin verbrennt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld rechnen. Erlaubt sind lediglich bestimmte Brennstoffe wie naturbelassene Holzstücke oder Holzbriketts (§ 3 Abs. 1 Nr. 4 der 1. BImSchV und § 3 Abs. 1 Nr. 5a der 1. BImSchV). Festgehalten in der Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV).

Feuerschalen und Feuerkörbe: Was sollte man bei der Benutzung beachten?

Grundsätzlich sind Feuerschalen im eigenen Garten also erlaubt. Ihr solltet jedoch doch auf einige Punkte achten, wenn ihr den Korb benutzt:

  • Informiert am besten eure Nachbarn, wenn ihr euren Feuerkorb anzünden wollt. So lassen sich Streitigkeiten vermeiden. Auch Mieter sollten vorher mit ihrem Vermieter sprechen.
  • Haltet Abstand: Feuerstätten im Freien müssen von brennbaren oder leicht entzündlichen Stoffen, Gebäuden oder Gebäudeteilen einen gewissen Mindestabstand haben. Über die gültigen Abstände informiert das zuständige Ordnungsamt oder die Gemeinde. In Bayern gilt beispielsweise für offene Feuerstellen ein Abstand von fünf Metern zu Gebäuden und mindestens 100 Metern zu leicht entzündbaren Materialien wie Heu, Papier oder auch Waldgrundstücken.
  • Feuerstellen nur auf offener Fläche ohne Überdachung verwenden.
  • Achtet auf einen ebenen Untergrund, der stabil und feuerfest ist.
  • Bei extremer Hitze oder Trockenheit solltet ihr auf den Einsatz von Feuerkörben verzichten. Der Funkenflug kann ganz schnell ein Feuer entfachen.

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Wer sich an die vorgeschriebenen Regeln und Tipps hält, darf seinen Feuerkorb also gerne im eigenen Garten benutzen. Und wenn es doch mal wieder Stress mit dem Nachbarn gibt, ladet ihn doch das nächste Mal zu einem gemütlichen Abend mit loderndem Feuer in eurem Garten ein. Meist verschwinden die Probleme dann doch von selbst.