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Baby und Haustier: Was man beachten muss, damit beide ein Dreamteam werden

von Inga Back Veröffentlicht am 21. Juli 2019

Nicht selten sagen Menschen mit Haustieren, dass Hund und Katze ihre ersten Babys waren. Wenn dann aber wirklich ein Baby ins Haus kommt, müssen sich die Vierbeiner umgewöhnen. Wir verraten euch, wie ihr den Übergang für sie möglichst angenehm gestaltet, damit sie gar nicht erst auf die Idee kommen, sich vom neuen Familienmitglied bedroht zu fühlen.

Einer der Gedanken, mit denen sich werdende Eltern auseinandersetzen müssen, wenn sie Haustiere haben, ist, wie sie ihre Vierbeiner an das Baby gewöhnen. Hund und Katze sind in der Regel schon etwas länger da und es gewohnt, dass sie die ganze Aufmerksamkeit und Liebe einfordern können.

Dass es jetzt einen schreienden kleinen Menschen gibt, der plötzlich die meiste Aufmerksamkeit bekommt, kann sie ganz schön aus der Bahn werfen. Wir zeigen euch, wie ihr es schafft, eure Haustiere an das Baby zu gewöhnen. Damit es gar nicht erst zu übermäßiger Eifersucht kommt und alle sich vertragen.

Babys verändern die Beziehung zum Haustier

Die Bindung zwischen Mensch und Haustier ist oft sehr eng. Viele Menschen betrachten ihren Hund oder ihre Katze als Familienmitglied oder sogar ihr erstes Baby. Spätestens mit der Ankunft des echten ersten Babys verändert sich dieses Verhältnis jedoch. Eltern haben weniger Zeit für ihre Haustiere. Sie schenken ihre ganze Aufmerksamkeit dem Kind und oftmals findet auch eine Veränderung auf emotionaler Ebene statt.

Man liebt seine Haustiere natürlich noch immer, aber es fällt schwer in ihnen immer noch das "Baby" zu sehen, wenn man tatsächlich ein Baby hat. Es gibt jedoch Wege, um dem geliebten Haustier zu zeigen, dass es trotzdem noch einen ganz besonderen Platz einnimmt.

Bevor das Baby da ist: Die Umgewöhnung

Ein großer Teil der Veränderungen passiert bereits, bevor das Baby da ist. Hunde und Katzen merken sofort, dass sich etwas Großes anbahnt. Das Kinderzimmer wird eingerichtet, neue Möbel werden gekauft, neue Düfte ziehen mit Babypuder und Kleidung ein. Manchmal betreffen die Veränderungen die Haustiere auch stärker, wenn zum Beispiel das Zimmer, in dem sich die Haustiere am liebsten aufgehalten haben, zum Kinderzimmer wird und somit zur verbotenen Zone.

An dieser Stelle ist es wichtig, dass man seine Haustiere so früh wie möglich miteinbezieht und an den Veränderungen teilhaben lässt. Darf der Hund in Zukunft zum Beispiel nicht mehr ins Kinderzimmer, solltet ihr ihn schon während der Schwangerschaft umerziehen.

Sämtliche Änderungen in der Wohnung sollten generell so früh wie möglich passieren. Erst kurz vor der Geburt das Babyzimmer fertigzustellen, wäre also keine Haustier-freundliche Option. Um das Kinderbett vor der Katze zu sichern, kann ein Moskitonetz helfen. So lernt die Katze von Anfang an, dass es keine Option ist ins Kinderbett zu springen.

Ein neuer Alltag

Sobald das Baby da ist, bleibt nicht mehr so viel Zeit für das Haustier wie früher. Auch hier hilft es, wenn diese fürs Haustier negative Veränderung nicht erst plötzlich mit Ankuft des Babys umgesetzt wird. Gewöhnt eure Vierbeiner langsam daran, dass ihr nicht mehr sofort auf jeden ihrer Wünsche reagieren könnt.
Beim Hund könnt ihr sogar schon bei einigen Spaziergängen den Kinderwagen mitnehmen und den Hund auch daran gewöhnen, dass er nicht einfach mit dem Kopf ins Wageninnere darf.

Gewöhnt die Tiere auch an Babysitter

Während ihr im Krankenhaus seid, werdet ihr jemanden brauchen, der sich um eure Tiere kümmert. Gerade bei Hunden wollt ihr euch möglicherweise sogar einige Tage oder Wochen nach der Geburt keine Sorgen um regelmäßige und ausgiebige Spaziergänge machen müssen. Schließlich braucht auch ihr etwas Zeit, um euch an den neuen Alltag zu gewöhnen und wollt wissen, dass eure Tiere in dieser Zeit in guten Händen untergebracht sind.

An die Personen, denen ihr sie anvertrauen wollt, solltet ihr eure Tiere am besten aber auch schon vorher gewöhnen. So ist es für sie kein Sprung ins kalte Wasser. Es ist wichtig, dass die Tiere lernen, dass die Veränderungen in ihrem Leben nicht bedrohlich sind.

Das Baby ist da: Vertrautmachen mit dem neuen Duft

Am besten nutzt ihr die getragene Kleidung eures Babys, um Haustiere, noch bevor das Baby einzieht, mit dem neuen Duft vertrautzumachen. Verteilt die getragene Kleidung zu Hause und lasst die Tiere daran schnuppern. Dies gibt ihnen die Möglichkeit in einem vertrauten Umfeld, also in einer entspannten Situation, das neue Familienmitglied kennenzulernen. Bonuspunkte gibt es, wenn das Herrchen sein Haustier dabei streichelt und ihm signalisiert, dass dieser Duft mit ganz viel Freude in Verbindung steht.

Das erste Kennenlernen zwischen Baby und Haustier

Wenn Baby und Haustier das erste Mal aufeinander treffen, sollte jemand anderes das Baby tragen. Zwei Erwachsene sollten also vor Ort sein, damit einer das Tier zu jeder Zeit unter Kontrolle hat. Die Situation ist schließlich für alle neu und niemand kann zu 100 Prozent vorhersagen, wie das Tier reagieren wird. Selbst wenn ihr bereits ältere Kinder habt, bedeutet jedes weitere Baby eine Veränderung im Leben eurer Haustiere.

Außerdem kann der eine so ausgiebig Hund und Katze begrüßen, während der andere das Baby hält. Eure Haustiere haben euch eine Weile nicht mehr gesehen und freuen sich riesig, dass ihr wieder da seid. Wenn ihr sie genauso erfreut begrüßt, signalisiert ihr ihnen, dass ihr sie noch immer lieb habt und sie weiterhin wichtig sind.

Sonst solltet ihr allerdings möglichst ruhig bleiben. Eure Haustiere haben die Aufregung der letzten Tage wahrscheinlich sowieso schon gespürt. Diese überträgt sich auf sie. Beim Kennenlernen mit Baby sollte das Feeling im Raum deshalb lieber ruhig und entspannt sein.

So viel Normalität wie möglich

Es ist normal, dass man gerade beim ersten Kind sehr vorsichtig ist. Sowohl Kinder als auch Tiere können manchmal unberechenbar sein und sich gegenseitig erschrecken oder zu stürmisch reagieren. Es ist daher wichtig, dass ihr Baby und Haustier nicht unbeaufsichtigt lasst. Ihr solltet jedoch auch nicht den Fehler machen und die Tiere jedes Mal maßregeln, sobald sie sich dem Baby nähern. Ihr wollt schließlich nicht, dass sie das Baby mit Negativem verbinden.

Außerdem ist es wichtig, dass so viel wie möglich von ihren gewohnten Routinen weiterhin bestehen bleibt. Durften Katze oder Hund auf dem Sofa mit euch kuscheln? Dann lasst sie auch weiterhin aufs Sofa. Auch das Leben der Tiere wurde auf den Kopf gestellt, gewohnte Rituale helfen ihnen mit der Umstellung zurechtzukommen.

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