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Fliegen mit Baby: 6 Tipps, damit der Urlaub bereits entspannt startet

von gofeminin Veröffentlicht am 22. Juli 2018
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Früher war die größte Sorge im Flugzeug, welche Filme man sehen soll und ob man es schafft, wenigstens ein paar Stunden im Flieger zu schlafen. Als Mama, die mit Baby reist, sieht die Sache ein bisschen anders aus. Aber keine Panik! Es gibt ein paar effektive Tipps, die das Fliegen mit Baby viel angenehmer machen - für alle Beteiligten.

Ein Baby im Flugzeug ist für die meisten Menschen keine entspannte Vorstellung. Zwar bleibt der Großteil auch bei einem weinenden Baby im Flieger gelassen, aber für die dazugehörige Mama verursacht oft schon allein die Vorstellung puren Stress. Dabei müsste das gar nicht sein.

Klar, manche Kinder werden es nie toll finden zu fliegen. Schließlich gibt es auch viele Erwachsene, die nur ungern in ein Flugzeug steigen. Trotzdem gibt es wirksame Tipps, die das Fliegen für Babys (und auch sein Umfeld) viel angenehmer und stressfreier machen. Hier kommen sechs davon!

Der ideale Sitzplatz

Ein entspannter Urlaub mit Baby fängt tatsächlich schon viel früher an, als ihr glaubt - nämlich bei der Sitzplatzreservierung. Die Lage ist entscheidend: Wählt einen Sitzplatz, der nicht zu weit hinten liegt. Dort werden immer wieder Menschen an euch vorbeilaufen und ihr werdet dadurch nicht zur Ruhe kommen können. Vor allem dann nicht, wenn sich die Toiletten in der Nähe eurer Sitzreihe befinden.

Reserviert also besser Plätze im vorderen Bereich des Flugzeugs. Besonders komfortabel für Eltern mit Baby ist die erste Reihe. Dort ist im Vergleich zu den anderen Reihen mehr Beinfreiheit. Je nach Flugzeug kann bei Langstreckenflügen sogar ein mobiles Babybettchen aufgestellt werden, in dem der Nachwuchs ganz bequem schlummern kann.

Wenn ihr mit Partner und Baby verreist, empfiehlt es sich außerdem, einen Platz am Gang und einen am Fenster zu reservieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Platz in der Mitte zwischen euch frei bleibt, ist hoch. Vor dem Flug könnt ihr am Schalter fragen, ob der Platz noch unbesetzt ist. Falls nicht, könnt ihr die Mitarbeiter auch bitten, die Person in einer anderen Reihe zu platzieren.

Wenn der Flug nicht zu voll ist, kommen sie euch sicher entgegen. Falls nicht, müsstet ihr die Person im Flugzeug fragen, ob sie den Sitzplatz mit einem von euch tauschen würde. Da der Platz in der Mitte ist, stehen die Chancen gut, dass die Person das Angebot annimmt.

Ob ihr euch dann am Fenster oder am Gang positioniert, ist Geschmackssache. Am Fenster habt ihr mehr Ruhe, am Gang könnt ihr jedoch schneller aufstehen und die Gänge auf und ab marschieren, falls euer Baby nur dann ruhig bleibt, wenn es in Bewegung ist.

Ein kleines Spielzeug, das schnell aus der Tasche gezaubert ist

Ob zur Beruhigung oder als Präventivmaßnahme - ihr solltet ein paar kleine Spielsachen in eure Handtasche packen, die ihr im Notfall sofort griffbereit habt. Dafür sollten sie relativ klein sein, damit ihr mehrere einpacken könnt. Achtet auch darauf, dass das Spielzeug keine lauten Geräusche macht - den Mitreisenden zuliebe. Ein buntes Bilderbuch kann dafür die ideale Lösung sein. Es macht keine Töne, ist aber trotzdem spannend und wird den Nachwuchs beschäftigen.

Besonders praktisch: Fühlbücher mit unterschiedlichen Stoffen und Materialien wie das "Kleine Spielbuch" von Fisher-Price. Babys lieben die weichen Seiten des Spielbuchs, die besonders leicht zu greifen sind. Einige knistern sogar und das versteckte Quietschteil, sowie der Spiegel zur Selbstwahrnehmung machen das Buch für Babys besonders spannend. So wird auch die Motorik gefördert, weil die Kleinen jede Seite entdecken möchten. Das Spielbuch enthält außerdem ein Beiß-Äffchen, mit dem Baby sich nicht nur beschäftigen kann, sondern das auch zur Beruhigung dient. Durch das Kauen wird der Druckausgleich im Flugzeug nämlich begünstigt.

Zu den niedlichen Bildern könnt ihr euch mitreißende Geschichten ausdenken und eurem Baby erzählen. Oder ihr erklärt einfach, was auf den einzelnen Bildern zu sehen ist. Gerade diese Benennung ist wichtig für die Sprachentwicklung eures Babys. Im ersten Lebensjahr lernen Babys das Sprechen durch Zuhören. Je mehr ihr also mit euren Kindern redet, desto schneller bauen sie einen größeren Wortschatz auf. Außerdem muss euer Baby die Zeit im Flugzeug weitestgehend auf eurem Schoß verbringen. Die meisten Babys möchten das irgendwann nicht mehr, beim Betrachten eines Bilderbuchs vergessen sie ihren Bewegungsdrang aber meistens recht schnell.

Fliegt am besten in der Mittagsschlaf-Zeit

Je nachdem wie euer Kind reagiert, kann es passieren, dass es für die gesamte Flugdauer bespaßt oder beruhigt werden muss. In diesem Fall werdet ihr für die ein oder zwei Stunden Mittagsschlaf sehr dankbar sein, weil auch ihr dann eine kurze Verschnaufpause habt.

Viele Ratgeber empfehlen auch, dann zu fliegen, wenn das Baby normalerweise schlafen geht. Also beispielsweise einen Abend- oder Nachtflug zu wählen. Das kann funktionieren, muss es aber nicht. Schließlich sind Flüge aufregend, auch für Erwachsene, und das spüren die Kleinsten. Es kann also durchaus sein, dass euer Baby im Flugzeug gar nicht ans Schlafen denkt.

Ein Morgenflug kann also tatsächlich angenehmer sein. Euer Baby kann dann aus dem Fenster schauen, ihr könnt es ohne schlechtes Gewissen beschäftigen und wenn tatsächlich der Worst Case eintritt und euer Baby nur weint, müsst ihr euch zumindest keine Sorgen machen, dass alle Mitreisenden aus dem Schlaf gerissen werden.

Ein neues Spielzeug

Oft sind Kinder im Flugzeug unruhig, weil der Druckausgleich noch nicht richtig funktioniert und sie Ohrenschmerzen bekommen, oder weil sie an einen Sitz geschnallt werden und ihn für längere Zeit nicht verlassen dürfen. Kinder wollen sich schließlich bewegen und etwas erleben. Daher hilft es, sie abzulenken und zu beschäftigen.

Ein neues Spielzeug kann dabei Wunder wirken, weil es erst noch entdeckt werden muss. Die Kleinen wissen noch nicht, was es alles kann und finden es deshalb besonders spannend - ohne das Mama viel dazu beitragen muss. Das verschafft euch Zeit, in der die Kinder beschäftigt sind. Euer wertvollstes Gut auf einem langen Flug.

Tipp: Extrazeit gibt es, wenn ihr das Spielzeug als Geschenk einpackt und die Kleinen es somit erst noch auspacken müssen.

Beim Spielzeug für das Flugzeug gibt es allerdings ein paar Dinge, auf die man achten sollte. Seinen Mitreisenden zuliebe sollte das Spielzeug lieber nicht zu viel Lärm machen, auch wenn die Kleinen das natürlich toll fänden. Sich selbst zuliebe sollte das Spielzeug nicht zu viele Einzelteile besitzen, damit man die nicht ständig im engen Flieger aufheben muss. Zu einfach sollte das Spielzeug aber natürlich auch nicht sein, da es sonst für Babys auch schnell langweilig werden könnte. Bunte, kontrastreiche Farben und verschiedene Funktionen sollte es also schon haben.

Das "Kleine Spiel-Zebra" von Fisher-Price bietet schon Babys ab dem 3. Monat genug Abwechslung, um sie lange auf einem Flug beschäftigen zu können. Die Drehrassel stimuliert Babys Tast- und Hörsinn, ohne dabei das Gehör aller anderen Passagiere zu strapazieren. Außerdem lieben Babys knallige Farben, da ihre Augen noch nicht voll entwickelt sind und grelle Farben besser herausstechen.

Die herabhängenden Spielsachen und der Beißgriff schulen außerdem Babys motorische Fähigkeiten und die Koordination. Doch das Beste am Spiel-Zebra ist der Saugnapf, mit dem es am Tisch vor dem Sitz befestigt werden kann. So muss Mama sich nicht immer bücken, weil wieder etwas heruntergefallen ist. Anschließend kann das Zebra mit einer Größe von 20 cm bequem wieder ins Handgepäck gepackt werden.

Packt Snacks ein, aber vermeidet zu viel Zucker

Je nachdem, wie alt euer Baby ist, braucht es vielleicht noch keine Snacks, weil es noch gestillt wird. Falls euer Baby aber bereits etwas älter ist, können kleine Snacks nicht nur den Blutzuckerpegel richten und so die Laune heben. Sie können sogar einen gewissen Unterhaltungswert haben. Bindet zum Beispiel eine Schleife um die Snackdose, sodass euer Kind sie wie ein kleines Geschenk erstmal auspacken muss oder lasst sie die Snacks selber herausholen.

Ein toller und gleichzeitig gesunder Snack sind Himbeeren. Die sind schön weich, sodass die Kleinen sie am Gaumen zerdrücken können. Heidelbeeren sind dagegen für ältere Kinder gut geeignet. Babys würden sich daran schnell verschlucken.

Tipp: Nehmt feuchte Tücher mit ins Handgepäck, um das Gesicht und die kleinen Finger anschließend vom Beerensaft zu befreien.

Bonuspunkte gibt es übrigens, wenn die Kinder die mitgebrachten Snacks sonst nicht oder nur selten essen. Denn alles Besondere ist immer gleich viel spannender und schmeckt auch besser. Achtet aber darauf, dass die Leckereien keinen hohen Zuckerwert haben. Sonst fällt der Blutzucker eures Schatzes nämlich genauso schnell wie er hochgeschossen ist. Das Resultat ist dann ein sehr aktives Kind, das nach noch mehr Zucker verlangt.

Nuckeln gegen Ohrweh

Babys und kleine Kinder können im Gegensatz zu uns Erwachsenen noch nicht aktiv einen Druckausgleich durchführen. Die Folge: Bei Start und Landung kann es zu Ohrenschmerzen kommen. Indem ihr das Füttern in genau diese Zeitspanne legt, könnt ihr das Fliegen für euer Baby angenehmer machen. Denn das Saugen und Bewegen des Kiefers kann Babys beim Druckausgleich helfen und so Ohrenschmerzen verhindern oder reduzieren.

Klappt es mit der Mahlzeit nicht oder hat euer Baby einfach keinen Hunger, kann auch das Nuckeln am Schnuller Linderung verschaffen.

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