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So wird 2020 das produktivste Jahr deines Lebens!

von Inga Back Veröffentlicht am 13. Januar 2020
© Getty Images

Du hast 2020 viel vor? Dann ist Prokrastination dein Feind. Wir zeigen dir 4 Tricks, um produktiver zu werden! Damit deine Träume endlich Realität werden.

Es liegt etwas in der Luft: Tatendrang, Hoffnung, Motivation. 2020 scheint das Jahr zu sein, in dem jeder seine persönlichen Ziele ganz weit hoch gesteckt hat. Dieses Jahr geht es nicht um Neujahrsvorsätze á la "Ich möchte 2 kg abnehmen". Dieses Jahr wollen alle ganz hoch hinaus: Das wird das Jahr der efüllten Träume. Schließlich hat nicht nur ein neues Jahr angefangen – 2020 hat ein neues Jahrzehnt begonnen!

Leider stehen zwischen uns und unseren Träumen ganz oft wir selbst. Wir schieben wichtige Dinge vor uns her, weil wir keinen Zeitdruck haben. Schließlich drängt uns niemand zum Sport, oder dazu endlich das Buch zu schreiben. Das müssten wir schon selbst übernehmen. Es gibt jedoch ein paar Maßnahmen, mit denen man seinen eigenen Verstand austricksen kann. So kannst du produktiver werden und all die Dinge in die Tat umsetzen, von denen du schon so lange träumst.

Produktiver werden: 1. Benutze einen analogen Terminplaner

Das Smartphone hat viele analoge Geräte verdrängt: Wecker, Uhren, Kalender, Terminplaner, Bücher. Langsam aber sicher kehrt jedoch einiges, das tot geglaubt wurde, wieder zurück. Lichtwecker sind zwar eine moderne Version des Weckers, aber so populär wie nie. Ein anderes analoges Gerät, das wieder an Bedeutung gewinnt: der Terminplaner.

In einer zunehmend digitalen Welt ist ein analoger Terminplaner eine erfrischende Abwechslung und er hilft, wie zahlreiche Studien belegen, sogar beim Stressabbau. Durch das Aufschreiben unserer Termine und To-dos wenden wir unseren Blick von Screens ab und fokussieren uns nur auf das Schreiben auf dem Papier. Das entspannt nicht nur die Augen, sondern auch den Verstand, denn es entschleunigt unseren Alltag ein wenig.

Aber wie hilft es uns nun dabei produktiver zu werden? Durch das Aufschreiben unserer Gedanken sortieren wir das Wirrwarr in unserem Kopf. Alleine dies hilft schon dabei herauszufiltern, was wirklich wichtig ist und welche Zusammenhänge es zwischen den Aufgaben gibt. So können wir besser Prioritäten setzen.

Das Visualisieren der Aufgaben und die Handlung des Aufschreibens sorgen zusätzlich dafür, dass wir die Dinge nicht so schnell vergessen.
Man kennt es noch aus der Schule: Schreiben wir Inhalte auf und sehen sie uns im Nachhinein an, lernen wir sie. Was beim Vokabeln-Lernen geholfen hat, hilft auch beim an Termine und To-dos denken.

Tipp: Wer den stressabbauenden Aspekt beim analogen Terminplaner besonders spannend findet, sollte sich vielleicht ein Bullet Journal anschaffen. Was das ist und wie du damit sogar Zeit sparen kannst, erfährst du hier: Mehr schaffen in weniger Zeit: So funktioniert ein 'Bullet Journal'

Produktiver werden: 2. Plane mit unterschiedlichen Farben

Selbst das beste Bullet Journal wird irgendwann unübersichtlich, wenn dort Seite für Seite eine To-do-Liste die andere jagt. Zwischen der ganzen schwarzen, dunkelblauen, oder grauen Schrift gehen dann wichtigere To-dos oder Termine unter – einfach weil sie sich nicht vom Rest abheben. Es gibt jedoch ein einfaches Mittel, damit wichtige To-dos ins Auge stechen: Farbe.

Man muss sich jetzt kein Arsenal an verschiedenen Stiften besorgen und eine Farblegende im Terminplaner anlegen. Zu viel Farbe bewirkt dasselbe wie keine Farbe: Es wird wieder unübersichtlich. Aber ein oder zwei Textmarker für bestimmte Zwecke sind durchaus hilfreich.

So kann man zum Beispiel wichtige To-dos für die Arbeit neon-gelb markieren, damit sie sofort ins Auge springen. Oder man benutzt kleine Post-its für Termine und klebt sie an den entsprechenden Tag im Terminkalender.

Dies kann unsere Produktivität steigern, weil wir so sichergehen können, dass wir Deadlines einhalten. Außerdem können wir auf Anhieb sehen, was Priorität hat und das zuerst erledigen. Manchmal sind es genau solche kleinen Veränderungen, die unsere Produktivität enorm steigern.

Tipp: Wer produktiver werden möchte, muss auch analysieren, in welchen Bereichen die Produktivität leidet. Nimm dir dafür eine bestimmte Farbe und markiere am Ende einer Woche (oder sogar am Ende eines Tages) alle To-dos in dieser Farbe, die du nicht erledigt hast.

So siehst du auf Anhieb, wie lange du bestimmte Dinge vor dir herschiebst. Viellleicht wirst du sogar erstaunt feststellen, dass du gerade das, was dir am wichtigsten ist, am längsten vor dir herschiebst. Oder dass du die wichtigsten To-dos bis zum Ende des Tages aufschiebst und dann nicht mehr genug Zeit hast, um fertig zu werden.

Produktiver werden: 3. Modifiziere die "Eat the frog"-Methode

Wer die großen Brocken bis zum Ende des Tages übrig lässt, verlangt von sich eigentlich etwas sehr Schweres: Man muss die schwierigste Aufgabe des Tages dann erledigen, wenn man die wenigste Energie hat. An dieser Stelle kommt das "Eat the frog"-Zeitmanagement ins Spiel. Dabei wird die wichtigste Aufgabe des Tages als erstes erledigt.

Hintergrund des Ganzen ist der Glaube, dass man das Schwierigste dann machen soll, wenn Kraft und Motivation am höchsten sind. So soll sichergestellt werden, dass die Aufgabe erledigt wird.

Aber sind wir doch mal ehrlich: Die Wenigsten haben ihr Motivationshoch gleich am Morgen. Die meisten gehören eher in die Kategorie der morgens Kaffee-Trinker. Bei Vielen ist morgens das höchste der Gefühle, dass sie es geschafft haben, ihre Emails zu checken.

Deshalb funktioniert eine modifizierte Zeitmanagement-Methode auch besser. Der Ablauf sieht dann so aus:

  • Zuerst kümmert man sich um eine einfache Aufgabe, die man ganz schnell abhaken kann. Damit motiviert man sich und gibt einen guten Takt für den Rest des Tages vor.
  • Als Zweites kümmert man sich um die größte und wichtigste Aufgabe des Tages. Das ist der berühmt berüchtigte Brocken, auf den man eigentlich keine Lust hat. Deshalb erledigt man diese Aufgabe auch noch früh genug am Tag, damit die Motivation noch hoch ist.
  • Danach folgt die zweitwichtigste Aufgabe des Tages. Auch hier profitiert man von noch vorhandener Motivation und Energie.
  • Im Anschluss erledigt man die restlichen To-dos nach eigenem Ermessen, weil man die wichtigsten Dinge bereits abgehakt hat – und oftmals haben wenige, wichtige Dinge viel größere Auswirkungen als ganz viele kleine.

Produktiver werden: 4. Hör nicht auf dein Bauchgefühl

Wenn wir ganz ehrlich sind, müssen wir zugeben, dass wir viele Dinge gar nicht vor uns herschieben, weil uns die Zeit dafür fehlt (wie wir immer sagen), sondern weil uns die Lust dazu fehlt. Netflix macht einfach mehr Spaß.

Meistens sind es die To-dos, die uns Anstrengungen oder Mühe kosten, die wir auf morgen verschieben. In der Hoffnung, dass wir am nächsten Tag einen plötzlichen Sinneswandel erleben und Spaß daran haben zu joggen. Genau das ist der Moment, in dem wir nicht auf unser Bauchgefühl hören sollten. Wir werden auch am nächsten Tag keine Lust haben – und am übernächsten auch nicht.

Nach einem langen Tag auf der Arbeit wird das Sofa immer einladender erscheinen als das Fitnessstudio. Das wichtigste, was man lernen muss, um seine Produktivität zu steigern, ist also, dass Motivation vollkommen egal ist. Es ist egal, ob du motiviert bist, etwas zu tun. Du tust es einfach trotzdem.

Dafür brauchst du ganz konkrete Zielvorgaben. Du sagst also nicht, dass du zum Sport gehst, sondern du sagst, dass du 20 Liegestützen, 10 Burpees und 30 Sit-ups machst. Oder dass du 500 Wörter am Tag für deinen Roman schreibst. Du brauchst konkrete Handlungen, bei denen vorgegeben ist, was du machen musst und wann du fertig bist.

Hintergrund ist, dass du so in einem Moment, in dem du sowieso schon keine Lust hast, nicht darüber nachdenken musst, was die Handlungsschritte sind. Außerdem kannst du so die Zeit nicht vertrödeln oder vorzeitig abbrechen. Du hast vorher definiert, was dir wichtig ist und genau das kannst du dann auch umsetzen, ob dir danach ist oder nicht.

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