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Schlechtes Abi? So klappt's trotzdem mit dem Traumstudium!

von Tanja Koch Veröffentlicht am 6. Mai 2019

Deine Abschlussnote reicht nicht für deinen Wunsch-Studiengang? Keine Sorge! Wir verraten dir, wie du trotz schlechtem Abi studieren kannst.

Bewerben sich zu viele Menschen auf eine begrenzte Anzahl von Studienplätzen, so nutzen Universitäten NC-Verfahren (NC= Numerus clausus). Nur, wer die Kriterien erfüllt, bekommt eine Zusage. In der Regel läuft die Vergabe über den Abitur-Notenschnitt. Das Nachsehen haben alle, die ein schlechtes Abi haben.

Doch sogar vermeintlich gute Abi-Schnitte wie 1,5 oder 2,0 reichen für manche Studiengänge nicht aus. So haben beliebte Fächer wie Medizin, Psychologie, Pharmazie, Biologie oder Kommunikationswissenschaften einen extrem hohen NC. Die Folge: Kandidaten mit schlechteren Abi-Noten bekommen womöglich in ganz Deutschland keinen Studienplatz.

Reicht auch deine Abiturnote für dein Traumstudium nicht aus, musst du nicht verzweifeln. Du hast eine Reihe von Möglichkeiten, trotz vermeintlich schlechtem Abitur doch noch das zu studieren, was du möchtest. Hier kommen 7 Tipps:

1. Über andere Kriterien angenommen werden

Zwar ist die Abi-Note beim Bewerben an Unis meist am wichtigsten. Doch einige Hochschulen haben noch andere Kriterien. Sie achten auch auf Berufserfahrung oder bestimmte Fachnoten. Auch Bewerbungsgespräche und Auswahltests kommen relativ häufig vor.

Reicht dein Abi-Schnitt nicht für einen Platz an der Uni, du bestehst aber den Auswahltest oder das Bewerbungsgespräch, wirst du trotzdem zugelassen. Beim Medizinstudium ist das etwa der Medizinertest.

Hier bei Amazon kannst du eine Buchbox zur Vorbereitung auf den Medizinertest bestellen.

2. Über ein Wartesemester einen Platz bekommen

Hast du bereits gecheckt, mit wie vielen Wartesemestern du bei deinem Wunschstudium einen Platz ergattern würdest? Auch wenn diese Möglichkeit anstrengend und nach Zeitverschwendung klingt, ist sie eine Überlegung wert.

Möglicherweise kannst du bis dahin bereits ein Praktikum oder ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren, das dir später als Praxissemester angerechnet wird?

Möchtest du Medizin studieren, kann es sich auch lohnen, sich als ehrenamtlicher Helfer bei DRK, Die Johanniter & Co. zu engagieren oder zunächst eine Ausbildung als Notfallsanitäter zu absolvieren und Berufserfahrung zu sammeln.

3. Studienzusage über die Restplatzbörse ergattern

Die Chancen auf einen Restplatz über das Losverfahren sind zwar sehr gering, einen Versuch ist es aber sicher wert!

Auf der Website der Studienplatzbörse werden übrige Plätze ausgeschrieben. Dort kannst du auch am Vergabeverfahren teilnehmen.

Für das Wintersemester öffnet die Restplatzbörse in der Regel zwischen August und September. Für Sommersemester öffnet die Restplatzbörse in der Regel zwischen Februar und März.

4. Nach ähnlichen Studiengängen Ausschau halten

In vielen Fällen überschneiden sich die Lernmodule von Studiengängen, die zunächst unterschiedlich klingen. So hast du zwar am Ende nicht genau den Abschluss, den du möchtest, kannst dich während des Studiums aber so spezialisieren, dass du die gleichen oder ähnliche Berufsaussichten hast.

Wer Psychologie studieren möchte, sollte sich auch Angebote für Wirtschaftspsychologie anschauen. Soziale Arbeit und Erziehungswissenschaften sind ebenfalls vergleichbar.

5. Mit schlechtem Abi an einer privaten Hochschule studieren

Reicht deine Abi-Note für ein Studium an einer staatlichen Hochschule nicht aus, kannst du dich alternativ über private Hochschulen informieren. Dort ist das Studium häufig sogar praktischer und weniger anonym wie an einer großen Universität. Strenge Zulassungsbeschränkungen gibt es selten.

Zugegeben: Ob diese Variante für dich die beste ist, hängt von deiner finanziellen Situation ab. Wie viel das Studium an einer privaten Hochschule kostet, kannst du in der Regel auf deren Website nachlesen.

6. Als NC-Flüchtling im Ausland studieren

Viele junge Menschen studieren ihren Traumstudiengang im Ausland, wenn sie in Deutschland keinen Platz ergattern konnten. Wer diesen Schritt wagen möchte, denkt oft zunächst an englischsprachige Länder. Denn Englisch ist häufig die erste Fremdsprache Deutscher Schüler und das auch noch zu verbessern ist sicher nicht schlecht.

​Allerdings solltest du beachten, dass dort teilweise sehr hohe Studiengebühren anfallen. Deshalb lohnt sich der Blick auf Länder wie Österreich, die Niederlande oder Dänemark. Das Studium ist dort trotz guter Bedingungen günstiger und oft auch auf Englisch bzw. Deutsch möglich.

​Im Buch "Leben in den Niederlanden", das du hier bei Amazon bestellen kannst, findest du mehr Tipps über das Studium dort.

7. Im Ausland anfangen und dann wechseln

Möchtest du nicht dein ganzes Studium im Ausland verbringen oder hättest viel lieber einen deutschen Uni-Abschluss, kannst du möglicherweise nach ein paar Semestern im Ausland an eine deutsche Uni wechseln.

Dabei solltest du aber beachten, dass Studiengänge oft nicht nur im ersten, sondern auch in den höheren Semestern zulassungsbeschränkt sind. Über den NC für höhere Semester musst du dich meist aber persönlich bei der Hochschule informieren, da es im Internet nur wenige Infos dazu gibt.

Hast du es endlich an die Uni geschafft, hilft dir das Buch "Endlich Studium", das es hier bei Amazon gibt, durch die neue Lebensphase.

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