Stark fürs Leben: Warum HPV-Aufklärung für Eltern und Kinder wichtig ist

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Warum HPV-Aufklärung für Eltern und Kinder wichtig ist.

Wir können unsere Kinder nicht vor allem schützen – aber wir können Grundlagen für ein gesundes, selbstbestimmtes Leben schaffen. Zum Beispiel mit einer Entscheidung, die wir als Eltern heute für sie treffen können. Moderatorin, Autorin und Mutter Milka Loff Fernandes hat sich mit ihren Kindern für die HPV-Impfung entschieden. Sie weiß, wie wichtig es ist, dass Eltern sich frühzeitig mit dem Thema beschäftigen – und unterstützt deshalb die Aufklärung der Initiative ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs.

Porträt von Milka Loff Fernandes.
Moderatorin und Schauspielerin Milka Loff Fernandes Credit: ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs.

„Als Mutter möchte ich alles tun, um meine Kinder zu
schützen. Die Vorstellung, dass eine Impfung dabei helfen
kann, meine beiden Töchter vor bestimmten HPV-bedingten
Krebserkrankungen zu bewahren, beruhigt mich sehr. Es ist
ein wichtiger Teil der Prävention und gibt mir das Gefühl,
proaktiv für ihre Zukunft zu sorgen.”

Was ist HPV und welche Folgen hat eine Infektion?

Humane Papillomviren (HPV) sind weit verbreitet: Die meisten Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mindestens einmal mit HP-Viren. In der Regel verläuft eine Infektion unbemerkt und heilt von selbst wieder ab – doch tut sie das nicht, können sich daraus bestimmte Krebsarten entwickeln. Geschätzt 1 von 20 Krebsdiagnosen kann weltweit auf Infektion mit HPV zurückgeführt werden.

HPV kann bestimmte Krebsarten auslösen

Hält eine Infektion mit HPV länger an, kann dies zu gewissen Zellveränderungen, Krebsvorstufen oder sogar Krebs führen. Gebärmutterhalskrebs zum Beispiel wird nahezu vollständig durch HPV verursacht. Aber auch andere Krebsarten können durch HPV ausgelöst werden – etwa Analkrebs, was sowohl Frauen als auch Männer betreffen kann.

Warum ist die HPV-Impfung wichtig?

Die HPV-Impfung ist die wichtigste Maßnahme, um bestimmten Erkrankungen vorbeugen zu können, die durch HP-Viren ausgelöst werden. “Erst letztes Jahr hat eine nationale Studie in Schottland gezeigt, dass bei Mädchen, die im Alter von 12 bis 13 Jahren geimpft wurden, kein Fall von invasivem Gebärmutterhalskrebs aufgetreten war“, sagt Molekularmedizinerin Dr. Julia Löffler, die ebenfalls die Initiative „ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs.“ unterstützt. „Das sind wirklich beeindruckende Ergebnisse.”

“Ich bin eine große Befürworterin der HPV-Impfung. Meine Kinder können den langfristigen Nutzen einer Impfung – oder des Verzichts darauf – noch nicht absehen. Diese Verantwortung möchte ich ihnen gar nicht erst aufbürden. Deshalb setze ich mich intensiv mit dem Thema auseinander und hoffe, dass auch andere Eltern diese Verantwortung wahrnehmen.“

Milka Loff Fernandes

HPV-Impfung: Wann und wie oft?

Die STIKO empfiehlt die Impfung für Jungen und Mädchen zwischen 9 und 14 Jahren. Um vollständig geimpft zu sein, erhalten Kinder in diesem Alter zwei Impfdosen im Abstand von mindestens fünf Monaten, ab 15 Jahren sind drei Impfdosen notwendig. Versäumte Impfungen gegen HPV sollen bis zum Alter von 17 Jahren nachgeholt werden.

Generell gilt bei der HPV-Impfung: Die Impfung kann ihre Wirkung am besten entfalten, wenn sie vor einer möglichen Infektion erfolgt. Zudem reagiert das Immunsystem umso besser auf die Impfung, je jünger die geimpfte Person ist.

Terminserie zum Download

Im stressigen Familienalltag ist es nicht immer leicht, alle Termine im Blick zu haben. Trotzdem lässt sich die Impfung im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen wie der U11 oder Ferienzeiten leicht in den Alltag integrieren.

Behalte den Überblick und hol dir die Terminserie der Initiative „ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs.“ für deinen eigenen Kalender.

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Mit Kindern über HPV sprechen

Sich über HPV und den Nutzen der Impfung zu informieren, liegt in der Verantwortung der Eltern. Die Entscheidung für eine Impfung sollte jedoch nicht über die Köpfe der Kinder hinweg getroffen, sondern mit ihnen gemeinsam besprochen werden. Ein Gespräch auf Augenhöhe darüber, warum die Eltern eine Impfung für sinnvoll halten, und Zeit für mögliche Fragen sind dabei wichtig.

„Für mich ist es wichtig, meine Kinder mitzunehmen und sie aufzuklären. Wir haben darüber gesprochen, was eine Impfung bedeutet, und als es so weit war, haben wir es gemeinsam durchgezogen. Ich war an ihrer Seite und kann im Nachhinein nur sagen: Es war die richtige Entscheidung.“

Milka Loff Fernandes