Home / Mama / Kind & Familie / Kindergeld: Das sind dem Staat unsere Kinder wert

Mama

Kindergeld: Das sind dem Staat unsere Kinder wert

Katharina Lindner
von Katharina Lindner Veröffentlicht am 30. Juli 2011
A-
A+

Kindergeld, den Begriff kennt jeder. Sei es, weil man als Elternteil selbst monatlich Kindergeld erhält oder weil die eigenen Eltern Kindergeld für einen gezahlt bekommen haben.

Seit 1975 landet bei jeden, der ein Kind groß zieht monatlich Kindergeld auf dem Konto. Vorausgesetzt natürlich, es wurde beantragt. Hört sich unkompliziert an. Ist es eigentlich auch. Jedenfalls so lange, bis die Kinder ihren 18. Geburtstag gefeiert haben. Danach kann der Anspruch auf Kindergeld weiter bestehen, muss er aber nicht. Nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen wird das Kindergeld weiter gezahlt. Welche das sind, erfahren Sie hier. Wir haben uns durch den Gesetzes-Dschungel zum Thema Kindergeld geschlagen und die wichtigsten Infos kurz und knapp zusammengestellt.

Kurzinfo: Das verbirgt sich hinter dem Kindergeld
Der Staat zahlt monatlich eine gewisse Summe an Personen, die Kinder groß ziehen. Dies können zum einen die leiblichen Eltern sein, zum anderen aber auch Großeltern, Pflegeeltern oder Stiefeltern. Das Kindergeld wird unabhängig vom Einkommen gezahlt. Die Höhe richtet sich nach der Anzahl der Kinder. Zum anderen spielt aber auch das Alter des Nachwuchses eine wichtige Rolle.

Kindergeld muss übrigens bei der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit beantragt werden.

Für welche Kinder gibt es Kindergeld?

  • Leibliche Kinder, Adoptivkinder, Steifkinder und Pflegekinder.
  • Kindergeld wird bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres für alle Kinder gezahlt. Darüber hinaus ist eine Fortzahlung bis zum 25. Lebensjahr möglich, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit das Kindergeld auch nach Vollendung des 18. Lebensjahres weiter gezahlt wird?

  • Kindergeld wird bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gezahlt, wenn das Kind eine Schul- oder Berufsausbildung absolviert oder studiert. Das Kindergeld wird auch in einer Übergangsphase zwischen zwei Ausbildungsabschnitten gezahlt. Diese darf allerdings nicht länger als vier Monate dauern.
  • Steht das Kind in keinem Beschäftigungsverhältnis und ist arbeitssuchend gemeldet, dann wird bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres Kindergeld gezahlt.
  • Findet das Kind, trotz ernsthafter Bemühungen, keinen Ausbildungsplatz, besteht bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres weiterhin Anspruch auf Kindergeld.
  • Wer ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr ableistet, bevor er das 25. Lebensjahr vollendet, dem steht in diesem Zeitraum Kindergeld zu.
  • Für Kinder, die körperlich, geistig oder seelisch behindert sind und sich nicht selbst unterhalten können, wird Kindergeld gezahlt - ohne altersmäßige Begrenzung.

Kindergeld wird nicht gezahlt, wenn

  • ein Kind über 18 Jahre alt ist und Einkünfte und Bezüge von mehr als 8.004 € im Jahr hat.
  • das Kind volljährig und verheiratet ist, sich in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft befindet, dauerhaft getrennt lebt oder geschieden ist.

Höhe des Kindergeldes
Je mehr Kinder, umso höher das Kindergeld. Seit Januar 2010 werden monatlich folgende Beträge gezahlt:

  • für das erste Kind: 184 €
  • für das zweite Kind: 184 €
  • für das dritte Kind: 190 €
  • für das vierte Kind: 215 €
  • für jedes weitere Kind: 215 €

Wenn ein Kind seinen Anspruch auf Kindergeld verliert, dann zählt es in dieser Reihenfolge nicht mehr mit. Die Geschwisterkinder rücken nach. Die Folge ist, dass sich das Kindergeld verringert.

Achtung:
Wenn man Kindergeld zu Unrecht erhalten hat, muss man es zurückzahlen!
Möchten Sie mehr über bestimmte Ausnahmeregelungen erfahren, detailliertere Angaben zu gewissen Voraussetzungen erhalten oder genau wissen, welche Nachweise Sie erbringen müssen, um Kindergeld zu erhalten, dann setzen Sie sich mit Ihrer Familienkasse in Verbindung.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit.


Lesen Sie außerdem auf gofeminin.de:
> Unterhalt - die wichtigsten Regelungen
> Test: Welcher Muttertyp sind Sie?
> Test: Wie konsequent sind Sie als Mutter?

von Katharina Lindner

Das könnte dir auch gefallen