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Dauermüde und ständig Lust auf Süßes? Die Candida-Diät soll helfen!

von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 31. Juli 2019
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Kopfschmerzen, Müdigkeit und ständiger Appetit auf Süßes: All das können Symptome einer Überbesiedelung von Hefepilzen (Candida albicans) im Darm sein. Was dagegen helfen soll? Die Candida-Diät. Wir verraten euch, was es damit auf sich hat.

Der Darm ist von einer ganzen Reihe von Bakterien und Pilzen besiedelt: Das ist ganz normal und vollkommen harmlos. Einer dieser Pilze ist Candida albicans. Er gehört zu den Hefepilzen und kommt auf Haut und Schleimhäuten vor. Vermehrt er sich zu stark, raten Naturheilkundler gern zu einer Candida-Diät. Denn kommt der Pilz in großen Mengen vor, soll er Beschwerden wie Müdigkeit oder Kopfschmerzen verursachen.

Ob's stimmt oder nicht: Darüber streiten sich die Mediziner. Die einen sagen, dass eine Candida-Diät vollkommen unnötig sei, da der Pilz ganz natürlich im Darm vorkommt. Zudem gibt es keine wissenschaftlichen Studien, die den Erfolg der Diät bestätigen. Naturheilkundler schwören jedoch auf die Candida-Diät und verordnen sie gern bei unklaren Magen-Darm-Beschwerden oder auch Hautproblemen zur Darmsanierung.

Typische Symptome eines starken Pilz-Befalls im Darm

Besprecht am besten mit einem Arzt, ob eine Candida-Diät für euch sinnvoll ist. Er kann über Laborproben bestimmen, in welchen Mengen der Pilz im Darm vorkommt. Anzeichen eines übermäßigen Befalls der Darmschleimhaut sind zum Beispiel:

  • ständige Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Darmbeschwerden
  • Herzrasen
  • ständiger Appetit auf Süßes
  • Depressionen

So funktioniert die Candida-Diät

Neben Medikamenten soll mithilfe einer speziellen Candida-Diät das Pilz-Wachstum eingedämmt werden. Da sich der Pilz besonders gern von Zucker ernährt, müssen in erster Linie zuckerreiche Lebensmittel weggelassen werden. Dazu gehört auch Obst, da in Äpfeln und Co. viel Fruchtzucker steckt.

Daneben wird versucht, die Darmflora mit einer ballaststoffreichen Ernährung zu sanieren. Die Dauer der Candida-Diät hängt vom Pilzbefall ab und beträgt im Normalfall mehrere Wochen.

Diese Lebensmittel sind bei der Candida-Diät tabu:
- Obst
- Kuchen und Süßigkeiten
- Weißbrot und Brötchen
- Pasta aus Hartweizengrieß
- gezuckerte Milchprodukte
- Trockenobst
- Fast Food
- Fruchtsäfte und Softdrinks
- Alkohol

Wollt ihr eine Candida-Diät testen, lautet die wichtigste Regel: kein Zucker! Süßigkeiten, Eis, Kuchen, Gebäck und Weißmehlprodukte solltet ihr in dieser Zeit nicht essen. Süßt auch weder mit Zucker noch mit Honig. Für euren Kaffee oder Tee heißt das auch: Wenn Süße, dann nur mit Süßstoff. Daneben solltet ihr die Finger von Trockenfrüchten lassen und Obst meiden.

Diese Lebensmittel sind bei einer Candida-Diät erlaubt:
- Vollkornbrot und Vollkornpasta
- Vollkornreis
- Gemüse (auch Kartoffeln)
- Naturjoghurt und ungezuckerte Milchprodukte
- Käse
- Fleisch und Fisch
- Eier
- Nüsse

Obst ist verboten, Gemüse dürft ihr dagegen mit gutem Gewissen essen. Das gilt auch für Fleisch, Fisch und Milchprodukte. Nüsse und Eier sind ebenfalls erlaubt.

Leckere Rezeptideen bei einer Candida-Diät

Vom Obst abgesehen ist die Candida-Diät eine recht ausgewogene Diät, die man mit ein paar Tricks guten Gewissens im Alltag umsetzen kann.

Morgens könnt ihr zum Beispiel mit einem Frühstück aus Haferflocken, Nüssen und Milch oder Joghurt in den Tag starten. Auch eine Scheibe Vollkornbrot mit Käse und Tomaten ist in Ordnung.

Als Mittagessen bei der Candida-Diät eignen sich Gemüsepfannen mit Vollkornreis, Hirse oder Quinoa. Auch eine Kartoffel- oder Kürbissuppe ist eine gute Wahl, weil sie gut schmeckt und lange satt macht. Hier findet ihr passende Suppen-Rezepte!

Wer mittags warm gegessen hat, kann abends Volkornbrot mit Käse oder Wurst essen oder einen Salat. Eiergerichte wie Spiegelei oder Omelett sind auch in Ordnung. Esst auf jeden Fall mindestens drei Portionen Gemüse, um den Wegfall vom Obst auszugleichen.

Tolle Snacks zwischendurch sind eine Handvoll Nüsse, Gemüsesticks oder ein Naturjoghurt.

Fazit: Wann eignet sich eine Candida-Diät?

Ob eine Candida-Diät das richtige für euch ist, besprecht ihr am besten mit eurem Arzt. Stellt eure Ernährung bitte nicht einfach so um. Auf Süßigkeiten könnt ihr zwar problemlos verzichten - das schadet euch nicht und ihr nehmt mit ein bisschen Glück sogar ab.

Doch Obst komplett aus dem Speiseplan zu streichen, ist nicht ganz unproblematisch. In Äpfeln und Co. stecken viele wichtige Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

Mehr Informationen zu dem Hefepilz Candida findet ihr auch auf Onmeda.de.

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