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Hilft die Candida-Diät wirklich gegen Dauermüdigkeit und ständige Lust auf Süßes?

von Diane Buckstegge ,
Hilft die Candida-Diät wirklich gegen Dauermüdigkeit und ständige Lust auf Süßes?© AdobeStock/ sonyakamoz
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Kopfschmerzen, Müdigkeit und ständiger Heißhunger auf Süßes: All das können Symptome einer Überbesiedelung von Hefepilzen (Candida albicans) im Darm sein. Was dagegen helfen soll? Die Candida-Diät. Wir verraten dir, was es damit auf sich hat.

Video von Jessica Jung
Inhalt
  1. · Typische Symptome eines starken Pilz-Befalls im Darm
  2. · Wie funktioniert die Candida-Diät?
  3. · Was darf man bei Candida nicht essen?
  4. · Was darf man bei Candida essen?
  5. · Leckere Rezeptideen bei einer Candida-Diät
  6. · Fazit: Wann eignet sich eine Candida-Diät?

Der Darm ist von einer ganzen Reihe von Bakterien und Pilzen besiedelt: Das ist ganz normal und vollkommen harmlos. Einer dieser Pilze ist Candida albicans. Er gehört zu den Hefepilzen und kommt ganz natürlich auf Haut und Schleimhäuten vor. Vermehrt er sich allerdings zu stark, raten Naturheilkundler*innen gern zu einer Candida-Diät. Denn kommt der Pilz in großen Mengen vor, soll dieser Beschwerden wie Müdigkeit oder Kopfschmerzen verursachen.

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Ob's stimmt oder nicht: Darüber streiten sich die Mediziner*innen. Die einen sagen, dass eine Candida-Diät vollkommen unnötig sei, da der Pilz ganz natürlich im Darm vorkommt. Zudem gibt es keine wissenschaftlichen Studien, die den Erfolg der Diät bestätigen. Die Datenlage sei zu gering, um klare Handlungsempfehlungen auszusprechen.

Einige Naturheilkundler*innen schwören jedoch auf die Candida-Diät und empfehlen sie Betroffenen gern bei unklaren Magen-Darm-Beschwerden oder auch Hautproblemen zur Darmsanierung.

Tatsächlich kann das auch zu einer Linderung von bestimmten Beschwerden verhelfen, schon allein aus dem Grund, dass sich mehr mit der Ernährungsweise auseinandergesetzt wird und die Auswahl der Lebensmittel bewusster abläuft.

Typische Symptome eines starken Pilz-Befalls im Darm

Besprich am besten mit einem Arzt oder einer Ärztin, ob eine Candida-Diät für dich sinnvoll sein könnte, um untenstehende Symptome zu lindern. Nur er oder sie können über einen Abstrich an Haut und Schleimhaut oder Stuhl bestimmen, in welchen Mengen der Pilz im Darm vorkommt.

Anzeichen eines übermäßigen Befalls der Darmschleimhaut sind zum Beispiel:

  • ständige Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Darmbeschwerden
  • Herzrasen
  • ständiger Appetit auf Süßes
  • Depressionen

Wie funktioniert die Candida-Diät?

Neben Medikamenten soll mithilfe einer speziellen Candida-Diät das Pilz-Wachstum eingedämmt werden. Da sich der Pilz besonders gern von Zucker ernährt, müssen in erster Linie zuckerreiche Lebensmittel weggelassen werden. Dazu gehört auch Obst, da in Äpfeln, Bananen und Co. viel Fruchtzucker steckt.

Daneben wird versucht, die Darmflora mit einer ballaststoffreichen Ernährung zu sanieren. Die Dauer der Candida-Diät hängt vom Pilzbefall ab und beträgt im Normalfall mehrere Wochen.

Was darf man bei Candida nicht essen?

Willst du eine Candida-Diät testen, lautet die wichtigste Regel: kein Zucker! Süßigkeiten, Eis, Kuchen, Gebäck und Weißmehlprodukte solltet ihr in dieser Zeit nicht essen. Süßt auch weder mit Zucker noch mit Honig. Für euren Kaffee oder Tee heißt das auch: Wenn Süße, dann nur mit Süßstoff. Daneben solltet ihr die Finger von Trockenfrüchten lassen und Obst meiden.

Diese Lebensmittel sind bei der Candida-Diät tabu:
- Obst
- Kuchen und Süßigkeiten
- Weißbrot und Brötchen
- Pasta aus Hartweizengrieß
- gezuckerte Milchprodukte
- Trockenobst
- Fast Food
- Fruchtsäfte und Softdrinks
- Alkohol

Was darf man bei Candida essen?

Zugesetzte Glucose, also Zucker, ist absolut tabu. Doch auch Fruchtzucker aus Obst musst du meiden. Gemüse darfst du dagegen mit gutem Gewissen essen. Das gilt auch für Fleisch, Fisch und Milchprodukte. Nüsse und Eier sind ebenfalls erlaubt.

Diese Lebensmittel sind bei einer Candida-Diät erlaubt:
- Vollkornbrot und Vollkornpasta
- Vollkornreis
- Gemüse (auch Kartoffeln)
- Naturjoghurt und ungezuckerte Milchprodukte
- Tofu
- Käse
- Fleisch und Fisch
- Eier
- Nüsse

Für einen besseren Überblick kannst du dir angewöhnen alles aufzuschreiben, was du täglich zu dir nimmst. Entweder über eine App auf deinem Smartphone oder ganz analog über ein Ernährungstagebuch (hier bei Amazon*).

Leckere Rezeptideen bei einer Candida-Diät

Vom Obst abgesehen ist die Candida-Diät eine recht ausgewogene Diät, die man mit ein paar Tricks guten Gewissens im Alltag umsetzen kann.

Morgens kannst du zum Beispiel mit einem Frühstück aus Haferflocken, Nüssen und Milch oder Joghurt in den Tag starten. Auch eine Scheibe Vollkornbrot mit Käse und Tomaten ist in Ordnung.

Als Mittagessen bei der Candida-Diät eignen sich Gemüsepfannen mit Vollkornreis, Hirse oder Quinoa. Auch eine Kartoffel- oder Kürbissuppe ist eine gute Wahl, weil sie gut schmeckt und lange satt macht. Hier findest du passende Suppen-Rezepte!

Wer mittags warm gegessen hat, kann abends Volkornbrot mit Käse oder Wurst essen oder einen Salat. Eiergerichte wie Spiegelei oder Omelett sind auch in Ordnung. Esst auf jeden Fall mindestens drei Portionen Gemüse, um den Wegfall vom Obst auszugleichen.

Tolle Snacks zwischendurch sind beispielsweise eine Handvoll Nüsse, Gemüsesticks oder ein Naturjoghurt.

Quellen:
Onmeda.de
Robert-Koch-Institut (PDF)
Cara Care

Fazit: Wann eignet sich eine Candida-Diät?

Ob eine Candida-Diät das Richtige für dich ist und eine Anti-Pilz-Behandlung notwendig ist, solltest du mit deinem Arzt oder deiner Ärztin besprechen. Stell deine Ernährung bitte nicht einfach so um. Auf Süßigkeiten kannst du zwar problemlos verzichten, ähnlich wie bei einer Low Carb Diät - das schadet dir vermutlich nicht. Doch Obst komplett aus deinem Speiseplan zu streichen, ist nicht ganz unproblematisch. In Äpfeln und Co. stecken viele wichtige Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die dein Körper braucht.

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Der Inhalt dieses Artikels dient lediglich der Information und ersetzt keine Diagnose einer Ärztin oder eines Arztes. Treten Unsicherheiten, dringende Fragen oder Beschwerden auf, wendet euch an eure*n Ärzt*in oder Ernährungsberater*in.

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