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Intimes Geständnis: 7 Fehler, die wir bei der Intimpflege machen

von gofeminin Erstellt am 20. Juli 2020
Intimes Geständnis: 7 Fehler, die wir bei der Intimpflege machen© unsplash.com/sharon-mccutcheon

Wie man Haut, Haare und Zähne pflegt, wissen wohl die meisten. Aber wie sieht es mit der Pflege im Intimbereich aus? Fakt ist: Solange es keine Probleme gibt, achten die wenigsten darauf, ob sie bei der Pflege der Intimzone alles richtig machen.

Während uns Werbung, Medien und sogar Freunde regelmäßig mit mehr oder weniger hilfreichen Tipps für volleres Haar oder strahlende Haut versorgen, wird über die Pflege unserer Intimzone kaum gesprochen. Und das, obwohl unsere Vagina doch wirklich nur das Beste verdient hat und mit derselben Sorgfalt gepflegt werden sollte wie andere Körperstellen.

Gerade junge Mädchen, die während der Pubertät ganz neue körperliche Veränderungen erleben, sollten wissen, wie sie sich sauber fühlen können. Typische neue Erfahrungen wie die Regelblutung, natürlicher Ausfluss und eine vermehrte Schweißproduktion sind eine ganz natürliche Entwicklung, aber auch ein Grund dafür, eine gewissenhafte Pflegeroutine für Frauen zu befolgen. Dabei kann allerdings einiges schiefgehen, weil man sich einfach keine Gedanken dazu gemacht hat.

Für alle Frauen, die sich nun fragen, ob sie bei der Intimpflege alles richtig machen, haben wir hier ein paar typische Fehler notiert und wie man sie vermeidet.

Fehler 1: Ein 'zu viel' an Pflegeroutine

Zur täglichen Pflegeroutine zählt, sich jeden Tag zu waschen und frische Kleidung anzuziehen. Was soll dabei schon schiefgehen? Tatsächlich so einiges, denn sehr viele Frauen haben das Bedürfnis, sich übertrieben gründlich zu reinigen und benutzen dafür aggressive Seifen oder sogar Scheidenspülungen.

Genau das ist der Fehler: Wer es bei der täglichen Reinigung übertreibt, kann die sensible Scheidenflora aus dem Gleichgewicht bringen. Die natürliche Schutzfunktion der Schleimhäute wird zerstört. Das kann die empfindliche Haut nicht nur austrocknen und unangenehmes Jucken zur Folge haben. Auch unerwünschte Keime haben dann eine Chance, sich leichter an den Schleimhäuten festzusetzen, sodass Infektionen begünstigt werden.

Während der Menstruation haben manche Frauen das Gefühl, sich besonders gründlich waschen zu müssen. Gerade dann sollten Produkte zum Einsatz kommen, die die Scheidenflora unterstützen. Ideal sind dann Intimwaschlotionen, die perfekt auf die Bedürfnisse und den sauren pH-Wert der Scheide abgestimmt sind. Außerdem gilt während der Periode eine regelmäßige Monatshygiene: wechselt mehrmals täglich Tampons und Binden beziehungsweise reinigt die Menstruationstasse.

Lest weiter und erfahrt, warum Seife nicht die beste Wahl für eure Lady Parts ist!

Fehler 2: Duschgel für den ganzen Körper verwenden

Hand aufs Herz: Wer macht sich denn schon wirklich Gedanken, ob man richtig duscht? Wasser an, Duschgel in die Handflächen und überall verteilen. Doch genau hier passiert einer der häufigsten Fehler: Ihr verwendet das Duschgel auch für die Intimzone.

Das Problem: Der vaginale pH-Wert liegt zwischen 3,8 und 4,5, der von herkömmlichen Duschgelen liegt meist viel höher und du störst damit das natürliche Gleichgewicht im Intimbereich.

Wem also warmes Wasser nicht zur Reinigung des Intimbereichs ausreicht, der sollte idealerweise eine spezielle Intimwaschlotion (von KadeFemin) verwenden. Dadurch wird das empfindliche Milieu nicht gestört, denn diese Pflegeprodukte sind perfekt auf die Bedürfnisse und den sauren pH-Wert der Intimzone abgestimmt.

Fehler 3: Innen sauber machen

Es gibt noch einen weiteren Fehler, den einige von uns beim Duschen machen, und zwar, wenn es um die Frage geht, ob man sich auch weiter "innen" reinigen kann. Halt! Stopp! Bitte denkt gar nicht erst daran! Es ist verständlich, dass man manchmal besonders gründlich sein will. Aber das vermeintliche "mehr" an Sauberkeit bringt in dem Fall nicht mehr, sondern kann sogar schädlich sein.

Jeder Gynäkologe würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Der Grund: Wasser, Seife und Duschgel, die in die Vagina gelangen, können wie bereits erwähnt großen Schaden anrichten, indem sie die natürlich schützende Scheidenflora beeinträchtigen. Das Saubermachen im Inneren der Vagina ist absolut überflüssig, weil die Vagina dank ihrer komplexen Flora über einen Selbstreinigungsmechanismus verfügt.

Beim Waschen unter der Dusche gilt also: Außen ja, innen nein.

Diese 6 Fehler macht jeder beim Duschen - du auch?

Video von Sarah Glaubach

Fehler 4: Die falschen Inhaltsstoffe

Für die empfindliche Haut im Intimbereich sind bestimmte Inhaltsstoffe besser geeignet als andere. Achtet bei der Auswahl von Intimpflegeprodukten auf unerwünschte Inhaltsstoffe: Parfum, Alkohol, künstliche Farbstoffe sowie Paraffine sollten darin nicht zu finden sein. Auch sogenannte "scharfe" Inhaltsstoffe wie ätherische Öle wie z.B. Minz- oder Teebaumöl haben nichts im Intimbereich zu suchen.

Besser sind pflegende Inhaltsstoffe, die die natürliche Schutzbarriere der Haut unterstützen. Aus der Gesichtspflege ist Hyaluronsäure bereits vielen ein Begriff. Dieser Stoff spendet auch "Down Under" viel Feuchtigkeit und wirkt dadurch Trockenheitsgefühl und Juckreiz entgegen.

Einen weiteren Inhaltsstoff hört man ebenfalls recht häufig: Jojoba-Öl. In Kombination mit Vitamin E ist das Öl besonders pflegend und hautverträglich und macht nicht nur die Haut im Gesicht geschmeidig. Diese und viele andere pflegende Inhaltsstoffe sind in der Intimpflegeserie von KadeFemin zu finden (hier online bestellen).

Fehler 5: Hauptsache haarlos

Natürlich steht es jedem frei, seine Intimfrisur ganz nach seiner persönlichen Vorliebe zu gestalten, ob Brazilian Waxing oder Wildwuchs nature. Allerdings gibt es auch hier einige Risiken, die zu beachten sind. Inzwischen setzen viele Menschen, egal ob Mann oder Frau, aus ästhetischen Gründen auf eine komplette Schamhaarentfernung. Gerade nach der Rasur kommt es dabei jedoch häufig zu kleinen Hautreizungen und Entzündungen.

Hinzu kommt, dass Schamhaare eigentlich eine Schutzfunktion erfüllen. So dienen sie unter anderem als Schutz vor Temperaturschwankungen und als Schutzbarriere für äußere Einflüsse. Entfernt man die Haare komplett, könnten leichter Keime in die Vagina gelangen.

Wer sein Schamhaar stutzen möchte, findet hier hilfreiche Tipps für das beste Ergebnis zur Haarentfernung von Bikinizone & Co.:

#1 Rasierklinge:
Achtet darauf, die Rasierklinge rechtzeitig auszutauschen, spätestens nach fünf Anwendungen. Dadurch wird die Klinge nicht stumpf und die Intimhaare können besser entfernt werden. Außerdem können sich keine Bakterien ansammeln.

#2 Beachtet die Haarwuchsrichtung: Zieht die Klinge bei der Nassrasur in Wuchsrichtung der Haare über die Haut. Beim trockenen Rasieren mit dem elektrischen Rasierer, der Epilation oder beim Waxing arbeitet ihr entgegen der Haarwuchsrichtung.

#3 Bereitet die Haut vor: Beginnt die Haarentfernung erst nach einer warmen Dusche, denn dadurch wird eure Haut gereinigt, die Poren der Haut öffnen sich und die Haare lassen sich leichter entfernen und das Ergebnis bleibt länger glatt.

#4 Achtet auf die richtige Haarlänge: Hautreizungen können auch entstehen, wenn die Intimhaare zu lang oder zu kurz für die jeweilige Enthaarungsmethode sind. Für eine Nassrasur ist eine Länge von 0,2 cm optimal, für die Epilation reichen 0,2 bis 0,5 cm und für Waxing oder Sugaring sollten es bestenfalls 0,5 bis 1 cm sein.

#5 Während der Rasur: Der Rasierschaum sollte für sensible Haut geeignet sein, pflegende Inhaltsstoffe enthalten, jedoch keine Duftstoffe. Idealerweise kann als Alternative auch eine Intimwaschlotion für den Intimbereich verwendet werden. Denn dadurch wird auch die empfindliche Scheidenflora geschützt.

#6 Pflege nach der Rasur: Spült den enthaarten Bereich mit lauwarmem Wasser und tupft die Haut sanft trocken. Anschließend könnt ihr die Haut mit einer feuchtigkeitsspendenden Intimpflegecreme (von KadeFemin) pflegen. Die Haut wird dadurch beruhigt, sodass Reizungen und Rasierpickel keine Chance haben.

Fehler 6: Die falsche Richtung

Über die Toilettenhygiene sprechen die Menschen äußerst selten. Allerdings kann auch dabei einiges schiefgehen. Daher müssen wir mal ganz mal offen ansprechen, was Sache ist: Bei der Reinigung nach dem Toilettengang sollte immer von vorne nach hinten gewischt werden. Niemals von hinten nach vorne!

Das richtige Abwischen verringert das Risiko, dass Darmbakterien in die Scheide oder Harnröhre gelangen. Passiert das, kann es nämlich zu unangenehmen Infektionen kommen. Also haltet die Richtung ein, dann könnt ihr unter anderem auch Blasenentzündungen vorbeugen.

Extratipp: Apropos Blasenentzündung: Hast du gewusst, dass du auch nach dem Sex immer fix auf die Toilette gehen solltest? Meistens verlangt das der Körper sowieso und das ist auch gut so, denn somit werden die Harnwege wieder sauber gespült.

Fehler 7: Die falsche Unterwäsche

Dessous sehen wunderschön aus, mit zarter Spitze oder aus glänzenden Stoffen. Die Synthetikfasern lassen keine Wünsche offen. In den knappen Höschen fühlen sich viele Frauen einfach rundum wohl und gut.

Allerdings sollte sich Frau darüber im Klaren sein, dass das ständige Tragen synthetischer Unterwäsche, und sei sie noch so schön, eine negative Wirkung auf die Gesundheit der Vagina haben kann. Der Grund: die künstlichen Fasern und auch zu enge Schnitte behindern den Feuchtigkeitsaustausch. Schweiß und Feuchtigkeit erschaffen ein feuchtwarmes Klima, in welchem die Scheidenflora aus dem Gleichgewicht gerät.

Tipp: Lasst die Unterwäsche einfach mal weg! Gerade beim Schlafengehen bietet es sich an, auch mal ohne Wäsche in den Pyjama zu schlüpfen. Der Grund: Die Luft kann zirkulieren und es staut sich keine Feuchtigkeit an, womit ihr vor allem sensibler Haut einen Gefallen tun könnt.