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Habe ich einen Sonnenstich? Typische Symptome und was dagegen hilft

Christina Cascino
von Christina Cascino Veröffentlicht am 17. Juli 2018
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Wer es mit dem Sonnenbaden im Sommer übertreibt, riskiert schnell mal einen Sonnenstich. Doch welche Symptome sind eigentlich typisch dafür? Und was kann man tun, wenn einen die Sonne zu stark erwischt hat?

Sommer, Sonne, Sonnenschein! Wenn die Temperaturen im Sommer die 30-Grad-Marke knacken, können wir gar nicht genug davon bekommen, uns draußen im Park, am See oder noch besser im Urlaub zu bräunen und die warmen Sonnenstrahlen auf unserer Haut zu genießen.

Doch nur die wenigsten von uns denken auch daran, dass zu viel Sonne unserer Gesundheit schaden kann. Fiese Sonnenbrände sind die eine Sache, wer es aber mit der Sonne übertreibt, riskiert auch schnell mal einen Sonnenstich. Und der ist leider alles andere als angenehm.

Schwindel, ein knallroter Kopf und Rauschen in den Ohren - wir verraten euch, bei welchen Symptomen ihr hellhörig werden solltet.

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Was genau ist eigentlich ein Sonnenstich?

Scheint die Sonne zu lange auf Kopf und Nacken, kann es zu einem Sonnenstich (Isolation) kommen. Durch die starke Hitze wird das Gehirn stärker durchblutet und dehnt sich aus. Dadurch wird die empfindliche Hirnhaut gereizt, die unter Umständen anschwillen und sich im schlimmsten Fall sogar entzünden kann.

Besonders hoch ist das Risiko für einen Sonnenstich bei Kleinkindern - vor allem dann, wenn sie längere Zeit ungeschützt im Wasser spielen. Babys sollten gar nicht ungeschützt in die Sonne. Auch Menschen mit wenig Kopfhaar oder Glatze sollten darauf achten, sich ausreichend vor intensiver Sonne zu schützen. Ebenso leiden Wanderer oder Bergsteiger häufig unter einem Sonnenstich.

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Typische Anzeichen: Woran erkennt man einen Sonnenstich?

Die meisten Symptome eines Sonnenstichs sind "harmlos" und klingen nach einigen Stunden wieder ab. In einigen Fällen kann es aber auch zu ernsthaften Beschwerden wie Fieber, Bewusstlosigkeit oder Kreislaufkollaps kommen. Dann sollte unbedingt sofort ein Notarzt alarmiert werden. Die Dauer des Sonnenstichs kann variieren. In der Regel sollten die Symptome aber nach einigen Stunden bis höchstens zwei Tagen wieder abklingen.

Das Irritierende: Häufig bemerken die Betroffenen zunächst gar nicht, dass ihr Kopf zu lange ungeschützt in der Sonne war. Denn die Anzeichen eines Sonnenstichs zeigen sich meist zeitverzögert und können erst mehrere Stunden nach der Sonneneinstrahlung auftreten.

Diese Anzeichen sind typisch für einen Sonnenstich:

  • geröteter Nacken und Kopf
  • Roter und heißer Kopf
  • Nackensteifigkeit
  • Schwindel
  • Kreislaufprobleme
  • Bewusstlosigkeit
  • Erschöpfung
  • Ohrengeräusche
  • Innere Unruhe
  • Übelkeit
  • bei Kindern Fieber
  • erhöhter Pulsschlag
  • Erbrechen
  • Desorientierung, Verwirrtheit

Was hilft bei einem Sonnenstich?

Mit einem Sonnenstich ist nicht zu spaßen, im schlimmsten Fall kann es zu einer Hirnhautentzündung oder einem Hitzschlag kommen. Wer Symptome eines Sonnenstichs aufzeigt, sollte zunächst einmal unbedingt sofort aus der Sonne und diese auch einige Zeit meiden. Zudem gibt es ein paar Tipps, um den Sonnenstich zu mildern:

1. Kühle Umschläge

Bei einem Sonnenstich solltet ihr euren Kopf und Nacken ausreichend kühlen, damit der Körper etwas herunterfährt und sich die Hirnhäute wieder beruhigen können. Am besten eignet sich dafür ein feuchtes Handtuch, das ihr euch auf den Kopf oder in den Nacken legt. Auch gut: Kühlende Fuß- und Handgelenkswickel sowie kühlende Cremes wie Aloe Vera.

Achtung: Finger weg von Eiswürfel und Kühlpacks. Die extreme Kälte belastet den Körper zusätzlich. Kühlakkus nur nutzen, wenn sie in ein Handtuch eingewickelt sind.

2. Ab ins Bett!

Wer das Gefühl hat, an einem Sonnenstich zu leiden, sollte sich unbedingt etwas Ruhe gönnen. Also: Legt euch hin - am besten in einen kühlen, dunklen Raum. Denn Licht strengt den Körper zusätzlich an.

Zudem sollte euer Oberkörper erhöht liegen, also am besten mehrere Kissen unter den Rücken und Kopf legen.

3. Ausreichend trinken

Durch die extreme Hitze verliert der Körper viel Flüssigkeit und Elekrolyte. Deswegen solltet ihr bei einem Sonnenstich ausreichend Flüssigkeit zu euch nehmen. Am besten zwei bis drei Liter stilles Wasser, ungezuckerte Tees, Apfelschorle oder isotonische Getränke. Die gleichen die durch das Schwitzen verlorenen Mineralien wieder aus.

Auch gut: Gemüse- oder Hühnerbrühe oder ein Glas Wasser mit einem Teelöffel Salz. Die Lösung in kleinen Schlücken trinken.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Halten die Symptome länger als zwei Tage an, solltet ihr einen Arzt aufsuchen. Und bei diesen Symptomen solltet ihr unbedingt direkt einen Notarzt rufen:

  • Starkes Erbrechen
  • Bewusstlosigkeit
  • Verhaltensstörungen

Denn im schlimmsten Fall kann sich durch einen Sonnenstich Flüssigkeit im Gehirn ansammeln, die zu einem Hirnödem und widerrum zu Krampfanfällen, Atemstillstand oder sogar Koma führen kann.

Sonnenstich bei Kindern:

Kinder, die unter einem Sonnenstich leiden, sollten in jedem Fall von einem Arzt untersucht werden, um weitere Erkrankungen auszuschließen.

Wie kann man einen Sonnenstich vorbeugen?

Besonders Menschen mit wenig und hellem Haar sind sonnenstichgefährdet, da die Sonnenstrahlen direkt auf den Kopf scheinen. Grundsätzlich sollte man immer eine Kofpfbedeckung tragen und sich nicht lange unbedeckt in der direkten Sonne aufhalten. Weitere Tipps, um einen Sonnenstich zu vermeiden:

  • Ausreichend trinken (2-3 Liter)
  • Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr meiden
  • Kopf und Nacken bedecken
  • Sportliche Aktivitäten in der Sonne vermeiden
  • Niemals lange in der Sonne bleiben, auch nicht im Wasser

Übrigens: Sonnenschutzmittel schützen nicht vor einem Sonnenstich. Diese Produkte wirken nur gegen UV-Strahlen auf der Haut und nicht gegen die Wärmestrahlen, die den Kopf überhitzen.

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