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Todesangst, Herzrasen, Atemnot: Das hilft bei einer Panikattacke

von der Redaktion Veröffentlicht am 6. März 2018
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Panikattacken treten plötzlich und scheinbar grundlos auf, dennoch leiden viele Menschen unter den Angststörungen. Wir haben die besten Tipps für den Umgang mit Panikattacken.

Schwindel, Herzrasen, Schweißausbrüche - was wie die Symptome einer schweren Krankheit klingt, sind "nur" die klassischen Begleiterscheinungen einer Panikattacke. Doch wer einmal aus dem Nichts heraus von einer solchen Attacke überfallen wurde, der weiß, dass die empfundene Angst tatsächlich existenziell ist.

"Panikattacken sind eine große Belastung für die Betroffenen", sagt der Psychologe Professor Dr. Edgar Geissner. Unter anderem, weil sie einen aus heiterem Himmel überkommen und man mit der ständigen Angst lebt, dass es jederzeit wieder soweit sein kann. Die Panik tritt meist in alltäglichen Situationen auf. Im Supermarkt oder wenn man in einem vollen Bus sitzt. Nach ein paar Minuten lässt die Angst meist nach. Die Ursachen für die Panikattacke sind vielfältig. "Dauerbelastungen oder traumatische Erlebnisse sind typische Verursacher von Angststörungen", so der Psychologe.

Typische Symptome einer Panikattacke

Panikattacken kommen wie aus dem Nichts und verlaufen in der Regel ziemlich heftig. Typische Symptome einer Panikattacke sind:

  • starkes Herzklopfen
  • Schwindel
  • Schweißausbrüche
  • Todesangst
  • Zittern
  • Atemnot
  • das Gefühl, in Ohnmacht zu fallen
  • Stuhl- und Harndrang
  • Kontrollverlust

Nach zehn bis 30 Minuten lassen die Symptome nach, so Professor Edgar Geissner.

Panikattacken vorbeugen

Wer regelmäßig unter Panikattacken leidet, kommt um die Ursachenfindung und gegebenenfalls eine Therapie zur Behandlung der Angststörung nicht drum herum. Doch es gibt ein paar Tricks, mit denen Panikattacken seltener auftreten.

  • Stress reduzieren
  • ausreichend schlafen
  • regelmäßige Mahlzeiten
  • Kaffee, schwarzen & grünen Tee meiden
  • zuckerreiche Lebensmittel meiden
  • regelmäßig Sport treiben

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Schnelle Hilfe bei einer Panikattacke

Hier kommen ein paar Hilfestellungen, die euch in der akuten Situation helfen. Wer jedoch öfter an einer Panikattacke leidet, sollte das Gespräch mit einem Psychologen suchen.

Ruhig atmen

Bei einer Panikattacke wird oft schneller und flacher geatmet, was die Angst noch fördert. Überkommt einen die Panik, ist der erste Schritt sich aufrecht hinzusetzen und tief und regelmäßig zu atmen. Man holt tief Luft, atmet durch den Mund ein und durch die Nase wieder aus.

Entspannung der Muskeln

Überkommt einen die Panik, wird schlagartig der gesamte Körper angespannt. Und diese Anspannung fördert die Panik. Bei den ersten Anzeichen einer Attacke sollte bewusst auf Entspannung der einzelnen Körperpartien geachtet werden. Der Nacken kann gedehnt werden, indem der Kopf nach links und rechts gedreht und zur Schulter gezogen wird. Steht ein bisschen Platz zur Verfügung, kann man sich in die Höhe strecken und den gesamten Körper durchdehnen.

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Ablenken

Nichts hilft so gut gegen eine Panikattacke wie Ablenkung. Statt an die Angst, sollte man an etwas Schönes denken. Den nächsten Urlaub, eine Verabredung mit Freunden, was Leckeres zu essen, das man sich später kochen kann.

Angst zulassen

Auch wenn man seine Gedanken auf etwas Schönes konzentriert, sollte die Angst dennoch zugelassen werden. Sie ist schließlich da und ist nichts, für das man sich schämen müsste. Hilfreich ist, wenn man lernt sie zu akzeptieren und hinzunehmen.

Bewusst machen, dass die Angst schnell verschwindet

Ein wichtiges Merkmal einer Panikattacke ist die relativ kurze Zeitspanne, die sie andauert. In den meisten Fällen dauert sie zwischen zehn und 30 Minuten. Daran sollte man denken und sich durch den Gedanken beruhigen, dass gleich alles wieder gut ist.

Langfristige Hilfe bei Panikattacken

Wer regelmäßig unter Panikattacken leidet, sollte mit einem Fachmann über sein Problem sprechen. Ein Psychologe kann die Ursache für die Panikattacken in einer Therapie herausfinden und dabei helfen, dass man die Kontrolle über seinen Körper zurückgewinnt.

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