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Von wegen Hormon-Blues: 7 Dinge, die du noch nicht über die Wechseljahre wusstest

von gofeminin Erstellt am 14. September 2020
Von wegen Hormon-Blues: 7 Dinge, die du noch nicht über die Wechseljahre wusstest© Getty Images

Die Wechseljahre sind für Frauen eine besondere Zeit, die mit vielen Veränderungen einhergeht. Nicht alle davon sind zwangsläufig mit Problemen verbunden. Hier kommen sieben wichtige und interessante Fakten über die Wechseljahre, die ihr kennen solltet.

Älterwerden wirkt auf die meisten Frauen nicht gerade verlockend. So überrascht es nicht, dass das Näherrücken der Wechseljahre zunächst einmal die Stimmung trübt, denn die lästigen Symptome und negativen Veränderungen der Hormonumstellung sind den meisten Frauen längst bekannt: Von Schlafstörungen und Gereiztheit über Hitzewallungen bis hin zu Haarausfall und neuen Bedürfnissen der Haut.

Was jedoch viele unterschätzen, sind die positiven Veränderungen, die die Wechseljahre mit sich bringen. Frauen gewinnen in dieser Lebensphase auch neue Freiheiten, ein stärkeres Selbstbewusstsein und mehr Lebensqualität.

Wir klären auf und verraten euch sieben Dinge über die Wechseljahre, die ihr garantiert noch nicht wusstet.

1. Menopause schafft mehr Unabhängigkeit

So faszinierend der Menstruationszyklus auch ist, so ist er auch häufig eine Art Störfaktor. Jede Frau kann hier sicher Beispiele nennen. Im Idealfall ist die Zyklusabhängigkeit nur deshalb lästig, weil zur rechten Zeit der passende Hygieneartikel griffbereit sein muss.

Mitunter fühlen sich Frauen auch bei der Wahl ihres Outfits eingeschränkt und verzichten auf helle Kleidung während ihrer Periode. Selbst besondere Feste oder der Urlaub werden häufig so geplant, dass nicht gerade dann die Regel ansteht. Manche Frauen gehen auch so weit und verschieben die Periode mithilfe der Pille.

Die Wechseljahre machen Schluss mit den Scherereien um die Regel. Findet mit der Menopause der letzte Eisprung statt, war's das mit der Periode. Häufig sind Frauen froh darüber, dass sie sich um diesen Aspekt ihres Lebens keine Gedanken mehr machen müssen.

2. Zeit für neue Hautpflege

In den Wechseljahren verändert sich der Hormonspiegel von Frauen und mit ihm auch die Haut. Die körpereigene Produktion der Hormone Östrogen und Progesteron lässt nach. Bei beiden handelt es sich um Sexualhormone, die aber eben auch unsere Haut beeinflussen. So regulieren sie unter anderem die Talgproduktion, sorgen dafür, dass die Haut Wasser binden kann, und entschleunigen den Abbau von Kollagen.

Inwieweit sich die Haut während der Menopause verändert, ist immer individuell. In der Regel führt das hormonelle Ungleichgewicht zu einer verminderten Spannkraft der Haut und zu Feuchtigkeitsverlust. Zudem verlangsamt sich die Zellneubildung in der Epidermis, ältere Hautzellen häufen sich und der Teint erscheint insgesamt matter. Häufig reagiert die Haut während der Menopause auch sensibler als zuvor. Deshalb ist es wichtig, das Hautpflege-Programm auf die neuen Bedürfnisse der Haut anzupassen.

"Besonders geeignet sind Produkte, die speziell für die Bedürfnisse der Haut in den Wechseljahren entwickelt wurden", rät Dermatologin Dr. Melanie Hartmann. In ihrer Praxis "Hanse Derma" hat sie sich besonders auf medizinische Kosmetik spezialisiert und beschäftigt sich viel mit dem Thema Hautgesundheit. Zu den Top-Wirkstoffen, welche den Einfluss der Wechseljahre auf die Haut mindern, zählen Hyaluronsäure, Pro-Xylane, Fettsäuren und Vitamin C.

Produkttipp: Die Pflegeserie Neovadinol von Vichy widmet sich allen Bedürfnissen reifer Haut – während und nach den Wechseljahren. Der Wirkstoffkomplex aus Pro-Xylane und Hyaluron unterstützt die Hautdichte, stimuliert die hauteigene Hyaluron-Produktion und bindet Feuchtigkeit in der Haut. Bei regelmäßiger Anwendung erscheint die Haut geschmeidiger, praller und straffer.

Mehr über die Neovadinol-Pflegeserie von Vichy erfahrt ihr hier.

3. Keine Menstruationsbeschwerden mehr

Jeden Monat aufs Neue müssen einige Frauen starke Schmerzen ertragen. Für sie sind Regelblutungen nicht einfach nur lästig. Kommt es zu Zyklusstörungen oder zu heftigen Regelschmerzen, dann ist die Periode eine echte Qual. Die Lebensqualität der Frauen ist dann stark gemindert.

Betroffene sind umso mehr erleichtert, wenn die Wechseljahre eintreten, denn dann ist endlich Schluss mit den Schmerzen und der Ermattung. Zwar können auch in den Wechseljahren Beschwerden auftreten, doch bei Frauen, die unter starken Menstruationsbeschwerden litten, scheint die Erleichterung zu überwiegen.

4. Erkrankungen wie Endometriose und Myome lassen nach

Teilweise sind Erkrankungen schuld an Regelschmerzen und Zyklusstörungen. Endometriose beispielsweise. Dabei siedelt sich Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter an und durchläuft den Menstruationszyklus genau wie die restliche Gebärmutter. Das verursacht Schmerzen. Eine weitere Krankheit ist ein sogenanntes Myom, eine gutartige Geschwulst aus Muskelzellen der Gebärmutter, das unter Einfluss von Östrogen wächst.

Nach der Menopause verursacht die Endometriose meist weniger Beschwerden oder kann mit der Zeit oft sogar ganz zur Ruhe kommen. Auch Myome bilden sich im Normalfall nach der letzten Periode allmählich zurück.

5. Zyklusabhängige Migräneanfälle werden seltener

Gerade Frauen sind von der Kopfschmerzerkrankung Migräne betroffen. Häufig tritt der erste Migräneanfall in Verbindung mit der ersten Regelblutung auf. Danach kann Migräne regelmäßig während der Periode vorkommen. Während einer Schwangerschaft hingegen können Migräneanfälle häufig ausbleiben, das liegt an der anderen Hormonversorgung – wenn auch nur vorübergehend.

Mit Beginn der Wechseljahre werden die Migräneanfälle dann seltener oder zumindest schwächer. Teilweise verschwinden die Migräneattacken nach den Wechseljahren sogar vollständig.

6. Schluss mit Schwangerschaftsverhütung

Lassen die Tage auf sich warten oder gab es eine Panne bei der Verhütung, gibt es diesen ungewissen Moment der Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft.

Jahrelang nehmen Frauen daher die Pille ein oder verhüten auf andere Weise. Schließlich kann eine Frau schwanger werden, solange es bei ihr noch zum Eisprung kommt. In den Wechseljahren lässt die Fruchtbarkeit durch die Hormonumstellung nach und mit der Menopause ist dann endgültig Schluss.

Auch diese Veränderung empfinden viele Frauen als positiv und befreiend. Mitunter erfahren sie eine ganz neue Form der Sexualität. Wer in einer festen Partnerschaft lebt, kann nun also auf Schwangerschaftsverhütung verzichten.

7. Positives Selbstbild entdecken

Ja, es stimmt, der Alterungsprozess wird Frauen vor allem mit den Wechseljahren erst richtig bewusst. Doch ist es auch eine Zeit, in der sich Frauen immer besser selbst akzeptieren können. Die Selbstzweifel scheinen bei vielen zu verblassen und ein neues Selbstbewusstsein kann entstehen, wenn man es nur zulässt.

Gynäkologin und Buchautorin Dr. Sheila de Liz ist sogar der Meinung, dass Frauen ab Mitte vierzig endlich bei sich selbst angekommen sind. Die Meinung anderer Menschen beeinflusst Frauen in dieser Lebenszeit auf einmal viel weniger, denn sie haben bereits viele Höhen und Tiefen erlebt. Sie sind selbstbewusster als früher und stellen ihre persönlichen Bedürfnisse stärker in den Vordergrund.

Ihr Rat: Genießt die Freude in eurem Leben und haltet an positiven Gedanken fest. Und traut euch, über eure neue Lebensphase und die damit verbundenen Hürden zu sprechen und euch mit anderen Frauen auszutauschen.