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Fettige Haare? Diese 5 Tipps solltest du ausprobieren

Sophia Karlsson
von Sophia Karlsson Veröffentlicht am 19. März 2017
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Jeden Tag Haarewaschen nervt! Aber was hilft eigentlich wirklich gegen fettige Haare?

Man glaubt es kaum: Eigentlich sind fettige Haare ein Luxusproblem. Die Kopfhaut produziert nämlich das, was das Haar dringend braucht - pflegendes Hautfett - aber eben zu viel davon. Die Folge: Die Frisur sieht schnell strähnig aus, der Ansatz hat wenig Stand. Das Gute daran: Fettiges Haar ist ein Problem, das sich in den Griff bekommen lässt. Wir haben mit Experten gesprochen. Hier sind ihre Tipps und Tricks, was wirklich gegen fettige Haare hilft.

Wenn die Kopfhaut Überstunden macht

Was wir als "fettige Haare" bezeichnen, ist eigentlich ein Problem der Kopfhaut. Dort sitzen Talgdrüsen. Das Fett, das sie produzieren, ist im Grunde gut und wichtig, da es das Haar geschmeidig und glänzend macht und die Kopfhaut vor äußeren Einflüssen schützt. Doch ein Zuviel an Fett lässt das Haar strähnig wirken.

Hinzu kommt oft noch ein zweites Problem. Haar-Experte für Kérastase Berthold Kempf hat uns verraten, dass fettiges Haar empfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen ist und gleichzeitig am Ansatz fettig und in den Längen glanzlos und stumpf sein kann. Die Haarfülle nimmt dann ab und die Frisur fällt in sich zusammen.

Die Ursachen für dieses fiese Doppel sind vielfältig. Häufig sind übereifrige Talgdrüsen erblich oder hormonell (z.B. durch die Pubertät oder eine Schwangerschaft) bedingt. Aber auch Stress oder falsche Pflege bringen sie in Fahrt: Eine Haarkur, die nicht richtig ausgewaschen wurde, kann zum Beispiel zu fettiger Kopfhaut führen.​

Wir verraten dir, mit welchen Tipps du fettige Haare wieder in den Griff bekommst.

Tipp 1: Wasche fettige Haare mit lauwarmem Wasser

Fettige Haare brauchen eine Reinigung, die gründlich, aber sanft zur Kopfhaut ist. Dabei kommt es unter anderem auf die richtige Technik an. Das Wasser sollte nur lauwarm sein, auf keinen Fall heiß - das würde die Talgdrüsen anregen. Außerdem sollte das Shampoo in die Ansätze verteilt und die Kopfhaut damit sanft massiert werden. Dabei werden die Talgdrüsen ausgedrückt und die Kopfhaut fettet anschließend langsamer nach.

Tipp 2: Greif zu Spezialshampoos gegen fettige Haare

Spezialshampoos für fettiges Haar lösen das überschüssige Fett mit Tensiden. Sie reinigen, ohne dabei die Kopfhaut zu reizen. Sie enthalten außerdem Wirkstoffe (z.B. Vitamin B6 oder Extrakte aus Kräutern wie Rosmarin oder Kamille), die die Produktion der Talgdrüsen regulieren und die Kopfhaut beruhigen sollen.

Wichtig: Gib die Spülung nur in die Haarlängen, sonst verschärft sich das Problem.

Spezielle Shampoos gegen fettige Haare, zum Beispiel mit Rosmarin, findest du für ca. 20€ bei Amazon.

Tipp 3: Gönn deinem Haar eine Heilerde-Kur

Ähnlich, wie spezielle Shampoos kann auch Heilerde dabei helfen, fettige Haare in den Griff zu bekommen. Die Heilerde kannst du einfach mit etwas Wasser anrühren, sodass eine geschmeidige Paste entsteht. Einmal in der Woche sollte der Heilerde-Brei in die Kopfhaut einmassiert und nach zehn Minuten Einwirkzeit wieder ausgespült werden.

Heilerde-Pulver für Haut und Haar gibt es zum Beispiel von Luvos für ca. 13€. Hier geht's zum Produkt bei Amazon!

Tipp 4: Nimm dir Zeit für eine kurze Kopfhautmassage

Sowohl häufiges Haarekämmen als auch Massagen der Kopfhaut regen die Talgdrüsen an und sorgen zunächst für schneller fettendes Haar. Aber: Wer sich zweimal täglich ca. 5 Minuten für eine Kopfhautmassage mit kreisenden Bewegungen Zeit nimmt, der kann das Problem "fettige Haare" damit auch verbessern. Bei regelmäßiger Massage kommt es nämlich zu einer Regulation der Talgdrüsen und zu einer schnellen Besserung - auf Dauer fettet die Kopfhaut also weniger.

Tipp 5: Meide zu viel Hitze

Klar, auch bei schnell fettendem Haar will man nicht ständig aufs Styling verzichten müssen. Trotzdem solltest du versuchen, zu heiße Föhnluft und regelmäßiges Glätten oder Locken deiner Haare zu meiden. Hitze ist kontraproduktiv bei fettigem Haar, zu hohe Temperaturen regen die Produktion der Talgdrüsen an.

Wenn du deine fettigen Haare also in Griff kriegen willst, plane fürs Haarewaschen ein paar Minuten mehr ein und föhn dein Haar auf der niedrigsten Stufe langsam trocken. Noch besser: Wasche es am Abend vorher und lass es vor dem Schlafengehen an der Luft trocknen.

SOS-Tipp gegen fettige Haare: Trockenshampoo für mehr Frische

Trockenshampoos sind ideal, um das Haar wieder schnell aufzufrischen. Das absorbierende Puder nimmt Talg und Verunreinigungen auf, regt aber die Kopfhaut nicht zum Nachfetten an. Sprüh einfach etwas Trockenshampoo auf den Ansatz und massier es leicht mit den Fingern ins Haar ein. Bei sehr fettigem Haar kannst du es auch kopfüber in die unteren Haarpartien geben.

Übrigens: Du hast blondes Haar, wodurch ein fettiger Ansatz dunkler wirkt, als er tatsächlich ist? Dann wähle ein Trockenshampoo speziell für blondes Haar. Es hellt das Haar zusätzlich etwas auf, wodurch es noch frischer erscheint.

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Ist zu häufiges Haarewaschen Schuld an fettigen Haaren?

Du wäscht dein Haar jeden Tag? Das könnte deine schnell fettenden Haare begünstigen. Denn nicht nur deine Haarspitzen leider unter häufigem Waschen und Stylen. Viele Haarexperten gehen auch davon aus, dass zu häufiges Haarewaschen die Überproduktion der Talgdrüsen steigert.

Im Umkehrschluss hieße das: Die Haare noch einen Tag in dem etwas "fettigen Zustand" zu belassen und sie in Zukunft nur noch alle zwei Tage zu waschen. Damit werden die Talgdrüsen langfristig "umerzogen" und passen die Talgproduktion dem neuen Waschrhythmus an.

Die schwierige "Übergangsphase" könnt ihr mit Trockenshampoo oder zum Beispiel Flecht- und Hochsteckfrisuren überbrücken: ​Bad-Hair-Day? Diese Hochsteckfrisur sieht toll aus und geht blitzschnell

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Frisuren für mittellanges Haar © Getty Images / Stefanie Giesinger

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