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Fettige Haare? Diese 5 Tipps solltest du ausprobieren

von Sophia Karlsson Erstellt am 9. März 2019, letzte Änderung 26. Februar 2020
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Fettige Haare? Diese 5 Tipps solltest du ausprobieren© iStock

Jeden Tag Haarewaschen nervt! Aber was hilft eigentlich wirklich gegen fettige Haare? Was sind die Ursachen für ständig fettiges Haar? Hier kommen die besten Tipps!

Man glaubt es kaum: Eigentlich sind fettige Haare ein Luxusproblem. Die Kopfhaut produziert nämlich das, was das Haar dringend braucht - pflegendes Hautfett - aber eben zu viel davon. Die Folge: Die Frisur sieht schnell strähnig aus, der Ansatz hat wenig Stand. Das Gute daran: Fettiges Haar ist ein Problem, das sich in den Griff bekommen lässt. Wir haben mit Experten gesprochen. Hier sind ihre Tipps und Tricks, was wirklich gegen fettige Haare hilft.

Die Ursachen für trockenes Haar: Wenn die Kopfhaut Überstunden macht

Was wir als "fettige Haare" bezeichnen, ist eigentlich ein Problem der Kopfhaut. Dort sitzen Talgdrüsen. Das Fett, das sie produzieren, ist im Grunde gut und wichtig, da es das Haar geschmeidig und glänzend macht und die Kopfhaut vor äußeren Einflüssen schützt. Doch ein Zuviel an Fett lässt das Haar strähnig wirken.

Hinzu kommt oft noch ein zweites Problem. Haar-Experte für Kérastase Berthold Kempf hat uns verraten, dass fettiges Haar empfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen ist und gleichzeitig am Ansatz fettig und in den Längen glanzlos und stumpf sein kann. Die Haarfülle nimmt dann ab und die Frisur fällt in sich zusammen.

Die Ursachen für dieses fiese Doppel sind vielfältig. Häufig sind übereifrige Talgdrüsen erblich oder hormonell (z.B. durch die Pubertät oder eine Schwangerschaft) bedingt. Aber auch Stress oder falsche Pflege bringen sie in Fahrt: Eine Haarkur, die nicht richtig ausgewaschen wurde, kann zum Beispiel zu fettiger Kopfhaut führen. Hitze oder zu lange Abstände zwischen den Haarwäschen können ebenfalls Ursachen für fettige Haare sein.

Wir verraten dir, wie du fettige Haare mit der entsprechenden Pflege und den richtigen Tipps wieder in den Griff bekommst.

Tipp 1 gegen fettiges Haar: Wasche fettige Haare mit lauwarmem Wasser

Egal ob fettiges, trockenes oder splissanfälliges Haar: Das Geheimnis gesunder, schöner Haare liegt in der richtigen Haarpflege.
Fettige Haare brauchen eine Reinigung, die gründlich, aber sanft zur Kopfhaut ist. Dabei kommt es unter anderem auf die richtige Technik an. Das Wasser sollte nur lauwarm sein, auf keinen Fall heiß - das würde die Talgdrüsen anregen. Außerdem sollte das Shampoo in die Ansätze verteilt und die Kopfhaut damit sanft massiert werden. Dabei werden die Talgdrüsen ausgedrückt und die Kopfhaut fettet anschließend langsamer nach.

Tipp 2 gegen fettiges Haar: Greif zu Spezialshampoos gegen fettige Haare

Spezialshampoos für fettiges Haar lösen das überschüssige Fett mit Tensiden. Sie reinigen, ohne dabei die Kopfhaut zu reizen. Sie enthalten außerdem Wirkstoffe (z.B. Vitamin B6 oder Extrakte aus Kräutern wie Rosmarin oder Kamille), die die Produktion der Talgdrüsen regulieren und die Kopfhaut beruhigen sollen.

Wichtig: Gib die Spülung nur in die Haarlängen, sonst verschärft sich das Problem.

Spezielle Shampoos gegen fettige Haare, zum Beispiel mit Rosmarin, findest du für ca. 20€ bei Amazon.

Tipp 3 gegen fettiges Haar: Gönn deinem Haar eine Heilerde-Kur

Ähnlich, wie spezielle Shampoos kann auch Heilerde dabei helfen, fettige Haare in den Griff zu bekommen. Die Heilerde kannst du einfach mit etwas Wasser anrühren, sodass eine geschmeidige Paste entsteht. Einmal in der Woche sollte der Heilerde-Brei in die Kopfhaut einmassiert und nach zehn Minuten Einwirkzeit wieder ausgespült werden.

Heilerde-Pulver für Haut und Haar gibt es zum Beispiel von Luvos für ca. 13€. Hier geht's zum Produkt bei Amazon!

Tipp 4 gegen fettiges Haar: Nimm dir Zeit für eine kurze Kopfhautmassage

Sowohl häufiges Haarekämmen als auch Massagen der Kopfhaut regen die Talgdrüsen an und sorgen zunächst für schneller fettendes Haar. Aber: Wer sich zweimal täglich ca. 5 Minuten für eine Kopfhautmassage mit kreisenden Bewegungen Zeit nimmt, der kann das Problem "fettige Haare" damit auch verbessern. Bei regelmäßiger Massage kommt es nämlich zu einer Regulation der Talgdrüsen und zu einer schnellen Besserung - auf Dauer fettet die Kopfhaut also weniger.

Gut zu wissen: Richtig Haare waschen: Diese 5 Fehler macht JEDER beim Haarewaschen

Tipp 5 gegen fettiges Haar: Meide zu viel Hitze

Klar, auch bei schnell fettendem Haar will man nicht ständig aufs Styling verzichten müssen. Trotzdem solltest du versuchen, zu heiße Föhnluft und regelmäßiges Glätten oder Locken deiner Haare zu meiden. Hitze ist kontraproduktiv bei fettigem Haar, zu hohe Temperaturen regen die Produktion der Talgdrüsen an.

Wenn du deine fettigen Haare also in Griff kriegen willst, plane fürs Haarewaschen ein paar Minuten mehr ein und föhn dein Haar auf der niedrigsten Stufe langsam trocken. Noch besser: Wasche es am Abend vorher und lass es vor dem Schlafengehen an der Luft trocknen.

Hausmittel gegen fettige Haare

Schon gewusst? Auch die Ernährung hat einen Einfluss auf die Gesundheit unserer Haare. Süße Lebensmittel begünstigen tendenziell die Produktion von Talg, während eine basische Ernährung eine positiv Auswirkung auf schnell fettendes Haar hat. Unser Tipp: Diese Lebensmittel verliehen den Haaren Glanz & Fülle!

Es gibt übrigens auch Lebensmittel, die nicht nur von innen, sondern auch von außen helfen, fettiges Haar zu bekämpfen: zum Beispiel Apfelessig oder Zitrone! Diese sauren Lebensmittel gelten beide als bewährte Hausmittel gegen fettige Haare. Denn sowohl der Essig also auch die Zitrone lösen den Talg von der Kopfhaut und helfen damit, den pH-Wert wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Wie ihr Apfelessig anwenden könnt, erfahrt ihr in unserem Artikel Apfelessig für schöne Haut & Haare: 5 geniale Tipps

Tipp für fettige Haare sofort nach dem Waschen

Dein Haar fühlt sich bereits kurz nach dem Waschen beschwert und nicht richtig sauber an? Das könnte am falschen Shampoo liegen. Cremige Shampoos mit pflegenden Eigenschaften können für schnell nachfettendes Haar nämlich zu viel Pflege bedeuten.

Greif in dem Fall besser zu einem erfrischenden Shampoo, zum Beispiel mit Zitrone oder Minze, das dein Haar gründlich von überschüssigem Fett und Styling-Rückständen befreit. Auch Volumen-Shampoos sollen sich positiv auf die Talgproduktion auswirken und den Haaransatz länger fettfrei halten.

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SOS-Tipp gegen fettige Haare: Trockenshampoo für mehr Frische

Trockenshampoos sind ideal, um das Haar wieder schnell aufzufrischen. Das absorbierende Puder nimmt Talg und Verunreinigungen auf, regt aber die Kopfhaut nicht zum Nachfetten an. Sprüh einfach etwas Trockenshampoo auf den Ansatz und massier es leicht mit den Fingern ins Haar ein. Bei sehr fettigem Haar kannst du es auch kopfüber in die unteren Haarpartien geben.

Übrigens: Du hast blondes Haar, wodurch ein fettiger Ansatz dunkler wirkt, als er tatsächlich ist? Dann wähle ein Trockenshampoo speziell für blondes Haar. Es hellt das Haar zusätzlich etwas auf, wodurch es noch frischer erscheint.

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Ist zu häufiges Haarewaschen Schuld an fettigen Haaren?

Du wäschst dein Haar jeden Tag? Das könnte deine schnell fettenden Haare begünstigen. Denn nicht nur deine Haarspitzen leider unter häufigem Waschen und Stylen. Viele Haarexperten gehen auch davon aus, dass zu häufiges Haarewaschen die Überproduktion der Talgdrüsen steigert.

Im Umkehrschluss hieße das: Die Haare noch einen Tag in dem etwas "fettigen Zustand" zu belassen und sie in Zukunft nur noch alle zwei Tage zu waschen. Damit werden die Talgdrüsen langfristig "umerzogen" und passen die Talgproduktion dem neuen Waschrhythmus an.

Die schwierige "Übergangsphase" könnt ihr mit Trockenshampoo oder zum Beispiel Flecht- und Hochsteckfrisuren überbrücken: ​Bad-Hair-Day? Diese Hochsteckfrisur sieht toll aus und geht blitzschnell

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Frisuren für mittellanges Haar © Getty Images / Stefanie Giesinger
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