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Ist Haare waschen mit Seife DIE Alternative zum Shampoo? Wir verraten es euch!

von Ga-Young Park Veröffentlicht am 16. März 2016

Immer mehr Menschen sind auf der Suche nach natürlichen Alternativen zum Shampoo. Seife soll jetzt die Lösung sein für Menschen, die eine natürliche Haarwäsche bevorzugen.

Haare waschen mit Seife hat einen schlechten Ruf - zu Recht?

Schon seit Jahrtausenden wird Seife für die Körperreinigung genutzt. Doch in den letzten Jahrzehnten wurde sie von Duschcreme, Shampoo und Spülung mit künstlich erzeugten Tensiden verdrängt. Mittlerweile hat Haare waschen mit Seife sogar einen schlechten Ruf: Es soll Haut und Haare austrocknen. Betrachtet man sich die Seifen in den Drogerien und Supermärkten, mag das sogar stimmen.

​Der Grund ist der Entzug von natürlichem Glycerin, der während der Herstellung passiert. Im kommerziell gefertigten Verseifungsprozess wird der Seife das Glycerin entzogen, um eine schnellere Produktion zu ermöglichen. Das Glycerin ist aber notwendig, um Haut und Haare weicher zu machen. Die gute Nachricht: Viele Naturprodukt-Hersteller haben sich in den letzten Jahren mit der traditionellen Seifenproduktion auseinandergesetzt und einen Weg gefunden das Glycerin zu erhalten, damit die Haut nicht so sehr austrocknet.

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Haare waschen mit Seife: Wie funktioniert's?

Ihr solltet eure Haare richtig anfeuchten, bevor ihr sie mit Seife wäscht. Sind die Haare nass, könnt ihr die Seife in den feuchten Händen aufschäumen und über den Ansatz und die Längen geben. Ihr werdet schnell merken, dass sich kaum Schaum beim Einmassieren bildet - das ist normal. Massiert die Kopfhaut sanft und spült zum Schluss die Haare gründlich aus.

Haare waschen mit Seife: Das Ergebnis

Kleine Vorwarnung: Sich die Haare mit Naturseife zu waschen, ist gewöhnungsbedürftig. Durch das Verwenden von Shampoo und Conditioner werden die Haare sehr weich. Doch wäscht man sich die Haare mit Seife, fühlen sich die Haare leicht "klebrig" und trocken an. Das liegt am niedrigeren Fettgehalt der Seife, der den Haaren aber nicht schadet. Im Gegenteil: Menschen mit fettigen Haaren profitieren vom Haare waschen mit Seife. ​


​Daher unser Tipp: Lasst euch nicht davon entmutigen, dass das Haare waschen mit Seife nach den ersten Waschgängen kein überzeugendes Ergebnis liefert. Eure Haare müssen sich an die natürliche Behandlung erstmal gewöhnen. Bessert sich das Haargefühl nicht, könnt ihr Essigwasser ausprobieren. Einfach die eingeseiften Haare mit Essigwasser (alternativ Zitronenwasser) ausspülen. Das macht die Haare weicher.

Trotzdem: Besonders beim Föhnen merkt man, dass die Haare strohiger und trockener sind. Positiv aber ist, dass die Haare langsamer nachfetten. Anstatt die Haare alle zwei Tage zu waschen, reicht eine Wäsche alle drei bis vier Tage aus. Wer also längerfristig auf Tenside und Silikone verzichten möchte und nach einer Alternative sucht, um die Haare umweltschonender und ​natürlicher zu waschen, dem empfehlen wir Haare waschen mit Seife.

von Ga-Young Park