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Eheringe kaufen: DAS muss jedes Brautpaar über Trauringe wissen!

von Inga Back Veröffentlicht am 28. Oktober 2019

Die Wahl der Eheringe ist eine wirklich wichtige Entscheidung, denn sie sollen schließlich ein Leben lang halten und eure Liebe symbolisieren. Das macht die Entscheidung aber auch schwierig. Welches Material eignet sich am besten? Was kosten Trauringe? Wann sollte man sich darum kümmern? Das und mehr verraten wir euch im Artikel!

Wenn es um das Aussuchen der Eheringe geht, sollte man nichts überstürzen. Ihr trefft diese Entscheidung für den Rest eures Lebens. Also sollte der Ring erstens ziemlich viel aushalten können und zweitens euch auch in 30 Jahren noch gefallen. Informiert euch daher ausgiebig und trefft dann erst eine Entscheidung, damit ihr den Ringkauf auch nicht bereut.

Eheringe: Ihre Geschichte und ihre Bedeutung

Schon in der Antike gab es Eheringe. Damals trug jedoch nur die Frau einen Ring und der Ring war auch weniger ein Symbol der Liebe als des Besitzes. Damals waren es Eisenringe, die die Zugehörigkeit einer Frau zu einem Mann zeigen sollten.

Um 850 n. Chr. bekam der Ehering auch eine kirchliche Bedeutung. Schon damals symbolisierten Trauringe durch ihre runde Form Beständigkeit, da der Ring weder ein Ende noch einen Anfang hat. Hier wird also Unendlichkeit symbolisiert. Genau diese Unendlichkeit soll auch für die Liebe zwischen den beiden Partnern gelten. Seit dem 13. Jahrhundert gehört der Ringtausch fest zur kirchlichen Trauung und dient als Besiegelung der Eheschließung vor Gott.

Als Hochzeiten aus Liebe immer häufiger wurden, wählten Brautpaare auch immer häufiger zwei gleiche Trauringe. Sie dienen als Symbol der gegenseitigen Verbundenheit und Liebe.

Viele der Symboliken aus der Vergangenheit sind gleichgeblieben. Auch heute noch symbolisieren Eheringe durch die nicht endende Form des Kreises, den ewigen Fluss der Liebe und Beständigkeit. Aber auch den mittelalterlichen Zweck anzuzeigen, dass man verheiratet ist und zu jemandem gehört, erfüllen Ringe noch heute. Allerdings geht es uns heute nicht mehr um Besitz, sondern um gegenseitige Verbundenheit und Treue.

Die Trauringe in der Trauungszeremonie

Der Ringtausch findet bei einer kirchlichen Trauung in der Regel unmittelbar nach dem Ja-Wort statt. Oftmals findet danach auch eine Segnung der Ringe und des Brautpaares statt. Die Segnung der Ringe passiert meist noch vor dem Anstecken.

Aber auch Paare, die standesamtlich heiraten, tauschen Ringe aus. Der Tausch der Eheringe folgt dabei ebenfalls nach dem Ja-Wort und besiegelt dieses symbolisch genau wie bei einer kirchlichen Trauung.

Wann sollte man die Eheringe kaufen?

Wenn es um die Eheringe geht, sollte man lieber nicht zu lange warten. Im Normalfall lassen sich die Trauringe zwar recht schnell bestellen und werden dann auch innerhalb von ein bis zwei Wochen geliefert, was man aber nicht vergessen darf: Es kann auch etwas schiefgehen. Der Juwelier kann gerade keine Kapazitäten haben. Die Ringe können das falsche Design, die falsche Größe oder sogar das falsche Material haben und dann muss im Zweifel noch einmal neu bestellt werden. Wenn die Trauung jetzt nur noch wenige Tage entfernt ist, könnte es passieren, dass ihr eure Wunschringe nicht mehr rechtzeitig bekommt. Zumindest wird es aber nervenaufreibend.

Außerdem gelten die ein bis zwei Wochen Lieferzeit oft nicht, wenn ihr besondere Wünsche habt und euch spezielle und ausgefallene Ringe wünscht. Dann kann es auch etwas länger dauern. Bestellt eure Trauringe also lieber zwei Monate im Voraus, um auf der sicheren Seite zu sein. Wenn ihr einen Lieblingsjuwelier habt, zum Beispiel denjenigen, bei dem auch schon der Verlobungsring gekauft wurde, könnt ihr jedoch auch einige Monate zuvor anrufen und dort genau nachfragen, wie viel Vorlaufzeit sie brauchen.

Was kosten Eheringe?

Wenn es um Eheringe geht, sind die Kosten so unterschiedlich wie die Geschmäcker. Das bedeutet: Je hochwertiger die Materialien und je extravaganter die Wünsche, desto teurer werden die Ringe. Die Preisspanne für Eheringe liegt in der Regel zwischen 200 und 2.000 Euro.

Einfache Ringe aus Edelstahl oder Silber bekommt man schon für unter 200 Euro, und dabei ist ein Brilliant auf dem Damenring bereits inbegriffen. Allerdings sollte man dabei beachten, dass Silber ein sehr weiches Material ist und der Ring somit ziemlich schnell zerkratzt sein wird – schließlich ist er auch jeden Tag im Einsatz. Soll der Ring genau wie die Ehe ein Leben lang halten, sollte man also lieber zu hochwertigeren Materialien greifen wie Gold, Palladium, Stahl oder Platin.

Wünscht man sich einen Stein auf dem Ring, kann dies die Kosten ebenfalls in die Höhe treiben. Das muss es aber nicht. Synthetisch hergestellte Steine sind günstiger als Diamanten und auch bei echten Edelsteinen gibt es preisliche Unterschiede je nach Größe und Reinheit.

Welches Material ist das beste für Eheringe?

Da die Trauringe ebenfalls ein Leben lang halten sollten, gibt es bei dem Material für Eheringe einiges zu beachten. Es sollte in jedem Fall robust sein. Eheringe werden jeden Tag getragen und viele Leute legen sie auch dann nicht ab, wenn sie duschen, putzen, spülen, oder andere alltägliche Aufgaben erledigen, die sowohl Steine als auch Metalle angreifen können.

Besonders bewährt hat sich Platin für Trauringe. Es ist extrem widerstandsfähig, verliert seine weiße Farbe nicht und färbt auch nicht ab. Zudem ist Platin ein sehr reines Material und ist daher absolut hautfreundlich und auch für Allergiker geeignet. Platin ist allerdings auch sehr kostbar und hat daher auch einen stolzen Preis.

Den Klassiker unter den Eheringen stellt Gelbgold. Da Gold in seiner Ursprungsform sehr weich ist, wird es mit härteren Metallen gemischt. Gelbgold ergibt sich aus einer Verschmelzung aus Gold, Silber und Kupfer. Aus den unterschiedlichen Verschmelzungen ergeben sich die gängigen Goldlegierungen 333, 375, 585, 750, 990 und 999. Die Legierung 333 gibt zum Beispiel an, dass der Ring zu einem Drittel aus Gold besteht. Je höher die Legierung, desto höher also der Goldanteil. Letztlich ist es eine Frage des Budgets, für welche Legierung man sich entscheidet, denn ein höherer Goldanteil treibt auch die Kosten in die Höhe.

Achtung: Man könnte meinen, je höher der Goldanteil ist, desto weicher und damit auch anfälliger für Kratzer ist der Ring. Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Wählt man zum Beispiel eine 333-Goldlegierung hat man den Nachteil, dass der Ring nicht so langlebig ist. Weniger Goldanteil bedeutet nämlich auch, dass der Ring seine Farbe verliert, anläuft oder sogar brüchig wird.

Bei einem höheren Goldanteil passiert dies nicht so schnell und man kann den Ring auch häufiger polieren. Denn bei jedem Polieren kommt es zu Materialschwund, bei einem höheren Goldanteil fällt dieser jedoch weniger ins Gewicht, sodass man auch nach vielen Jahren noch mehr vom Ring hat. Zudem hängt es auch von der Verarbeitung ab, wie robust ein Ring wirklich ist.

Rotgold oder Roségold erhalten ihre Farbe durch die Beimischung von Kupfer. Dadurch können auch Eheringe aus durchaus wertvollen Rotgold oder Roségold die Haut verfärben. Weißgold erhält seine Farbe durch eine Rhodium-Beschichtung, die sich irgendwann abnutzt. Das Material wird dann grau und muss neu beschichtet werden. Je nachdem wie oft man dies in seinem Leben tun muss, kann es also günstiger sein, zu Beginn etwas mehr zu investieren und direkt einen Platinring zu kaufen, der seine Farbe über die Jahre behält.

Palladium erfreut sich wachsender Beliebtheit für Eheringe. Es kommt aus der Platinfamilie, ist also optisch ähnlich, kommt aber in der Natur häufiger vor und ist somit günstiger als Platin. Palladium kann ebenfalls nicht anlaufen und behält seine Farbe lange. Es ist robust und pflegeleicht und dazu leichter als Platin. Palladium kann allerdings Allergien auslösen. Besonders Menschen mit empfindlicher Haut oder einer Nickelallergie, sollten bei Palladium aufpassen. Das Metall wird nämlich meist in Verbindung mit Nickel oder Kupfer abgebaut.

Auch Titan kann für Eheringe verwendet werden. Es ist härter als Stahl und somit sehr robust, während es trotzdem leicht ist. Damit ist Titan bei Menschen beliebt, die ihren Ring nicht am Finger spüren möchten. Titan enthält außerdem kein Nickel und ist dadurch Allergiker-freundlich. Zudem ist Titan preiswert. Die massive Optik und graue Farbe gefallen jedoch nicht jedem. Außerdem ist Titan durch seine Härte nur schwer veränderbar. Wenn der Ring in 20 Jahren also zu klein geworden sein sollte, kann man ihn nicht so einfach vergrößern lassen wie zum Beispiel Platin oder Gold.

Edelstahl wird ebenfalls häufig für Eheringe verwendet, weil es sehr widerstandsfähig und günstig ist. Edelstahl läuft außerdem nicht an, hat aber denselben Nachteil wie Titan: Das Metall ist so hart, dass es nicht ohne weiteres vergrößert und verkleinert werden kann. Die Änderung ist aufwendig und viele Juweliere lehnen diese von vorneherein ab. Dasselbe gilt für Trauringe aus Carbon.

Weitere Materialien, die nicht optimal für Trauringe sind, sind Kuper oder Messing. Sie oxidieren und verfärben dabei die Haut grün oder schwarz. Auch reines Silber ist nicht optimal. Es ist sehr weich und zerkratzt daher schnell.

Trägt man Eheringe rechts oder links?

Werden Eheringe rechts oder links getragen? Diese Frage kommt häufig auf, wenn es ums Heiraten geht. Das Problem: Es gibt auf die Frage, an welcher Hand der Ehering getragen wird, keine immer geltende Antwort, weil dies je nach Land unterschiedlich gehandhabt wird.

In Deutschland trägt man den Ehering am Ringfinger der rechten Hand. In vielen weiteren östlichen Ländern wird dies ebenfalls so gehandhabt, wie zum Beispiel in Russland, Polen, Bulgarien, Litauen, Estland und der Ukraine.

In vielen westlichen Nationen ist es jedoch üblich, den Ehering am Ringfinger der linken Hand zu tragen. Die Römer haben das übrigens auch getan und gleich eine Begründung für dieses Verhalten mitgeliefert: Sie glaubten, dass die Blutbahnen im linken Finger direkt zum Herzen führen. Dies sollte also das Symbol der Liebe verstärken. In Italien, Spanien, Frankreich und auch den USA wird der Ehering auch heute noch links getragen.

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Gravur Ideen für Trauringe

Heutzutage lassen viele Menschen ihre Eheringe gravieren. Meistens wird das Hochzeitsdatum graviert. Manchmal werden aber auch die Namen des Brautpaares graviert. Der Fantasie sind aber natürlich keine Grenzen gesetzt: Auch Kosenamen, Symbole, Fingerabdrücke und Unterschriften lassen sich eingravieren.

Immer beliebter werden auch kurze Sprüche. Wie viel man auf einen Ring gravieren kann, hängt allerdings von der Ringbreite ab. 15 Zeichen inkl. Leerzeichen sind meistens kein Problem. Je nach Gravurart sind aber auch 45-60 Zeichen möglich. Ab einer bestimmten Ringbreite sind sogar zwei Zeilen a 45-60 Zeichen möglich.

Gravur-Sprüche für Trauringe:

Es gibt einige allgemeine Formulierungen, die besonders kurz und bei Eheringen besonders beliebt sind. Dazu gehören:

  • Ein Leben lang
  • Für immer & ewig
  • Bis dass der Tod uns scheidet
  • Ewig dein
  • Liebe besiegt alles
  • Jetzt & für immer
  • truly, madly, deeply
  • unbreakable
  • Je t‘aime

Auch Formulierungen auf Latein erfreuen sich erstaunlich großer Beliebtheit:

  • In omne tempus (Auf immer, auf ewig)
  • Tempus fugit – amor manet (Die Zeit vergeht – die Liebe bleibt)
  • In perpetuum (Für immer)
  • Amor vincit omnia (Liebe besiegt alles)
  • Semper amemus (Wir lieben uns für immer)
  • Ab imo pectore (Von ganzem Herzen)
  • Deus Nos Iunxit (Gott hat uns verbunden)

Doch auch Gravur-Sprüche aus der Bibel sind für Trauringe sehr gefragt:

  • Die Liebe erträgt alles (1. Kor 13,7)
  • Die Liebe hört niemals auf (1 Korinther 13,8)
  • Glaube, Hoffnung und Liebe. Diese drei bleiben, aber am größten ist die Liebe (1. Kor 13,13)
  • Du stellst meine Füße auf weiten Raum (Psalm 31, 9)
  • Bei allem, was ihr tut, lasst euch von der Liebe leiten (1. Kor 16,14)
  • Lasst uns einander lieb haben, denn die Liebe ist von Gott (1. Johannes 4, 7a)
  • Es begegnen einander Huld und Treue; Gerechtigkeit und Friede küssen sich (Psalm 85, 11)
  • Mit dir den Weg des Lebens gehen: Vor uns liegt unendliche Freude (Psalm 16, 11)
  • Lasst uns nicht lieben mit Worten, sondern mit der Tat und der Wahrheit (Johannes 3, 18)

Auch Zitate können das richtige Gefühl des Brautpaares ausdrücken und eine wunderschöne Botschaft sein, die man im Ehering trägt:

  • Ewig dein, ewig mein, ewig uns. (Ludwig van Beethoven)
  • Du brauchst nur zu lieben und alles ist Freude. (Leo Tolstoi)
  • Lieben heißt: Das Glück des anderen suchen. (Johannes Bosco)
  • Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand. (Blaise Pascal)
  • Es gibt nur ein Glück im Leben – lieben und geliebt zu werden. (George Sand)
  • Echte Liebesgeschichten gehen nie zu Ende. (Marie von Ebner-Eschenbach)
  • Liebe sieht nicht mit den Augen, sondern mit dem Herzen. (William Shakespeare)
  • Der Wunder größtes ist die Liebe. (August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)
  • Die Liebe ist mächtiger als das Schicksal. (Giovanni Boccaccio)

Eheringe, die nicht jeder hat

Wer sich einen Ehering wünscht, den nicht jeder hat, muss noch nicht zwingend tief in die Tasche greifen. Eheringe aus Carbon sind zum Beispiel relativ preiswert, aber definitiv besonders und ultraleicht. Sie beeindrucken vor allem durch ihre dunkle Optik. Die Oberfläche ist meist strukturiert, schwarz und matt.

Man kann ein besonderes Design jedoch auch durch die Schmiedetechnik erreichen. Mokume-Gane- Eheringe sind noch recht unbekannt. Durch eine besondere Schmiedetechnik erhält das Metall eine Optik, die einer Holzmaserung ähnelt. Diese Ringe hat definitiv nicht jeder.

Auch durch die Steinbesetzung kann ein ungewöhnlicher Look erzielt werden. Es muss nicht immer ein Diamant sein oder ein Stein in Diamant-Optik. Rubine, Smaragde, Saphire – bunte Edelsteine können genau das sein, was euren Ehering ganz besonders macht. Dies kann allerdings recht kostspielig werden.

Einige Juweliere bieten auch an, dass das Brautpaar die Struktur des Metalls selbst gestalten kann. Die Außenseite wird dabei nach den Wünschen des Brautpaares graviert. Fingerabdrücke, Unterschriften, Sprüche, Symbole, aber auch ausgefalle Muster – eurer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Eheringe selber schmieden: Warum nicht?

Die meisten Paare gehen zum Juwelier und wählen sich Trauringe aus, die ihnen gefallen. Man kann das Ganze aber auch noch individueller gestalten und den Ehering für den Partner selbst schmieden. Auf diese Weise wird der Ehering zu einem ganz besonderen Schmuckstück. Das gemeinsame Erleben, dass etwas, das Liebe und Treue symbolisieren soll, durch den Einsatz der eigenen Hände Gestalt annimmt, ist einfach einmalig.

Viele Juweliere bieten es Paaren inzwischen an, die Eheringe in der Goldschmiedewerkstatt selbst zu schmieden. Inklusive ist dabei natürlich eine kleine persönliche Einführung in das Handwerk, damit der Ehering später nicht nur den emotionalen, sondern auch den ästhetischen Ansprüchen genügt.

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