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Notgroschen: So viel sollten Rentner zurücklegen

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Notgroschen für Rentner*innen: So viel sollte man gespart haben

Um immer auf der sicheren Seite zu sein, sollten auch Rentner einen Notgroschen auf der hohen Kante haben. Aber wie viel ist angemessen?

Altersarmut ist für viele Rentner*innen in Deutschland traurige Realität. Oft reicht die gesetzliche Altersrente nicht aus, um davon im Alter leben zu können und das, obwohl viele ihr Leben lang gearbeitet haben.

Einige Rentner*innen verdienen sich neben ihren Bezügen im Rahmen eines 538-Euro-Jobs noch etwas dazu. Andere können von ihrer Rente leben oder haben Ersparnisse, auf die sie zurückgreifen können.

Dennoch ist es auch für Rentner*innen wichtig, dass sie finanzielle Rücklagen haben. Doch wie hoch sollte ein Notgroschen sein?

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Während der Rente: So hoch sollte der Notgroschen sein

Die Höhe des Notgroschens hängt von der individuellen Lebenssituation ab. Einen generell gültigen Betrag gibt es nicht. Lebst du zur Miete, ist es erst einmal wichtig, dass der Notgroschen hoch genug ist, um die Miete im Notfall zahlen zu können.

Lebst du in einem eigenen Haus oder einer Wohnung, fällt zwar die Miete weg, dennoch kann es immer zu unvorhergesehenen Ausgaben kommen, wenn zum Beispiel etwas im Haus kaputtgeht und du es reparieren lassen musst. Natürlich können auch kleinere Ausgaben anfallen, wenn zum Beispiel die Waschmaschine den Geist aufgibt oder der Kühlschrank ausgetauscht werden muss.

Der Notgroschen sollte zwei bis drei Monate überbrücken können

Generell gilt: Der Notgroschen sollte so hoch ausfallen, dass du mit der Rente für zwei bis drei Monate genügend Geld hast, um deine notwendigen Kosten für Miete oder Lebensmittel decken zu können.

Wenn du also einem Minijob nachgehst, sind drei Monatsgehälter ein guter Anhaltspunkt. Vorausgesetzt, du kannst die notwendigen Kosten mit deiner gesetzlichen Altersrente abdecken. Die monatliche Zahlung der Rentenkasse steht dir nämlich nicht nur zu, du kannst dich auch darauf verlassen.

Wichtig ist, sich Gedanken darüber zu machen, wie hoch die monatlichen Ausgaben sind und welche Kosten unter Umständen auf einen zukommen könnten. Das gibt einem einen guten Überblick darüber, wie viel Geld man im Notfall benötigt. Wenn du mit der Altersrente nicht hinkommst, solltest du mehr als drei Monatsgehälter ansparen, um auf der sicheren Seite zu sein.

In bar oder auf dem Konto: Wo spare ich den Notgroschen an?

Beim Notgroschen handelt es sich um Geld, das schnell verfügbar sein muss und nicht etwa fest angelegt sein sollte. Daher solltest du den Notgroschen am besten auf einem Tagesgeldkonto ansparen.

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Während das Girokonto für alltägliche Ausgaben genutzt wird, eignet sich das Tagesgeldkonto optimal für finanziellen Rücklagen. Außerdem gibt es bei vielen Banken seit den Leitzinserhöhungen der EZB wieder Zinsen für Geld auf Tagesgeldkonten.

Es schadet dennoch nicht, ein wenig Bargeld zu Hause zu haben. Mehr als 500 Euro pro Haushalt scheint jedoch kaum notwendig zu sein. Denn sollte man doch mal mehr Bargeld benötigen, ist ein Geldautomat in aller Regel nicht weit. Außerdem ist eine große Menge Bargeld im eigenen Zuhause mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko verbunden, insbesondere im Hinblick auf Einbrecher.