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Top 10: Das sind die bestbezahlten Berufe für Frauen

von Christina Cascino Erstellt am 22.02.22 um 16:00

An der Lohnlücke zwischen Männern und Frauen hat sich bisher wenig geändert. Nun wollte das Statistikportal statista wissen: In welchen Berufen verdienen Frauen das meiste Geld?

Inhalt
  1. · Platz 10: Marktforscherin
  2. · Platz 9: PR-Beraterin
  3. · Platz 8: Einkäuferin
  4. · Platz 7: Personalreferentin
  5. · Platz 6: Immobilienmaklerin
  6. · Platz 5: Pharmareferentin
  7. · Platz 4: Anlageberaterin
  8. · Platz 3: Unternehmensberaterin
  9. · Platz 2: Headhunterin
  10. · Platz 1: Fondsmanagerin

Auch 2022 ist die Gender Pay Gap noch immer ein großes Thema – und das sehr berechtigt. Doch es mehren sich allmählich auch die Maßnahmen, um geschlechterspezifische Entgeltungleichheiten abzubauen. So soll die Lohnlücke in den kommenden acht! Jahren um zehn Prozent verkleinert werden und schließlich ganz verschwinden. Ob das auch wirklich so passieren wird und alle arbeitstätigen Menschen, ganz gleich, ob männlich, weiblich oder divers bei gleicher Leistung und Qualifikation auch das Gleiche verdienen, ist jedoch fraglich.

Das Statistikportal statista wollte wissen, welche Berufe hinsichtlich Gehalt für Frauen am lukrativsten sind und die Top 10 der bestbezahlten Jobs in Deutschland ermittelt. Hier das Ranking nach Bruttogehältern.

Platz 10: Marktforscherin

Bruttojahresgehalt: 70.000 – 80.000 Euro

Als Marktforscherin kann man mit einem Bruttojahresgehalt zwischen 70.000 Euro und 80.000 Euro rechnen.

Marktforscherinnen führen, meist im Auftrag von Unternehmen oder auch der Politik, Markt-, Konsumenten- und Wettbewerbsanalysen durch. Sie beschäftigen sich, zum Beispiel durch Befragungen oder Feedbackberichte, mit dem Konsumverhalten und den Bedürfnissen anderer Menschen und leiten daraus Handlungsempfehlungen ab.

Marktforscherinnen werden oftmals von Unternehmen beauftragt, die ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung einführen und mehr über das Zielpublikum in Erfahrung bringen wollen.

Um Marktforscherin zu werden, wird ein Studiengang mit dem Schwerpunkt Marktforschung empfohlen. Anbieten würden sich zum Beispiel die Studiengänge Markt- und Kommunikationsforschung, Wirtschaftspsychologie, Marketing, Wirtschaftswissenschaften oder Sozialwissenschaften.

Auch lesen: Laut Studie: Mehrheit der jungen Frauen fürchtet Altersarmut

Platz 9: PR-Beraterin

Bruttojahresgehalt: 60.000 – 90.000 Euro

PR-Beraterinnen arbeiten in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und kümmern sich um die interne und externe Kommunikation sowie die Wahrnehmung und das Image von Unternehmen, Organisationen, Behörden oder auch einzelnen Personen. Sie pflegen zudem Pressekontakte, steuern Veröffentlichungen und Pressemitteilungen und entwickeln Kommunikationsstrategien.

Public Relations-Beraterinnen haben meist Marketing, Kommunikationswissenschaften, Medienmanagement oder Sozialwissenschaften studiert. Je nach Branche bekommen Frauen in der PR ein Gehalt von bis zu 90.000 ‎€ im Jahr.

Platz 8: Einkäuferin

Bruttojahresgehalt: 70.000 – 90.000 Euro

Auch Einkäuferinnen dürfen sich über ein ordentliches Bruttojahresgehalt von 70.000 bis 90.000 Euro freuen. Einkäuferinnen sind in Unternehmen für die strategische Beschaffung von Waren und Dienstleistungen zuständig. Sie ermitteln den Bedarf, vergleichen Angebote und verhandeln mit Lieferanten.

Um als Einkäuferin tätig zu sein, ist ein Studium keine Grundvoraussetzung, in manchen Fällen reicht auch eine kaufmännische Ausbildung im Groß- und Außenhandel. Viele, die in dem Bereich arbeiten, können aber dennoch meist ein Studium in Wirtschaftswissenschaften oder Wirtschaftsingenieurwesen vorweisen.

Platz 7: Personalreferentin

Bruttojahresgehalt: 70.000 – 90.000 Euro

Zu den typischen Aufgaben von Personalreferentinnen gehören die Auswahl und Einstellung neuer Mitarbeiter*innen, die Betreuung des vorhandenen Personals, sie kümmern sich um Lohnabrechnungen, Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Arbeitsverträge sowie Arbeitszeugnisse und stehen Führungskräften beratend zur Seite.

Um als Personalreferentin zu arbeiten, wird in der Regel eine Ausbildung zur Personaldienstleistungskauffrau oder aber ein Studium mit dem Schwerpunkt Personalmanagement absolviert.

Platz 6: Immobilienmaklerin

Bruttojahresgehalt: 70.000 – 90.000 Euro

Zu den zehn bestbezahlten Berufen für Frauen zählt auch der Beruf der Immobilienmaklerin. Wer die Netflix-Serie "Selling Sunset" gesehen hat, hat in etwa eine Vorstellung davon, was eine Immobilienmaklerin macht: Sie verkauft oder vermietet Häuser und Wohnungen im Auftrag des Eigentümers und fungiert somit als Vermittlerin zwischen Verkäufer*in und Käufer*in.

Immobilienmaklerinnen arbeiten entweder selbstständig oder sind in einem Maklerbüro angestellt. Eine klassische Ausbildung oder ein Studium gibt es nicht. Wer in dem Bereich tätig werden möchte, braucht lediglich eine Lizenz. Alternativ bietet sich aber eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau oder Studiengänge wie Immobilienwirtschaft und Immobilienmanagement an.

Platz 5: Pharmareferentin

Bruttojahresgehalt: 80.000 – 90.000 Euro

Pharmareferentinnen sind als Vertreter von Arzneimitteln tätig. Sie informieren und beraten Ärzt*innen in Kliniken und Arztpraxen sowie Apotheker*innen über die aktuellsten Produkte aus dem Bereich der Pharmaindustrie und klären über die Anwendung, die Risiken und die Zusammensetzung eines Medikamentes auf.

Wer als Pharmareferentin tätig werden möchte, muss zunächst ein medizinisches oder naturwissenschaftliches Studium, beispielsweise Medizin, Pharmazie, Biologie oder Biochemie, absolvieren und sich anschließend zur staatlich anerkannten Pharmareferentin ausbilden lassen.

Lesetipp: Gehaltsvorstellung formulieren: So kriegst du, was du wert bist

Platz 4: Anlageberaterin

Bruttojahresgehalt: 80.000 – 110.000 Euro

Wer als Anlageberaterin arbeitet, kann mit einem Gehalt von bis zu 110.000 Euro im Jahr rechnen. Anlageberaterinnen unterstützen Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen bei finanziellen Investitionen und Anlagemöglichkeiten. Sie sind entweder selbstständig tätig oder arbeiten bei Banken, Fondsgesellschaften oder Investmentunternehmen.

Meist haben Anlageberaterinnen eine Ausbildung zur Bankkauffrau oder ein Studium in BWL oder Finance absolviert.

Platz 3: Unternehmensberaterin

Bruttojahresgehalt: 110.000 – 180.000 Euro

Auch Unternehmensberaterinnen könne gehaltstechnisch nicht klagen. Sie stehen Unternehmen meist als externe Dienstleister mit Rat und Tat zur Seite, beraten sie in Personalfragen oder strukturellen und technischen Neuerungen, entwickeln individuelle Geschäftsstrategien, planen die Markt- und Kundenausrichtung des Unternehmens und vieles mehr.

Um als Unternehmensberaterin zu arbeiten, wird ein wirtschaftswissenschaftliches Studium, etwa BWL, VWL, International Management oder Wirtschaftsrecht empfohlen.

Platz 2: Headhunterin

Bruttojahresgehalt: 130.000 – 180.000 Euro

Auf Platz 2 der am besten bezahlten Berufe für Frauen ist der Beruf der Headhunterin. Headhunterinnen suchen im Auftrag eines Unternehmens nach geeigneten Kandidaten für einen ganz bestimmten Job.

Um als Headhunterin zu arbeiten, benötigt es keine spezielle Aus- oder Weiterbildung, sondern nur Kenntnisse aus der jeweiligen Branche oder dem Personalmanagement.

Platz 1: Fondsmanagerin

Bruttojahresgehalt: 150.000 – 300.000 Euro

Der Beruf der Fondsmanagerin ist mit einem Spitzenverdienst von bis zu 300.000 Euro der bestbezahlte Job für Frauen. Fondsmanagerinnen sind Expertinnen in Sachen Geldanlagen. Sie legen das Geld ihrer Kund*innen möglichst gewinnbringend in Wertpapieren an und müssen dabei permanent den Markt im Auge behalten, aber auch gesellschaftliche und politische Ereignisse berücksichtigen. Da hier mit viel Geld gehandelt wird, ist der Druck in diesem Beruf oftmals sehr hoch.

Fondsmanagerinnen sollten ein Studium im Bereich der Wirtschafts- oder Finanzwirtschaft absolviert haben. Zudem benötigt es jahrelange Berufserfahrungen und ausgezeichnete Börsen-Kenntnisse.

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Hinweis: Bei den hier genannten Bruttojahresgehältern handelt es sich um Durchschnittsgehälter. Das bedeutet, dass nicht jede Frau in einem der aufgelisteten Berufe auch wirklich so viel verdient. Je nach Branche kann das Gehalt durchaus niedriger, aber auch höher ausfallen.