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Unerfüllter Kinderwunsch: So wirkt er sich auf die Beziehung aus!

Anne Walkowiak
von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 21. Juli 2018
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Für viele Paare ist die Krönung ihrer Beziehung ein gemeinsames Kind. Doch was ist, wenn der Wunsch nach einem Baby nicht erfüllbar ist? Wenn es weder auf natürlichem Weg, noch durch künstliche Befruchtung klappt? Kann die Beziehung diese Belastung überstehen?

Die bewusste Entscheidung für ein Kind, ist für ein Paar ein großer Schritt. Denn mit einem gemeinsamen Kind entscheiden sich beide Partner, für den Rest ihres Lebens verbunden sein zu wollen. Es soll die Krönung ihrer Liebe sein und ist für viele mit ihrer Liebe zueinander und viel Romantik verbunden.

Doch die Euphorie über den geplant neuen Lebensabschnitt geht schnell verloren, wenn sich nach sechs, sieben oder acht Monaten keine Schwangerschaft einstellt. Ernüchterung hält Einzug und die Angst, dass es auf natürlichem Weg nicht klappt. Schnell dreht sich die Beziehung nur noch um den Kinderwunsch und von der Romantik ist wenig übrig. Der Sex wird routinierter und die Leidenschaft und der Spaß bleiben außen vor.

​Unerfüllter Kinderwunsch: wenn es einfach nicht klappt

Wenn es auf natürlichem Weg einfach nicht klappt und der Kinderwunsch unerfüllt bleibt, beginnt die Ursachenforschung. Liegt es an ihr oder an ihm? Für die Beziehung beginnt hier eine schwierige Zeit. Zum einen ist sich das Paar einig, ein Kind haben zu wollen. Auf der anderen Seite liegt die Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch oft nur an einem der beiden.

Viele Paare mit einem großen Kinderwunsch entscheiden sich dazu, es mithilfe künstlicher Befruchtung zu versuchen. Aber auch das ist kein Garant für eine erfolgreiche Schwangerschaft. Der Druck, den sich das Paar macht, aber auch der Druck von außen wächst mit jedem negativen Schwangerschaftstest. Es ist eine emotionale Achterbahnfahrt für das Paar.

Und egal ob bewusst oder unbewusst, irgendwann entstehen auf beiden Seiten der Partnerschaft Schuldzuweisungen und Schuldgefühle. Der Gedanke an ein gemeinsames Kind dominiert die Beziehung. Die Partnerschaft, die Liebe, all das, was das Paar einst zusammengeführt hat, rückt wegen des unerfüllten Kinderwunsches in den Hintergrund. Und je länger dieser unerfüllt bleibt, desto eher stellt man seine Beziehung in Frage.

Unerfüllter Kinderwunsch: Wie schützt man seine Beziehung?

Wichtig für ein Paar mit unerfülltem Kinderwunsch ist, dass beide zu jeder Phase miteinander sprechen, Gefühle, Sorgen und Ängste teilen. Beide sollten sich immer wieder bewusst machen, dass sie beide versuchen, ein Kind zu bekommen. Gemeinsam. Als Team. Für beide ist es enttäuschend, wenn es nicht klappt und beide hoffen bei jedem Versuch aufs Neue.

Die Zweisamkeit ist ebenfalls wichtig für ein Paar mit unerfülltem Kinderwunsch. Die Partner sollten sich selbst und den Partner nicht aus den Augen verlieren. Füreinander da sein, Zärtlichkeiten austauschen, sich zum Lachen bringen und gemeinsam Dinge erleben, die absolut nichts mit dem Kinderwunsch zu tun haben.

Beide hat schon vor dem Kinderwunsch etwas verbunden

Abschalten und sich frei machen von dem Druck ein Kind haben zu wollen ist schwierig für Mann und Frau, aber wichtig, um sich nicht darin zu verlieren. Denn beide hat schon vor dem Kinderwunsch etwas verbunden. Es kann helfen, sich das immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Beide haben zueinander gefunden, weil sie sich lieben. Sie waren bisher zusammen, weil sie miteinander glücklich waren. Und das miteinander glücklich sein, wissen, was man an dem anderen hat, kann auch bestehen, wenn der Kinderwunsch (erst einmal) unerfüllt bleibt.

Zum Glücklichsein gehört aber auch, dass man seine Grenzen und die des Partners kennt und respektiert. Denn wenn der Kinderwunsch über viele Jahr unerfüllt bleibt, egal mit welcher Methode man es versucht hat, dann gibt es irgendwann einen Punkt, an dem will man das vielleicht nicht mehr. Auch darüber muss man sprechen. Und vielleicht auch über Alternativen zum selber Kinderkriegen, beispielsweise über eine Adoption.

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