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Perfekt für Suppen und als Würze: So einfach könnt ihr Gemüsebrühe selber machen!

von Julia Windhövel Veröffentlicht am 16. Mai 2016
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Gemüsebrühe selber zu machen ist gar kein Problem!

Ihr fragt euch, warum ihr Gemüsebrühe selber machen sollt, wo es doch viel leichter ist, das Pulver aus dem Glas oder den Brühewürfel zu nehmen? Ganz einfach: Erstens ist der Geschmack zwischen frisch zubereitet und Fertigprodukt nicht zu vergleichen und zweitens greift ihr beim Glas nicht nur zur schnellen Variante, sondern leider auch zu jeder Menge Zusatzstoffen wie z.B. Geschmacksverstärkern und künstlichen Aromen, die man eigentlich gar nicht braucht.

Ihr seht: Es gibt jede Menge gute Gründe, eure Gemüsebrühe selber zu machen und auf das Fertigprodukt zu verzichten. Wusstet ihr übrigens, dass man trockene Gemüsebrühe auch selber machen, sprich ein Pulver herstellen kann, das ähnlich lange hält, wie das Fertigprodukt aus dem Supermarkt? Wie das funktioniert und wie ihr ganz leicht eine Brühe als tolle Grundlage für super viele Gerichte nachkochen könnt, verraten wir euch hier.​

Gemüsebrühe selber machen: das Rezept

Wenn ihr eine Gemüsebrühe selber kochen wollt, braucht ihr (für 1,5 Liter):

  • 1 Bund Suppengrün (Karotten, Sellerie, Porree, Petersilie)
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Bund frische Kräuter, z.B. Rosmarin oder Thymian
  • 2 l Wasser
  • großer Suppentopf
  • feines Sieb


Und so geht's:
1. Schält die Karotten und den Sellerie und schneidet beides in grobe Stücke.

2. Wascht die Petersilie und den Porree, entfernt vom Porree die äußeren Blätter und den unteren Wurzelteil. Die Petersilie hackt ihr grob, den Porree halbiert ihr längs.

3. Halbiert die Zwiebel (ihr kocht sie mit der Schale, denn das gibt der Brühe hinterher die schöne Farbe!) und drückt den Knoblauch etwas platt, dann gebt ihr das ganze Gemüse in den Suppentopf und legt die Kräuter dazu.

4. ​Gießt das Gemüse mit 2 Litern Wasser auf und bringt alles zum Kochen. Auf mittlerer Flamme eine Stunde weiterköcheln lassen.

5. Nehmt die Suppe vom Herd und gießt sie durch ein feines Sieb. Mit Salz abschmecken.

6. Wenn ihr die Brühe nicht direkt verwendet, kocht ihr sie erneut auf und füllt sie heiß in ausgespülte Schraubgläser - im Kühlschrank hält sie sich ca. 3 Wochen frisch. ​Ihr könnt sie natürlich auch einfrieren.

Tipp: Wenn ihr die Brühe lieber kräftiger mögt, kocht das Gemüse einfach entsprechend länger aus. Ihr könnt übrigens auch Gemüsereste verwenden, um eine Gemüsebrühe selber zu machen, zum Beispiel Karottenschalen (aber bitte vorher sehr gründlich abwaschen bzw. direkt Bio-Gemüse verwenden!).

Gemüsebrühe selber machen: trocken zum Aufgießen bzw. Würzen

Wenn ihr lieber mit trockener Gemüsebrühe arbeitet bzw. das "Pulver" auch gern mal zum Würzen benutzt, dann probiert doch mal dieses Rezept hier aus. Das Ergebnis ist zwar nicht so "trocken", wie man es aus dem Supermarkt kennt, sondern eher breiartig - es schmeckt aber umso besser und hält sich auch sehr lange.

Für 2 Schraubgläser braucht ihr:

  • 2 Stangen Porree
  • 1 Knollensellerie
  • 2 Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Karotte
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 1 Bund Liebstöckel (Maggi-Kraut)
  • 1 Bund frische Kräuter (z.B. Rosmarin oder Thymian)
  • 100 g Salz
  • Pürierstab


Und so geht's:
1. Den Porree gründlich waschen und in Scheiben schneiden. Die Karotten und den Sellerie schälen und in sehr kleine Stückchen schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Kräuter ebenfalls fein hacken.

2. Wiegt jetzt euer klein geschnittenes Gemüse und fügt pro 100 Gramm Gemüse 12 Gramm Salz hinzu. Alles gut miteinander vermischen und ca. 20 Minuten stehen lassen, damit die Mischung Wasser zieht.

3. Verarbeitet dann mit Hilfe eines Pürierstabs das Gemüse zu einer breiartigen Masse. Nicht wundern: Die Masse schmeckt sehr salzig, aber das muss so sein, denn das Salz konserviert!

4. Füllt die Masse in ausgekochte Schraubgläser, in denen sie sich locker ein Jahr frisch hält. Einmal angebrochen, bleibt die Masse auch noch mindestens drei Monate frisch.

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