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Liebe & Psychologie

Wieso, weshalb, warum? Über Fremdgehen, Beichten und Wiederholungstäter

von Fiona Rohde Veröffentlicht am 2. April 2015

Langeweile im Bett oder die Routine, die Einzug in die Beziehung gehalten hat - es gibt viele Gründe fremdzugehen. Wer warum und mit welchen Folgen fremdgeht und warum es so viele Wiederholungstäter gibt: 7 Fakten rund um den Seitensprung.

Wer?

Traurig aber wahr: Laut einer Umfrage der Zeitschrift Glamour sind 39 Prozent der Frauen und 51 Prozent der Männer schon einmal fremdgegangen. Eine andere Umfrage von eDarling.de kommt auf 25 Prozent der Männer und 31 Prozent der Frauen. Wie auch immer die realen Zahlen aussehen: Es ist eine erschreckend hohe Anzahl. Und: Alter schützt vor Torheit nicht: Laut einer Studie der Universität New Hampshire sind es vor allem Frauen um die 45 und Männer um die 55, die sich in einer Affäre stürzen.

Warum?

Jeder dritte Mann und jede dritte Frau gehen fremd, weil es ihnen in ihrer Beziehung an Aufregung und frischem Wind fehlt. Die Hälfte möchte neue sexuelle Erfahrungen machen - und zwar unabhängig davon, ob es zuhause gut oder eher mäßig im Bett läuft. Laut einer Umfrage von Elitepartner.de sagen jedoch 46 Prozent der Männer und jede dritte Frau, es sei eben "einfach so passiert", ohne einen genauen Grund nennen zu können. Während für Frauen oft Gefühle mit im Spiel sind, ist es für Männer oft die Lust auf sexuelle Erlebnisse mit einer anderen Frau.

Rachegelüste?

Keine gute Idee, dennoch kommt es vor: Sieben Prozent der Männer und 14 Prozent der Frauen haben ihren Partner betrogen, um ihm heimzuzahlen, dass er sie hintergangen hat (Umfrage eDarling.de).

Wo beginnt der Seitensprung?

Natürlich ist es immer eine Auslegungssache, wann genau Fremdgehen anfängt. Und die Grenze zwischen "ein bisschen Bestätigung holen" und unverzeihlichem Fremdgehen legt sicherlich jeder anders für sich fest. Für manche beginnt ein Seitensprung schon bei einem Kuss oder Flirt, für andere erst, wenn man zusammen in der Kiste gelandet ist. Zudem ist es natürlich wichtig für den Betrogenen, ob es eine längere Affäre ist oder nur ein einmaliges Ausrutscher-Knutschen im betrunkenen Zustand. Jede Partnerschaft hat andere Regeln und andere Schmerzgrenzen.

Mit welchen Folgen?

Das schlechte Gewissen nagt immerhin an zwei von drei Fremdgängern, wie die Umfrage von eDarling.de ergab. Leider jedoch ohne große Auswirkungen auf das weitere Leben, denn 40 Prozent der Männer und 29 Prozent der Frauen würden es wieder tun.

Beichten oder schweigen?

Natürlich ist Ehrlichkeit eine Tugend. Aber in diesem Fall nicht immer hilfreich. Vor allem, wenn der Fremdgeher nur sein schlechtes Gewissen erleichtern will, dafür aber seinen Partner nachhaltig verletzt und verunsichert. In diesem Fall sollte man genau abwägen, was ein Geständnis für die Partnerschaft letztlich bringt. Macht es sie kaputt oder wird es bewirken, dass man einen ehrlichen, offenen Neuanfang wagt? Einen einmaligen Ausrutscher im betrunkenen Zustand sollte man vielleicht eher verschweigen, eine längere Affäre mit Sicherheit nicht.

Gehen oder verzeihen?

Natürlich ist es eine sehr persönliche Entscheidung, ob man geht oder eben die angeknackste Beziehung retten will. Nach den Ansichten und Moralvorstellungen des Umfeldes sollte man sich dabei sicherlich nicht richten, indem man beispielsweise meint, als "gehörnter" Mann müsse man sein Gesicht wahren und die Frau verlassen. Schließlich geht es nur die beiden Partner an, was sie einander verzeihen und was eben nicht. Dennoch würden sich 53 Prozent der Männer und ganze 69 Prozent der Frauen eher trennen, als die Beziehung retten (Umfrage eDarling.de).

von Fiona Rohde

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