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Ist Haarefärben in der Schwangerschaft gefährlich fürs Baby?

von Sophia Karlsson ,
Ist Haarefärben in der Schwangerschaft gefährlich fürs Baby?© Getty Images

In der Schwangerschaft stellen die meisten ihren Lebensstil auf besonders gesund um. Doch dazu zählen nicht nur der Verzicht auf Alkohol und die Umstellung auf eine ausgewogene Ernährung – auch der Friseurbesuch fällt bei einigen anders aus. Doch wie gefährlich ist Haarefärben in der Schwangerschaft wirklich? Hier erfahrt ihr mehr.

Inhalt
  1. · Gelangt durch Haarfärbemittel Chemie in den Körper?
  2. · Ist Haarefärben in der Schwangerschaft tabu?
  3. · Natürliche Alternativen: Haare färben mit Henna und Co.
  4. · Darauf sollten Schwangere außerdem achten
Video von Aischa Butt

Für viele Frauen gehört es zum Friseurbesuch einfach dazu, sich die Haare zu färben. Vor allem dann, wenn sich schon die ersten grauen Haare blicken lassen. In der Schwangerschaft damit aufzuhören, fällt dann schwer. Doch es muss sein, oder? Schließlich steckt in Haarfärbemitteln jede Menge Chemie. Und die Chemikalien könnten dem ungeborenen Baby schaden. Wir wollten genau wissen, was dran ist am Mythos 'Haare färben in der Schwangerschaft ist gefährlich'.

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Eine gesunde Skepsis gegenüber den Inhaltsstoffen von Haarfärbemitteln ist nicht verkehrt. Schließlich schaffen sie es nur mit jeder Menge Chemie unser Haar von Blond nach Braun zu färben oder graue Strähnen unsichtbar zu machen. Vor allem werdende Mütter haben Angst davor, durch Haarfärbemittel die Gesundheit ihres ungeborenen Kindes zu gefährden. Doch gelangt beim Färben – sei es beim Friseur oder zu Hause – wirklich Chemie über die Kopfhaut in den Körper?

Im Video: Das darf man in der Schwangerschaft nicht essen

Video von Aischa Butt

Gelangt durch Haarfärbemittel Chemie in den Körper?

Egal, ob Lidschatten, Nagellack oder Shampoo: Nie dürfen Substanzen aus dem Produkt in den menschlichen Organismus übergehen. Auch (chemische) Haarfärbemittel müssen diesem Anspruch genügen. In den vergangenen Jahren wurden sie immer wieder strengen Prüfungen unterzogen.

Zwar gibt es keine Zulassungspflicht für Kosmetik, doch ihre Hersteller müssen ihre Unbedenklichkeit garantieren. Mit Stichproben überprüfen die Bundesländer, ob die Produkte den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Kosmetische Mittel, von denen ein Gesundheitsrisiko ausgeht, dürfen nicht auf dem Markt bereitgestellt werden - das gilt auch und vor allem für Haarfärbemittel.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin, das die Unbedenklichkeit von Kosmetik überprüft, erklärt im Hinblick auf Schwangerschaft und Stillzeit darum: "Hinweise auf gesundheitliche Risiken durch Haarfärbemittel, die während der Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden, liegen derzeit nicht vor."

Ist Haarefärben in der Schwangerschaft tabu?

Ist Haarefärben für Schwangere bzw. das ungeborene Kind also doch völlig ungefährlich? Jein. Zum einen gibt die Aussage des Bundesinstitutes nur wieder, dass es aktuell keine Hinweise auf eine Gefährdung durch die Haarfarben gibt. Doch nur, weil man etwas noch nicht festgestellt hat oder belegen konnte, heißt das nicht, dass es das nicht gibt.

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Zum anderen kommt ein anderes Risiko für Schwangere durchs Haarefärben ins Spiel – das einer Allergie. "Haarfärbemittel können schwere allergische Reaktionen auslösen", so oder so ähnlich lautet der Warnhinweis, der auf den Beipackzetteln jeder Coloration, Tönung oder Blondierung zu finden ist.

Die Hersteller empfehlen, 48 Stunden vor dem Färben einen Allergietest durchzuführen. Dazu wird z.B. hinter dem Ohr ein kleines Hautareal mit der reinen Farbe (ohne Fixierer) betupft. Wenn anschließend nichts juckt, nässt oder brennt, ist das Risiko, dass das Färbemittel eine Allergie auslösen wird, so gut wie ausgeschlossen. Für Schwangere wäre eine solche Allergie besonders bedrohlich, weil sie unter Umständen auf Medikamente verzichten müssen.

Natürliche Alternativen: Haare färben mit Henna und Co.

Die gute Nachricht für Schwangere, die auf Nummer sicher gehen möchten: Es gibt Alternativen zu konventionellen Haarfärbemitteln.

> Naturhaarfarben:
Sie bestehen aus natürlichen Bestandteilen wie Rinden, Blätter oder Hennapulver. Häufig sind ihnen jedoch Metallsalze zugefügt. Wichtig: Diese sind zwar gesundheitlich nicht bedenklich, doch sie verbleiben im Haar und machen ein Überfärben mit chemischen Farben unmöglich.

Vorsicht ist auch bei Hennafarben aus dem nicht-europäischen Ausland geboten. Sie enthalten häufig PPD, eine Substanz, die als gesundheitsschädigend eingestuft wird.

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> Tönungsshampoos:
Frischen die Farbe stumpfer Mähnen wieder auf und können grauen Ansatz kaschieren.

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> Tönungsfluids für den Ansatz:
Werden auf den Ansatz aufgetragen und verbleiben bis zur nächsten Wäsche im Haar.

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Darauf sollten Schwangere außerdem achten

Unser Fazit: Wer schwanger ist, sollte die Gesundheit seines Körpers und des ungeborenen Kindes vor jedes Schönheitsideal stellen. Viele werdende Mütter entscheiden sich darum für den sichersten Weg und verzichten in Schwangerschaft und Stillzeit auf das Haarefärben mit chemischen Substanzen. So kann jedes Restrisiko sicher ausgeschlossen werden. Dank der Alternativen zu chemischen Färbemitteln müsst ihr aber nicht mit grau durchsetztem Schopf herumlaufen.

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Wer dennoch färben will, sollte den Allergietest machen – auch wer ihn mit der gleichen Farbe schon einmal gemacht hat. Während der Schwangerschaft verändern sich der Hormonhaushalt und die Qualität des Haars. Dadurch kann nicht nur die Farbe anders ausfallen als früher, sondern auch die Anfälligkeit für eine Allergie erhöht sein.

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Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient lediglich der Information. Treten Unsicherheiten, dringende Fragen oder Beschwerden auf, solltet ihr euren Arzt bzw. eure Ärztin kontaktieren.

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