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Trockene Haut: Die besten Cremes und wichtigsten Tipps

von Ann-Kathrin Schöll Veröffentlicht am 1. Juni 2019

Trockene Haut im Gesicht ist ein weit verbreitetes Problem. Wir verraten euch, was dahinter steckt und welche Cremes bei trockener Haut die richtige Wahl sind.

Wer trockene Haut hat, kennt das Problem: Die Haut schuppt, spannt und sieht aus eine Wüstenlandschaft. Spezialprodukte aus Drogerie oder Apotheke versprechen Abhilfe, doch die ist häufig nicht von Dauer. Werden die Produkte abgesetzt, beginnt die Dürre im Gesicht und am Körper von vorn. Wir haben mit einer Hautexpertin gesprochen und nach einer dauerhaften Lösung für die Probleme sehr trockener Haut gefragt. Hier sind die Antworten.

Warum habe ich trockene Haut?

Wie eine schützende Hülle liegt der so genannte Hydrolipid-Film auf unserer Haut und bewahrt sie vor Austrocknung - normalerweise. Bei trockener Haut ist der natürliche Schutzmantel löchrig und zerschlissen.

Der Grund: Es fehlt an Fett. Die Talgdrüsen der trockenen Haut laufen nur auf Minimalleistung und das reicht nicht aus, um zu verhindern, dass Wasser aus der Haut nach außen 'verdunstet'. Die Folge: Die Haut wird rau, schuppig und kann im schlimmsten Fall sogar aufbrechen. In diesem Ausnahmezustand ist sie außerdem anfällig für Keime, die Entzündungen auslösen.

In den meisten Fällen ist trockene Haut Veranlagung – in einigen Fällen verursacht aber auch die falsche Pflege das Problem, weiß Kerstin Sonntag, Kosmetikerin aus Köln. Alkoholhaltige Gesichtswasser oder zu häufiges Waschen zum Beispiel können die Haut im Gesicht auslaugen.

Aber auch ein Zuviel an Pflegeprodukten kann zu trockener Haut führen. Wird die Haut mit Wirkstoffen überfrachtet, verlernt sie, selbst für Fett und Feuchtigkeit zu sorgen und wird trocken. Wird dann noch mehr gecremt, können sich Pusteln rund um Mund und Augen bilden. "Viel hilft viel" gilt im Fall trockener Haut also nicht.

Trockene Haut im Gesicht: Welche Cremes helfen?

"Es ist wichtig, die richtige Pflege zu kaufen", sagt die Expertin und meint damit: Fer Haut nicht nur Fett zuführen, sondern auch Feuchtigkeit. Wichtiger Akteur bei der Beauty-Routine ist dabei die Tagescreme.

Die Empfehlung: "Setzt auf eine Creme auf pflanzlicher Fettbasis wie Jojobaöl, Mandelöl oder Olivenöl."

Chemische Öle wie Paraffine trocknen die Haut zusätzlich aus, weil sie wie ein Film auf der Haut liegen und den Hautstoffwechsel unterbinden können." Außerdem sollte darauf geachtet werden Produkte ohne Duftstoffe zu verwenden, da diese Kontaktallergien auslösen können.

Ebenfalls unter den Geheimtipps gegen trockene Haut: Cremes mit Schneckenschleim. Klingt zugegenermaßen erst einmal eklig, doch die Pflegeprodukte schaffen es, trockene Stellen in seidig zarte Haut zu verwandeln. Der Grund: Schneckenschleim hat stark feuchtigkeitsspendende Eigenschaften.

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Reinigungsprodukte speziell für trockene Haut

Auch bei der Reinigung trockener Haut gibt es ein paar Dinge zu beachten, schließlich entzieht ihr schon allein warmes Wasser wertvolles Fett und Feuchtigkeit.

"Verwendet Reinigungsmilch, kein Waschgel", rät Kerstin Sonntag. "Verwendet außerdem unbedingt ein alkoholfreies Gesichtswasser. Es spendet der Haut zusätzlich Feuchtigkeit, wenn ihr es auftragt und einfach antrocknen lässt."

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Im Video: 4 Dinge, die ihr bei der Gesichtsreinigung beachten müsst

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Spezialpflege im Winter: Das braucht trockene Haut jetzt

Im Winter braucht trockene Haut Extrapflege, damit sie im Gleichgewicht bleibt: "Bei Temperaturen unter acht Grad fährt die Haut die Talgproduktion herunter und bildet viel weniger Fett, wodurch ihr schließlich auch Feuchtigkeit verloren geht." Außerdem schwitzen wir im Winter weniger, und weil Schweiß auch Hautfett transportiert, verschlimmert sich das Problem.

Extrapflege ist im Winter für trockene Haut also Pflicht. "Man sollte ein- bis zweimal pro Woche ein Crememaske auftragen und täglich ein feuchtigkeitsspendendes Serum verwenden", rät Kerstin Sonntag.

Wirkstoffe, über die sich die trockene Haut besonders freut:

  • Aloe Vera
  • Hyaluronsäure
  • Dexpanthenol
  • Extrakte aus Algen
  • Urea
  • Vitamin E und C

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Bei Minusgraden: Kälteschutz-Cremes auf Silikon-Basis

Wer lange Winterspaziergänge liebt, sollte seine trockene Haut mit Kälteschutzcremes auf Silikon-Basis schützen. Sie legen sich wie ein Film auf die Haut, dichten sie ab und verhindern damit, dass Feuchtigkeit an die trockene Winterluft verloren geht. Zurück im warmen Zuhause muss die Creme aber wieder runter - sonst schadet sie der Haut.

Aus ihrer Praxis weiß Kerstin Sonntag, dass trockene Haut ein Problem ist, das viele mit Selbstversuchen nicht in den Griff bekommen. Sie rät darum allen, die darunter leiden, einmal eine kosmetische Beratung in Anspruch zu nehmen. Dabei können Pflegefehler aufgedeckt und die richtigen Beauty-Produkte ermittelt werden.

Trockene Haut schminken: Darauf müsst ihr achten

Wer trockene Haut im Gesicht hat, kennt das Problem: Kaum hat man das Make-up aufgetragen, zeigen sich schuppige Stellen und die Foundation setzt sich unschön ab. Dagegen helfen neben der obligatorischen Feuchtigkeitspflege zwei Dinge: ein Primer, der die Hautoberfläche ausgleicht und ein feuchtigkeitsspendendes Make-up.

Primer gegen trockene Stellen im Gesicht
Ein Primer ist die perfekte Basis fürs Make-up. Er gleicht die Hautoberfläche aus und sorgt dafür, dass sich die Foundation nicht in den Poren und Falten absetzt. Dadurch wirkt fahle, trockene Haut gleich viel strahlender. Noch dazu hält das Make-up dank Primer viel länger.

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Make-up für trockene Haut
Wer zu schuppigen Stellen neigt, sollte die Finger von mattierenden Foundations lassen. Die machen das Problem nur noch schlimmer. Viel besser sind getönte Tagescremes, auch BB Creams genannt. Sie spenden der Haut Feuchtigkeit und machen sie ebenmäßiger. Wer sich mehr Deckkraft wünscht, kann auch zu so genannten Foundation-Seren greifen. Die pflegen trockene Haut und versorgen sie den ganzen Tag mit Feuchtigkeit. Gleichzeitig kaschieren sie Hautunreinheiten und machen den Teint strahlend schön.

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Hausmittel gegen trockene Haut: Wasser marsch!

Während zu viel Wasser von außen trockene Haut noch weiter austrocknet, ist Wasser von innen ein MUSS. Denn trockene Hautpartien können auch Folge eines Flüssigkeitsmangel sein. Dagegen hilft nur eins: trinken, trinken, trinken.

Mindestens 2 Liter Wasser sollten es pro Tag sein - gerne auch mehr. Wenn euch Wasser pur zu langweilig ist, könnt ihr es auch prima mit frischen Früchten wie Beeren, Orangen- oder Zitronenscheiben pimpen. Auch Kräuter wie Basilikum oder Rosmarin schmecken toll und geben dem Wasser einen besonderen Kick.

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