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Liebe & Psychologie

Achtung, Landeier! 12 sichere Anzeichen, dass du auf dem Dorf groß geworden bist

von Fiona Rohde Veröffentlicht am 20. Juni 2015

Auf dem Land aufzuwachsen, ist so eine Sache. Damit meinen wir jetzt nicht, dass es schlecht ist ein Landei zu sein. Aber das Landleben hat so seine Besonderheiten, die einen für immer prägen. Und das werden nur die verstehen, die ebenfalls auf dem Dorf groß geworden sind.

Städter, die einen als "Landei" bezeichnen, wissen meist gar nicht, wovon sie reden. Sie denken nur: "Oh Gott, Aufwachsen in der Einöde muss furchtbar sein." Ist es aber gar nicht. Hier sind 12 Dinge, die jeder nur zu gut kennen dürfte, der auf dem Land groß geworden ist ...

1. Der Bus ist schon weg. Du bleibst gelassen.

Du regst dich nicht auf, sondern gehst vorerst wieder heim. Denn jetzt hast du erstmal eins: viiiiiiel Zeit. In der Stadt käme der nächste Bus innerhalb der nächsten zehn Minuten. Ganz anders auf dem Dorf: Bus Nummer 2 kommt frühestens in einer Stunde. Ausflippen tut man da irgendwann nicht mehr. Es ist wie es ist.

2. Du kennst den Duft von Regen, Gras & Sommer.

In der Stadt riecht man so gut wie nie den Duft von Kiefern, von wilden Brombeeren und frisch gemähtem Gras. Auf dem Land gibt es viel mehr (gute!) Gerüche. Und als Dorfkind weißt du, warum es so gut riecht. Nach nassem Gras, nach Regen, nach Frühling, Heuhaufen oder erdigen Kartoffeln eben.

3. Man würde niemals sagen: "Oh, guck mal, da ist ein Pferd!"

Ganz einfach, weil man schon von Kindesbeinen an weiß, dass Kühe nicht Lila sind und Pferde und Kühe auf der Wiese das Normalste der Welt.

4. Die Milch beim Einkaufen vergessen und mal eben zum Kiosk rübergehen?

Tja, auf dem Dorf muss man seinen Kopf beim Einkauf echt beisammen haben, denn mal eben "rüber" zum Kiosk zu gehen und alles Vergessene einzukaufen, ist leider nicht. (Diese Tatsache rettet einen allerdings auch, wenn nachts der Schoko-Jieper kommt.)

5. Man überlegt am Wochenende nicht, in welchen Club man gehen soll.

... denn letztlich gibt es nicht so viele Möglichkeiten, die zur Wahl stehen würden: Man trifft sich am Fußballschotterplatz, vor der Eisdiele oder bei Freunden im Partykeller der Eltern.

6. Man parkt. Und gut ist.

Dass man in der Stadt manchmal rund eine Stunde zu spät kommt, weil man ewig nach einer Parklücke suchen muss, kann man sich auf dem Land kaum vorstellen. Hier dauert Parken zwei Sekunden. Schwups und fertig.

7. Ein Auto zu haben ist Freiheit.

Gerade weil die öffentlichen Verkehrsmittel nur gefühlte zwei Mal am Tag fahren, geht ohne einen motorisierten Untersatz leider gar nichts. Zumindest ein Mofa muss her, sobald man 15 ist und das Wochenende nicht mit Mama und Papa auf der Couch verbringen will.

8. Nachts laut feiern, auf der Straße rumkrakelen und sich einfach mal daneben benehmen? Keine gute Idee.

... denn auf dem Land kennt jeder jeden. Das hat aber auch seine Vorteile: Man kennt seinen Nachbarn mit Namen und hilft sich gegenseitig - ganz anders als in der meist sehr anonymen Stadt.

9. Mal schnell den Handwerker machen lassen? No way!

Auf dem Dorf hilft man sich schnell selbst und probiert seine Handwerker-Qualitäten aus - und zur Not kann es der Nachbar. Das spart einiges an Geld.

10. Abhängen im Baumhaus, Bierchen am Maifeuer und Zelten mit den Jungs.

Als Landei kennt man das nur zu gut. Was will man auch sonst in seinen Jugendjahren machen, wenn man noch nicht in die nächst größere Stadt fahren kann?

11. Das. Netz. Ist. Oft. Schlecht.

Wenn der Liebste am anderen Ende zur Roboterstimme mutiert, dann ist mal wieder kein guter Netzempfang. Passiert häufiger. Irgendwann kennt man die Ecken im Ort, wo der Empfang gut ist und wo nicht.

12. Man kennt sich untereinander.

Und deshalb kennt man auch alle brauchbaren Jungs im Ort und weiß, wer mit wem was hat. Klar ist die Auswahl meist begrenzt, aber es macht das Leben zumindest als Teenager ein wenig leichter.

von Fiona Rohde