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Liebe & Psychologie

Intim bedeutet nicht tabu: 4 Dinge, über die wir Frauen mehr reden sollten

von gofeminin Veröffentlicht am 18. März 2019
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Oft wird unserer heutigen Gesellschaft nachgesagt, sie sei übersexualisiert und es gäbe kaum mehr etwas, über das man nicht offen reden würde. Dabei gibt es immer noch viele Tabuthemen – vor allem, was die weibliche Sexualität, den weiblichen Körper und Frauengesundheit angeht.

Sich rundum wohlfühlen – das setzt einen entspannten Umgang mit dem eigenen Körper voraus, mit dem richtigen Mix aus Wissen, Vorsorge und Selbstliebe. Und nicht zu vergessen die vielen kleinen Genussmomente im Leben, allen voran eine gute Partnerschaft und ein erfülltes Liebesleben.

Doch was, wenn es genau da hakt? Wenn es etwas gibt, das unser Intimleben belastet? Sei es körperlicher oder psychischer Natur. Statt das Problem mit unserem Partner oder Arzt zu besprechen, schweigen wir lieber schamhaft. Und damit vergrößern wir es unbewusst. Denn meist gibt es simple Lösungen, würden wir einfach nur offen sprechen.

4 Dinge, über die Frauen mehr reden sollten

1. Hormonelles Stimmungs-Tief

Wenn wir körperlich krank sind, dann reden wir darüber. Über Magenschmerzen, über Hautprobleme oder Haarausfall. Wenn es jedoch um unsere Psyche geht, sind wir nicht ganz so offenherzig.

Die Rede ist von Stimmungsschwankungen, die sicherlich die meisten Frauen kennen, sei es rund um ihre Periode, rund um die Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Es gibt viele Frauen, die stärker von solchen hormonellen Schwankungen betroffen sind als andere. Die in diesen Phasen dann kaum mehr arbeitsfähig sind oder unter Leute gehen wollen.

Klar, macht man auch selbst so seine Scherze über die hormonellen Achterbahnfahrten von uns Frauen. Aber werden die Stimmungsschwankungen massiver, redet man eben nicht mehr darüber. Einfach weil man denkt, dass die anderen einen dann für nicht belastbar oder sonderlich halten. Wenn wir schlecht drauf sind, antriebslos, lustlos, dann sollten wir jedoch unbedingt mit lieben Menschen darüber sprechen. Denn nur so kommen wir aus dem Loch heraus.

Und wenn man merkt, dass man selbst und sein Umfeld damit überfordert ist, dann sollte man sich professionelle Hilfe suchen. Oftmals weiß man gar nicht, wo ein hormonell bedingtes Stimmungs-Tief endet und eine depressive Verstimmung anfängt. Und hier gilt eben: Nur wer redet, dem kann geholfen werden.

2. Wenn es im Bett nicht läuft

Gleiches gilt, wenn wir Probleme in unserem Liebesleben haben. Wenn unser Partner in unseren Augen zu unsensibel, rücksichtslos oder unaufmerksam ist, dann sagen wir direkt was. Nicht jedoch, wenn es um Beziehungsprobleme körperlicher Art geht, sprich: Wenn es im Bett nicht läuft.

Denn die Gründe für Sexprobleme und Lustlosigkeit können mitunter recht intim sein. So können Frauen, die die Pille nehmen, unter Libidoverlust leiden.

Oder sie haben Schmerzen beim Sex aufgrund von Scheidentrockenheit und trauen sich nicht, das Thema gegenüber ihrem Partner anzusprechen. Mit der Folge, dass sie kaum mehr Spaß am Sex haben und sich in ihrem Sexleben zunehmend einschränken, anstatt ihre Schmerzen zu thematisieren - und sich Rat und Hilfe zu holen, wie zum Beispiel beim Gynäkologen oder Sexualtherapeuten.

Vielen Frauen geht es da ganz ähnlich. Deshalb unser Appell: Reden wir mehr über vermeintlich "Peinliches". Sei es Intimhygiene, Scheidentrockenenheit oder Orgasmusprobleme. Warum für etwas schämen, das doch völlig natürlich ist und so viele Frauen betrifft?

Gerade bei Scheidentrockenheit gibt es simple und wirksame Möglichkeiten, die ihr selbst ausprobieren könnt. Hormonfreie Befeuchtungsprodukte sind rezeptfrei und helfen sofort. So auch das KadeFungin Befeuchtungsgel mit Hyaluron­säure.

Es wirkt gegen die Scheidentrockenheit und lindert zudem die damit verbundenen Beschwerden wie Juckreiz, Brennen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Da der Wirkstoff Hyaluronsäure ein körpereigener Feuchtigkeitsspender ist und das Gel hormonfrei und frei von Farb- und Duftstoffen ist, kann es sogar mehrmals täglich und über einen längeren Zeitraum angewendet werden.

Bei ausgeprägter Scheidentrockenheit gibt es die KadeFungin Befeuchtungsovula, denn die Beschwerden beim Sex können eben auch so schwerwiegend sein, dass es zu Verletzungen der Scheidenhaut kommt.

Die Befeuchtungsovula wirken mehrfach. Sie spenden durch die enthaltene Hyaluronsäure Feuchtigkeit, die enthaltenden Lipide halten die Haut geschmeidig. Die Hyaluronsäure dringt zudem tief in das Gewebe ein und fördert in Kombination mit Vitamin A und E die Wundheilung und Geweberegeneration von innen.

Deshalb am besten bei Problemen im Bett mit dem Partner sprechen oder - wenn es leichter fällt - mit der besten Freundin oder Frauenärztin. Nur so kannst du auch wieder Spaß am Sex haben. Denn mit Schmerzen beim Sex muss man sich nicht abfinden.

3. Frauen und Solosex

Apropos Spaß: Der hört für viele beim Masturbieren auf. Denn die weibliche Selbstbefriedigung gilt auch in unserer Gesellschaft immer noch als Tabu. Man tut es, aber dann doch bitte diskret und hinter verschlossenen Türen.

Ähnlich ist es mit dem Thema Sextoys - egal ob für Solosex oder den Spaß zu zweit: Man versteckt seinen Vibrator oder Dildo gerne mal in der Nachttischschublade. Und wer erzählt schon flockig über die Vorzüge seines Klitorissaugers?

Schade eigentlich, denn über die weibliche Sexualität wird immer noch viel zu wenig gesprochen. Nur weil unsere Vagina und deren Stimulation nicht so offensichtlich ist wie die des männlichen Penis, so heißt das noch lange nicht, dass sie nicht auch ein Wunderwerk der Erregung ist. Nur eben etwas subtiler, versteckter.

Und man muss wissen, wie der weibliche Körper funktioniert in Sachen Erregbarkeit, um das für sein Liebesleben nutzen zu können. Viele Orgasmusprobleme könnten so aus der Welt geschafft werden. Also: Anfassen, austesten, genießen und drüber reden. Dann wird der Orgasmus-Gap vielleicht irgendwann mal geschlossen.

4. Krankheiten im Intimbereich

Bakterielle Vaginose, Chlamydien, Trichomonaden und mehr: Es gibt diverse Krankheiten, was den Intimbereich angeht. Zugegeben: Kein einfaches Thema. Ein Tabuthema sogar. Genau deshalb ist die Zahl derer, die an Infektionen leiden, sich anstecken oder andere anstecken immer noch viel zu hoch.

Oft wissen die Betroffenen gar nicht, dass sie ansteckend sein können. Nehmen wir beispielsweise Chlamydien, laut der Deutschen AIDS-Hilfe die häufigste sexuell übertragene Infektion in Deutschland. Sie verläuft bei Frauen oft ohne oder mit nur wenigen Symptomen. Daher werden viele Infektionen gar nicht entdeckt. Unentdeckt können Chlamydien jedoch im schlimmsten Fall zur Unfruchtbarkeit der Frau führen. Und das ist nur eine mögliche Infektion von vielen, die man sich im Intimbereich zuziehen kann.

Es gibt jedoch auch andere unangenehme Infektionen im Intimbereich, die nicht zu den klassischen sexuell übertragbaren Krankheiten gehören, wie beispielsweise die vaginale Pilzinfektion, von der immer noch viele Menschen glauben, dass diese nur beim Sex übertragen wird. Das ist jedoch eher die Ausnahme. Vielmehr infizieren sich Frauen meist über Sporen aus dem Darm, wegen einer geschwächten Immunabwehr oder wenn die Scheidenflora aus dem Gleichgewicht geraten ist, ausgelöst durch hormonelle Schwankungen, Stress etc.

Dennoch ist auch die vaginale Pilzinfektion ein Thema, über das man mit dem Partner reden muss. Denn leidet die Frau häufiger an einer vaginalen Infektion, könnte der Partner die Übertragungsquelle sein. Ein offenes Gespräch mit dem Partner ist also wichtig. Eine Krankheit im Intimbereich muss niemandem peinlich sein!

Und auch wenn es noch so unromantisch ist: Einen neuen Partner sollte man nach seiner Vorgeschichte und möglichen Krankheiten fragen. Wir kommen leider um dieses Thema nicht herum, wenn wir mit jemandem intim werden wollen. Es ist wichtig, offen damit umzugehen und sich eben auch testen bzw. behandeln zu lassen. Also: Reden!

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