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Liebe & Psychologie

Männer & Körpersprache: Wenn die Gesten mehr als tausend Worte sagen

von Fiona Rohde Veröffentlicht am 28. Juni 2019

Nein, es gibt keine allgemeingültige Bedienungsanleitung für Männer. Aber es gibt etliche Dinge, die man dennoch feststellen kann, wenn man sich häufiger mit Männern und ihrer Körpersprache beschäftigt. Denn nonverbal kommunizieren wir immer noch am meisten.

Ein Blick sagt mehr als tausend Worte. Und das gilt eben nicht nur für die Mimik, sondern für unsere gesamte Körpersprache. Unsere Gestik und unsere Haltung senden unserem Gegenüber nämlich recht klare Nachrichten. Vorausgesetzt man kann sie deuten. Deshalb hier ein paar Grundlagen in Sachen Männer und Körpersprache.

Sicherlich kennen die meisten von euch diese Art Mann, die extrem breitbeinig in der Bahn sitzt, so dass man selbst kaum Platz hat. Abgesehen davon, dass man sich etwas belästigt fühlt, ist einem auch klar: Wer sich derart breit macht und hinfläzt, der fühlt sich selbstsicher und zeigt seiner Umgebung: "Weicht erfürchtig zur Seite! Hier bin ich, der Platzhirsch." Zum Glück gibt es aber auch dezentere Arten, wie Männer mit ihrer Körpersprache zu kommunizieren.

Die Körpersprache und das limbische System

Warum die Körpersprache so viel über unser Innerstes aussagt? Nun, das liegt am limbischen System, das in unserem Stammhirn in der sogenannten Amygdala liegt. Dieser Bereich ist für die Entstehung von Emotionen zuständig. Geraten wir in eine besondere Situation entscheidet es blitzschnell, was zu tun ist. Und egal, ob man jetzt eher verschlossen ist oder extrem extrovertiert, dieses System sorgt dafür, dass sich unsere Emotionen blitzschnell in Reaktionen umwandeln. Diese Reaktionen sind via Körpersprache, Mimik und Gestik für unsere Umwelt erkennbar und lesbar.

Das limbische System empfängt über unsere Sinnesorgane Reize von außen und ordnet sie Gefühlen wie Glück, Wut, Furcht, Traurigkeit und Ekel zu. Beispielsweise wenn wir wegen eines Vorfalls im Kindesalter mit Wasser Ängste verbinden, so wird das dafür sorgen, dass wir auch später bei dessen Anblick unwillkürlich zurückschrecken. Oder dass wir jemanden, der uns sympathisch ist, ganz automatisch anlächeln. Das alles sind körperlich sichtbare Reaktionen, die wir dem limbischen System zu verdanken haben.

Sympathie und Antipathie: Lerne seine Körpersprache zu lesen

Da es im Leben meist darum geht, ob man gut miteinander kann oder nicht, ob man sich vielleicht mag, liebt, hasst oder fürchtet, ist natürlich die Körpersprache besonders interessant, bei der es um das menschliche Miteinander geht. Und vor allem in Liebesdingen sind wir natürlich daran interessiert, unser Gegenüber besser lesen zu können.

Damit ihr schnell über Sympathie oder Antipathie Bescheid wisst, hier ein paar Fakten über die Körpersprache des Mannes. Fangen wir mit den Zeichen der Sympathie und des Interesses an.

Video: 10 Dinge, an denen du verliebte Männer sofort erkennst

Bist du dir sicher, dass er grundsätzlich an dir interessiert ist, bleibt immer noch die große Frage: Ist es mehr für ihn? Ist er verliebt? Zum Glück gibt es auch hier ein paar Hinweise, die dir weiterhelfen können.

Männer & Körpersprache: Zeichen von Sympathie

Ein deutliches Zeichen dafür, dass du sein Interesse geweckt hast: Er wirft sich körperlich in Schale, plustert sich regelrecht auf, spannt die Muskeln an, macht sich groß und imposant. Das können auch hinter dem Kopf verschränkte Arme sein. Das alles zeigt dir: Dieser Mann will dir imponieren, weil du ihn interessierst, herausforderst, reizt.

Weitere Zeichen für Sympathie und Interesse:

Er dreht die Handflächen nach oben, während ihr redet. Das zeugt von Vertrauen.
Er wendet sich dir komplett zu, während ihr redet, und steht offen da. Das zeigt: Er ist ganz bei dir und konzentriert auf dich.
Er spiegelt unbewusst Bewegungen, die du machst, z.B. wenn du dir durch die Haare streichst.
Er streicht sich über die Augenbrauen. Auch das zeugt davon, dass er dir näher kommen möchte.
Er wirkt nervös, schwitzt, blinzelt, errötet, atmet schneller und zupft seine Kleidung zurecht. Auch das zeugt davon, dass er an dir interessiert ist.
Er sucht den Augenkontakt und hält ihn länger als normal. Er mustert dich, zwinkert dir zu und macht den "Brauenheber". Er steht sehr nah vor dir und gestikuliert viel während ihr sprecht. Das zeugt von Interesse und Engagement. Neigt er den Kopf zur Seite, bedeutet das, dass er dir konzentriert zuhört.

Männer & Körpersprache: Zeichen für Antipathie

Natürlich gibt es auch viele negative Signale, die von Desinteresse, Aggression, Langeweile zeugen. Klar, wenn er ständig auf sein Smartphone schaut, dann braucht man dafür keine Analyse seiner Körpersprache. Aber es gibt noch mehr kleine Dinge in der männlichen Körpersprache, die seine Abneigung zeigen.

Ein recht klares Beispiel: die verschränkten Arme. Das gilt in dem Fall natürlich nicht nur für Männer, sondern für uns alle. Wer mit verschränkten Armen steht, der öffnet sich nicht, zeigt sich verschlossen und unsicher. Es kann vor allem aber auch Ablehnung verdeutlichen. In jedem Fall baut er Distanz zu dir auf und grenzt sich ab.

Weitere Zeichen für Antipathie und Desinteresse:

Er steht mit verschränkten Armen vor dir, während ihr sprecht.
Er dreht sich gar nicht zu dir, sondern redet halb über die Schulter zu dir, ohne dich wirklich anzusehen.
Er steht recht zusammengesunken vor dir, mit hängenden Schultern.
Er dreht die Handflächen nach unten, während ihr redet. Das zeugt von Unsicherheit und Misstrauen.
Er steht komplett starr und steif vor dir.
Er ist unkonzentriert, schaut sich in der Umgebung um, auf sein Handy, überall hin - nur dich sieht er nicht an.

Die '55-38-7 Regel' von Albert Mehrabian

Die Körpersprache des Mann zeigt: Unsere nonverbale Kommunikaion sagt so viel mehr, als wir mit Worten sagen können. Dafür gibt es auch die '55-38-7 Regel' von Albert Mehrabian. Bedeutet: Wenn wir mit jemanden sprechen, beruht 55 Prozent unserer Wirkung auf unserer Körpersprache, 38 Prozent auf unserer Stimmlage und nur 7 Prozent auf dem Inhalt dessen, was wir sagen.

Versuche also am besten, nicht immer nur auf das zu hören, was jemand sagt. Denn die Art und Weise, wie er es sagt, wie er dabei zu dir steht und sich verhält, ist viel aussagekräftiger. Stell dir nur mal einen schüchternen Kerl vor. Wenn seine Körpersprache alle Zeichen für Sympathie und Interesse zeigt, dann nimm ihm nicht übel, wenn er gerade übers Wetter redet. Er ist vielleicht einfach nur zurückhaltend. Insofern: Augen auf, statt nur Ohren auf!

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