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Mach den Test: Wie viel Feministin steckt in dir?

von Fiona Rohde ,
Mach den Test: Wie viel Feministin steckt in dir?© unsplash.com
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Emanzipiert fühlen wir uns alle. Aber sind wir es auch wirklich? Mach unseren Test und finde heraus, wie viel Feministin wirklich in dir steckt.

Platzt dir auch der Kragen, wenn du liest, dass Frauen immer noch deutlich weniger Geld für den gleichen Job bei gleicher Qualifikation bekommen als Männer? Konterst du, wenn dir ein Kollege mal wieder wohlwollend die Welt erklärt, als seist du ein kleines Dummchen? Stichwort 'Mansplaining'. Wenn ja, dann Daumen hoch. Denn wir Frauen sollten nicht einfach alles stillschweigend hinnehmen, sondern für unsere Rechte eintreten. Lautstark und selbstbewusst.

Doch wie weit geht es mit dem feministischen Denken bei jedem von uns? Reicht es uns, dass wir zwar die richtige Einstellung haben, aber nichts aktiv dafür tun? Begnügen wir uns damit, ein Shirt mit einem feministischen Spruch zu tragen, machen aber letztlich im Alltag nie den Mund auf, wenn uns Sexismus begegnet und die Beförderung mal wieder an den männlichen Kollegen geht und nicht an uns? Wie emanzipiert bist du wirklich? Mach unseren Test und finde heraus, wie viel Feministin in dir steckt!

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Was genau ist Feminismus?

Eins vorweg: Feministinnen geht es nicht darum, Männer schlecht zu machen oder gar zu hassen. Es geht beim Feminismus vielmehr um Emanzipation, Geschlechtergerechtigkeit und den Kampf gegen Diskriminierung. Wichtig auch: "Eine Feministin zeigt Solidarität und kämpft nicht nur für sich." Das hat die Soziologin Marianne Schmidbaur einmal gesagt. Deshalb solidarisieren sich Feministinnen weltweit und setzen sich auch für die Belange anderer immer noch diskriminierter Gruppen, wie Homosexuelle, Lesben, Transsexuelle etc. ein.

Ging es in den Anfängen des Feminismus noch um die Gleichberechtigung vor dem Gesetz, also darum, dass Frauen wählen gehen dürfen, selbst entscheiden dürfen, ob sie arbeiten oder ein eigenes Konto eröffnen können (ja, das ist erschreckenderweise gar nicht so lange her!), so hat die Frauenbewegung heute zwar schon viel erreicht, aber es gibt immer noch viel zu tun. Sich auf dem auszuruhen, was Frauen vor uns erkämpft haben, reicht eben nicht.

Auch wenn im Grundgesetz steht "Männer und Frauen sind gleichberechtigt", so ist es eben nicht überall der Fall, z. B. weil Männer immer noch besser bezahlt werden als Frauen (bei gleicher Qualifikation), weil es kaum Frauen in Führungspositionen gibt und weil man immer noch ganz selbstverständlich davon ausgeht, dass sich die Frau um die Kinder kümmert, während der Mann Karriere macht.

Warum Feminismus eben kein alter Hut ist

Feminismus ist wichtig - gerade wenn es um die heranwachsende Generation geht. Sei es, dass man seine Kinder in dem Wissen erzieht, dass Jungs und Mädchen die gleichen Chancen haben sollten. Dass eben nicht nur die Jungs die Mutigen und Starken sind, während die Mädchen brav sein und hübsch aussehen müssen. Dass junge Frauen ermutigt werden sollten, in technischen Berufen Fuß zu fassen und junge Männer Balletttänzer, Hausmann und Kindergärtner werden können, wenn sie das möchten.

Auch lesen: Der Alltag von Frauen: Über Mansplaining, Lolitawerbung und andere sexistische Ärgernisse

Die #meeToo-Bewegung hat in erschreckender Art und Weise gezeigt, welche Missstände noch immer in vielen gesellschaftlichen Bereichen herrschen, ohne dass jemand etwas dagegen tut. Dass Frauen sexueller Belästigung ausgesetzt sind, dass sich irgendwelche großen Bosse Rechte rausnehmen, die so nicht hinzunehmen sind und dass Frauen täglich Sexismus erleben. Das alles zeigt, dass der Feminismus eben kein alter Zopf ist, der anno dazumal eine Alice Schwarzer in Aufruhr versetzt hat, aber uns heute kalt lassen sollte. NEIN! Jeden Tag werden Menschen diskriminiert, aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Herkunft oder ihrer Art zu leben - sowas, geht uns alle an!

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Margarete Stokowski © Getty Images
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Und man darf nicht vergessen, dass es uns Frauen in Deutschland vielleicht gut gehen mag, aber wie sieht es in anderen Ländern aus? Weltweit gesehen, gibt es für Feministinnen (und Feministen, ja die gibt es auch!) noch unfassbar viel zu tun. Und nur weil wir privilegiert sind, in diesem Land zu leben, sollten wir nicht vergessen, dass anderswo auf der Welt Frauen zwangsverheiratet, beschnitten, vergewaltigt und unterdrückt werden. Für die Rechte dieser Frauen gilt es zu kämpfen.

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