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UV-Licht: Bietet eure Sonnenbrille ausreichenden Schutz?

von Yvonne Willms ,
UV-Licht: Bietet eure Sonnenbrille ausreichenden Schutz?© Getty Images

Die Temperaturen steigen und die Sonne scheint. Die Sonnenbrille ist jetzt unser liebster Begleiter und wichtigstes Accessoire für ein sommerliches Styling. Doch worauf muss ich beim Kauf einer neuen Sonnenbrille eigentlich achten? Hier findet ihr die wichtigsten Tipps.

Video von Jessica Jung
Inhalt
  1. · Der UV-Schutz ist entscheidend
  2. · Auch die Form der Sonnenbrille ist wichtig
  3. · Je dunkler die Gläser, desto mehr UV-Schutz – Falsch!
  4. · Ausreichender Infrarotschutz im Skiurlaub

Sie lässt jeden Look gleich um einiges lässiger und cooler erscheinen: Die Rede ist von der Sonnenbrille. Egal, ob oval, eckig oder in der klassischen Cat-Eye-Form – Sonnenbrillen sehen nicht nur stylisch aus, sondern schützen unsere Augen auch vor UV-Strahlung.

Und genau aus diesem Grund solltet ihr bei der Wahl des passenden Modells auch nicht nur auf das Design achten und ob euch die dunklen Shades auch stehen. Denn seien wir mal ehrlich: Häufig kaufen wir Sonnenbrillen spontan in trendigen Modegeschäften, anstatt uns im Fachhandel ausführlich beraten zu lassen. Auch im Urlaub lassen wir uns gerne in den bunten Shops dazu verleiten ein neues Modell zu erstehen, ohne auf ausreichende Schutzfunktion zu achten.

"Während wir Sonnenbrillen oft als modisches Accessoire betrachten, ist es wichtig, sich an ihren Zweck und ihre Aufgabe zum Schutz unserer Augen zu erinnern", so Expertin Sujata Paul, klinische Leiterin und Kontaktlinsenoptikerin FBDO/CL bei Lenstore.

Um also die langfristige Gesundheit eurer Augen nicht zu vernachlässigen, gilt besonders im Sommer: Sonnenbrille nicht vergessen. Falls ihr mal wieder Lust auf ein neues Modell habt, solltet ihr also auch unbedingt diese Tipps beim nächsten Sonnenbrillen-Kauf beachten.

1. Der UV-Schutz ist entscheidend

Jede Sonnenbrille sollte 100 % Schutz vor UV-Strahlung bieten. Dies erkennt ihr in der Regel an der Kennzeichnung "CE" oder "UV400", die sich meist innen am Bügel oder als Aufkleber am Etikett oder Brillenglas befindet. Auch wenn euch das Modell noch so sehr gefällt, sucht ihr vergeblich nach dieser Kennzeichnung, solltet ihr euch das Geld lieber sparen.

Denn nicht ausreichender Schutz vor UV-A- und UV-B-Strahlen kann eine Hornhaut- oder Bindehaut-Entzündung verursachen oder langfristig sogar zu ernsthafteren Erkrankungen wie Grauer Star oder Krebs führen. Und das will nun wirklich niemand. Aber keine Sorge: Alle Sonnenbrillen, die in der EU vertrieben werden, müssen eine CE-Kennzeichnung haben. Findet sich zusätzlich das "UV400" Zeichen auf der Brille – noch besser.

Gut zu wissen: Die Bezeichnung "UV400" bedeutet, dass alle UV-Strahlen bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern herausgefiltert werden.

2. Auch die Form der Sonnenbrille ist wichtig

So sehr wir auch den aktuellen Y2k- und 90s-Trend mit kleinen Brillengläsern lieben – in Sachen UV-Schutz sollten wir besser zu den großen, divenhaften Shades greifen. Denn für einen ausreichenden Schutz vor UV-Strahlung ist auch die Größe und Form wichtig. Logisch, schließlich können bei kleinen Gläsern noch ausreichend UV-Strahlen ans Auge gelangen.

Um das zu beherzigen, solltet ihr beim Neukauf darauf achten, dass die Gläser die Augen vollständig abdecken. Und: Je breiter der Bügel, umso weniger Streulicht von den Seiten. Im Hochsommer ist daher eine Brille mit großen Gläsern und breiten Bügeln die bessere Wahl. Später am Abend, im Herbst oder Frühling, wenn die Sonne nicht mehr so intensiv ist, dürft ihr dann gerne wieder zu den eher zierlichen 90s-Sonnenbrillen greifen.

Lies auch: Style-Guide: Welche Sonnenbrille passt zu meiner Gesichtsform?

3. Je dunkler die Gläser, desto mehr UV-Schutz – Falsch!

Sonnenbrillen gibt es in verschiedenen Farben und Tönungen. Je dunkler also das Modell, umso weniger UV-Strahlung kommt hindurch – sollte man meinen. Dem ist aber nicht so! Denn die Farbe der Gläser entscheidet nicht zwingend darüber, ob eine Sonnenbrille hohen oder eher niedrigen Schutz vor UV-Strahlung bietet. Daher solltet ihr dennoch immer die entsprechende Kennzeichnung überprüfen.

Und dann entscheiden, welche Sonnenbrille die bessere Wahl ist. Hierzu könnt ihr euch zum Beispiel den in der Wetterapp vorausgesagten UV-Index ansehen. Denn hat eine Sonnenbrille dunkle Gläser und keinen ausreichenden UV-Schutz, ist das sogar noch schlimmer für unsere Augen, als wenn wir gar keine Sonnenbrille tragen würden. Denn die dunkle Tönung sorgt dafür, dass sich unsere Pupillen öffnen und noch mehr UV-Strahlung kann ins Auge gelangen.

4. Ausreichender Infrarotschutz im Skiurlaub

Eine Sonnenbrille verbinden wir mit Sommer, Sonne, Strand und Meer. Dies ist auch richtig, denn besonders am Wasser ist die UV-Strahlung durch die vielen Reflexionen besonders hoch. Falls ihr also nicht nur Fans von Wassersportarten seid, sondern gerne auch in den Skiurlaub fahrt, solltet ihr eine Sonnenbrille mit ausreichendem Schutz auch in der kalten Jahreszeit am Start haben.

Denn das Sonnenlicht besteht zu 40 % aus Infrarotstrahlen. Daher reicht insbesondere bei Schnee eine Sonnenbrille mit "UV400" Kennzeichnung nicht aus. Beim Wintersport wird daher zusätzlich zum UV-Schutz auf den Blendschutz und Infrarotschutz gesetzt. Sogenannte Gletscher-Sonnenbrillen oder kurz auch Gletscherbrillen ersetzen bei Schnee, Eis und Kälte dann die Sommer-Sonnenbrille.

Auch lesen: Die 5 großen Sonnenbrillen-Trends für den Frühling und Sommer 2022

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Auf der Suche nach einem neuen Lieblingsmodell? Dann solltet ihr gerade im Sommer und unsere Tipps beim Neukauf einer Sonnenbrille beherzigen. So sind eure Augen bestens vor UV-Strahlung geschützt und ihr könnt die warme Jahreszeit sorgenlos genießen.

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