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Sportsucht-Test: Bist du sportsüchtig?

Christina Cascino
von Christina Cascino Veröffentlicht am 21. April 2018
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Treibst du exzessiv Sport? Bist du unglücklich, wenn du dich nicht täglich auspowern kannst? Sich sportlich zu betätigen kann ebenso zu einer Sucht werden wie beispielweise Alkohol trinken. Mach den Test und finde heraus, ob du womöglich sportsüchtig bist.

Sich zum Sport aufzuraffen, fällt vielen Menschen schwer. Doch die, die es schaffen, fühlen sich danach wesentlich besser als vorher. Das motiviert weiterzumachen, denn das Resultat übertrumpft die anfängliche Unlust.

Doch die Lust auf Glückshormone und stetige Leistungssteigerung kann auch gefährlich werden! Mit unserem Test findest du heraus, ob dein Sportpensum im Normalbereich liegt oder überdacht werden sollte.

Wenn Sport zur Sucht wird: Was bedeutet Sportsucht eigentlich?

Essucht, Alkoholsucht, Spielsucht - es gibt viele verschiedene Suchtarten. Von einigen vermutet man nicht einmal, dass es zur Sucht führen kann. So ähnlich verhält es sich auch mit der Sportsucht. Doch wie kann Sport eigentlich zur Sucht werden? Schließlich hält uns regelmäßige Bewegung fit und kann Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhte Blutfettwerte vermeiden.

Von Sucht oder Abhängigkeit spricht man laut Weltgesundheitsorganisation, wenn es sich um ein Stadium chronischer oder periodischer Berauschung durch wiederholte Einnahme einer natürlichen oder synthetischen Droge handelt. Die Droge in unserem Fall heißt: Sport! Zu viel, zu oft, zu exzessiv, zu unkontrolliert.

Zwei- bis dreimal pro Woche Sport ist empfehlenswert. Doch manche Sportjunkies verlieren nach und nach jegliches Bewusstsein für ein gesundes Maß an Bewegung. Sie haben den Drang nach mehr. Verletzungen und Schmerzen werden ignoriert, Erschöpfungssignale ausgeblendet, soziale Kontakte vernachlässigt. Es wird buchstäblich trainiert bis zum Umfallen. Wenn es mal nicht klappt mit dem Sport treten Entzugserscheinungen wie Unruhe, Nervosität, Depressionen, Aggressivität und Schlafstörungen auf. Kurz: Sport bestimmt das ganze Leben!

Mögliche Auslöser für eine Sportsucht

Lange Zeit nahmen Forscher an, dass die Ausschüttung des Glückshormons Endorphin die Hauptursache für das Verlangen nach übermäßig viel Bewegung ist. Denn ist unser Körper extremen Belastungen ausgesetzt, schüttet er diese Stoffe aus, um Schmerzen und negative Gefühle auszuhalten. Sportpsychologe Stoll vom Institut für Sportwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg allerdings glaubt, dass es noch weitere Gründe für eine Sportsucht gibt.

Zum einen kann Sport dazu dienen das eigene Selbstbewusstsein zu steigern. Ein ungesundes Sportverhalten entwickelt sich häufig, wenn Probleme im Leben auftreten, sei es Stress im Job oder in der Partnerschaft. Der Sport dient dann dazu, den Alltagsfrust hinter sich zu lassen. Und auch Angst und Unsicherheit kann zu einer Sportsucht führen.

Zudem hat Sport heutzutage einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert: Wer sportlich ist und sich viel bewegt, gilt auch im restlichen Leben als zielstrebig und als jemand, der weiß was er will. Auch die vorherrschenden Schönheitsideale können zu einer Sportsucht führen.

Typische Symptome einer Sportsucht

  • Ohne sportliche Betätigung kommt es zu Entzugserscheinungen, wie Kopfschmerzen, innerer Unruhe, Nervosität und depressiven Verstimmungen.
  • Verletzungen und Krankheiten werden in Kauf genommen.
  • Soziale Kontakte werden vernachlässigt, Einladungen werden abgesagt, da diese mit den Sportzeiten kollidieren.
  • Unzufriedenheit mit eigener Fitness, Streben nach mehr

Natürlich ist nicht jeder Mensch, der gerne und viel Sport treibt, gleich sportsüchtig. Obwohl es klare Anzeichen gibt, ist die Grenze hin zur Sucht oft schwer zu ziehen. Auch intensiv trainierende Sportler können ihr Verhalten und Bewegungskonsum im Griff haben.

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