Home / Fit & Gesund / Sport & Wellness / Kalorien-Killer: So effektiv ist Boxen für Frauen

Fit & Gesund

Kalorien-Killer: So effektiv ist Boxen für Frauen

von gofeminin Erstellt am 26. Februar 2020
© unsplash.com/matheus-ferrero

Kampfsport ist Männersache? Längst nicht mehr! Beim Boxen könnt ihr euch nicht nur von lästigen Kilos, sondern auch von Selbstzweifeln befreien.

Wir räumen mit Vorurteilen auf und liefern euch sechs schlagkräftige Argumente, warum euch das Workout am Sandsack zu echten Powerfrauen werden lässt.

Männersport, Gewalt, krumme Nasen: Viele Kampfsportlerinnen müssen in erster Linie gegen Klischees ankämpfen. Dabei ist der Boxring vor allem ein Ort der Disziplin und Selbstverwirklichung – für jeden, sollte man meinen! Lange Zeit war Kampfsport jedoch den Männern vorbehalten. Erst seit 2009 dürfen auch weibliche Boxerinnen an den Olympischen Spielen teilnehmen. Seitdem wird der schweißtreibende Sport bei Frauen immer beliebter. Zurecht, denn das Boxen bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Hier kommen 6 Gründe, warum sich auch Frauen trauen sollten.

1. Kampf den Kalorien

Wer sich in Shape bringen will, ist beim Boxen genau richtig! Der beliebte Kampfsport gilt nicht ohne Grund als Fatburner Nummer 1. Immerhin wird beim Boxen nicht nur die Kraft, sondern auch unsere Ausdauer trainiert. Gleichzeitig kommt es auch auf Schnelligkeit und Koordination an. Kurz: ein intensiveres Ganzkörpertraining werdet ihr kaum finden.

Wenn ihr konsequent dranbleibt, wird sich das bereits nach kurzer Zeit bemerkbar machen. Durch die Muskeln, die ihr mit der Zeit aufbaut, wird die Fettverbrennung zusätzlich angekurbelt. Kaum zu glauben: Eine halbe Stunde Sandsack- oder Pratzentraining verbrennt ganze 400 Kalorien.

Zum Vergleich: Auf dem Stepper braucht ihr für die gleiche Anzahl an Kalorien doppelt so lange. Auch für das Boxen typische Übungen wie Seilspringen und Schattenboxen bringen euch richtig ins Schwitzen. Der Strandbody wäre damit also gesichert.

Übrigens: Viele Frauen haben Angst, durch Krafttraining maskulin zu wirken. Aber keine Sorge: Das Boxen wird euch nicht zu Muskelmaschinen machen. Da nicht nur die Arme, sondern der gesamte Körper trainiert wird, könnt ihr euch auf einen definierten, straffen und rundum fitten Körper freuen!

2. Mehr Power – mehr Selbstvertrauen

Wetten, ihr seid viel stärker, als ihr denkt? Oft ist uns gar nicht bewusst, wie viel Power wir haben, bis wir auf den Sandsack einprügeln und bis an unsere Grenzen gehen. Zu merken, was in uns steckt, fördert nicht nur das Selbstbewusstsein, sondern sorgt auch allgemein für ein sicheres Auftreten. Das kann nicht nur im Sport, sondern auch im Alltag und im Job hilfreich sein. Eine aufrechte Körperhaltung, ein selbstsicherer Gang… Oft sind es Kleinigkeiten, die Großes bewirken, uns Anerkennung verschaffen und weniger angreifbar machen.

3. Ihr lernt, euch zu verteidigen

Natürlich sollte man seine Kampfsportfähigkeiten nicht leichtfertig im Alltag anwenden. Sich im Ernstfall wehren zu können, ist aber nie verkehrt. Niemand hat das Recht, euch blöd zu kommen. Aber wie jeder weiß, kann das leider trotzdem passieren. Mit Kampfsporterfahrung seid ihr körperlich fitter, reaktionsschneller und kennt gute Techniken zur Selbstverteidigung. Außerdem ist die Hemmschwelle womöglich niedriger, wenn ihr vergleichbare Situationen bereits im Training simuliert habt.

Taktische Selbstverteidigung: Diese Tipps sollte jede Frau kennen

Video von Esther Pistorius

4. Selbstdisziplin und Zielstrebigkeit

Boxen wird oft zu Unrecht mit Gewaltbereitschaft, Aggression und einer gewissen Klientel verbunden. Tatsächlich entwickeln die meisten Kampfsportler aber besonders positive Eigenschaften. Denn wer keine Selbstdisziplin hat, wird das knallharte Training kaum durchziehen. Nicht nur körperlich, auch mental macht uns der Boxsport also stärker. Auch Rücksichtnahme und Respekt vor dem Trainingspartner oder Gegner, aber auch vor dem Trainer ist super wichtig und eine Art ungeschriebenes Gesetz in jedem Fightclub.

Mehr dazu: Das sind die größten Fehler nach dem Sport

5. Perfekter Stress-Killer

Die Arbeit nervt? Die Eltern oder Freunde stressen? Was auch immer euch beschäftigt: beim Boxen könnt ihr alle negativen Emotionen rauslassen und euch so richtig auspowern. Einen besseren Ausgleich gibt es kaum, vor allem wenn ihr tagsüber viel am Schreibtisch sitzt. Wetten, dass ihr nach einem anstrengenden Workout am Sandsack gar keine Energie mehr habt, um euch aufzuregen? Wer wirklich hart trainiert, fällt abends todmüde ins Bett und schläft wie ein Baby.

6. Achtung, Suchtgefahr!

Ob ihr auf den Sandsack einprügelt, eine coole Schlagkombination lernt oder beim Sparring (lockerer Trainingskampf) über euch hinauswachst: Boxen macht super viel Spaß. Wer dranbleibt, wird schnell erste Erfolgserlebnisse haben und nicht nur körperlich, sondern auch technisch große Fortschritte machen. Auch, dass das Workout meist in der Gruppe stattfindet und aus vielen Partnerübungen besteht, erhöht den Spaßfaktor. Von wegen Einzelsport: Dieser Teamgeist steckt an!

Safety first: Legt euch am besten gleich von Anfang an Boxbandagen zu (hier bei Amazon kaufen). So schützt ihr euch vor Verletzungen, da die Hand ohne eine solche Stabilisierung schnell gestaucht oder überdehnt wird. Außerdem saugen die Bandagen den Schweiß auf, sodass die Boxhandschuhe nicht schon nach kurzer Zeit einen strengen Geruch annehmen und im Innenraum rissig werden.

Eine beliebte Alternative: Fitnessboxen

Hat euch der Kampfgeist gepackt? Dann ist es an der Zeit, den Schweinehund auszuknocken und durchzustarten! Keine Sorge: Ihr müsst natürlich keine Kämpfe bestreiten, wenn ihr nicht wollt. In vielen Städten werden reine Kurse für Fitnessboxen angeboten, in denen ihr euch einfach nur auspowern könnt, ohne in den Ring zu steigen. Einige Clubs bieten auch speziell Gruppen für Frauenboxen an. Wo auch immer ihr euch am wohlsten fühlt: Let’s get ready to rumble!

Autor: Brit Weirich