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Meditation: Der traditionelle Weg zu mehr Gelassenheit

von Jane Schmitt Veröffentlicht am 20. März 2019
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Wenn es etwas gibt, das unserem modernen Leben gegenübersteht, der Hektik, der Eile, dem Stress, der Unzufriedenheit, dem Streben nach dem immer mehr, dann ist das die Meditation.

Gerade weil die moderne Zeit so viele negative Auswirkungen auf die Gesundheit unserer Seele und unseres Körpers hat, vertrauen immer mehr Menschen auf meditative Übungen, um zu mehr Ruhe, Gelassenheit und vor allem zu sich selbst zu finden.

Trotzdem werden Menschen, die bereits erkannt haben, wie gut Meditation helfen kann, mitunter von anderen belächelt und zuweilen nicht ernst genommen. Doch möglicherweise sind Menschen, die behaupten nichts mit Meditation anfangen zu können, noch nicht richtig an das Thema herangeführt worden.

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Was ist Meditation?

Zuallererst ist Meditation eine Konzentrationsübung. Über die Meditation wird der Geist beruhigt, der Meditierende nimmt sich Zeit sich zu sammeln, um über die Meditation letztlich zum "Wesentlichen" zu gelangen.

​"Meditatio" ist lateinisch und bedeutet soviel wie "Ausrichtung zur Mitte". Das altgriechische "medomai" kann man mit "denken, sinnen" übersetzen.

Auch wenn wir Meditation heute primär mit fernöstlichen Praktiken wie Yoga in Verbindung bringen, so ist die Meditation doch eine Übung, die auch im Westen - etwa im christlichen Gebet - ihre Tradition hat.

Dennoch gibt es entscheidende Unterschiede: Die Meditation, wie sie in Teilen Asiens verstanden wird, bedeutet eine Leerung oder Befreiung des Geistes, während im Westen vielmehr von Erfüllung die Rede ist.

Welche Formen der Meditation gibt es?

Recht bekannt wurde die transzendentale Meditation des Maharishi Mahesh Yogi, eines indischen Gurus, zu dessen Schülern Ende der 1960er Jahre westliche Popstars wie die Beatles oder die Schauspieler Mia Farrow und Clint Eastwood gehörten.

Daneben wurden auch eine ganze Menge aktiver Meditationsformen erdacht. Die berühmtesten Praktiken dieser Meditationen sind wohl Tantra und Yoga, wobei sich allein Yoga in viele Untergruppen unterteilen lässt. Yoga wird in Europa überwiegend durch Meditation, Atemtechnik und körperliche Übungen, sogenannten Asanas, vermittelt.

Im Zen-Buddhismus können schon alltägliche Handlungen zu Praktiken der Meditation werden. Auch die vielen asiatischen Kampfschulen nutzen den Erkenntnisgewinn aus der Meditation. Und nicht zuletzt stehen auch im Tanz, in der Musik, der Kunst oder der Liebe stets Wege der Meditation offen.

Das Verständnis von Meditation ist variabel

Es liegt auf der Hand, dass ein nepalesischer Mönch ein anderes Verständnis von Meditation hat und andere Ziele verfolgt als eine Mitteleuropäerin, die zwischen Büro, Kindern und Haushalt Zeit für sich sucht. In ihrer traditionellen Ausprägung ist Meditation für einen westlich geprägten Menschen kaum praktikabel.

Meditation muss an individuelle Bedürfnisse angepasst werden, ohne dabei zu vernachlässigen, dass sie nur dann von wirklichem Nutzen ist, wenn sie regelmäßig ausgeübt wird.

Über die verschiedenen Religionen haben sich ganz unterschiedliche Formen der Meditation herausgebildet, die sich sehr grob in zwei Richtungen trennen lassen: die Meditation der Ruhe und die Meditation der Bewegung.

Sieht man sich die Meditation eines christlichen Mönchs an, so erkennt man, woraus die Meditation der Stille und Ruhe ihre Kraft schöpft: Aus der Lektüre der heiligen Schrift, aus dem Lernen durch Wiederholung und durch das Gebet. Es geht um die Konzentration auf etwas, das zum Wesentlichen bestimmt ist.

Die Anhänger Buddhas haben eine unglaubliche Fülle von Methoden der Meditation hervorgebracht. Es gibt die Meditation der Achtsamkeit, bei der sich der Meditierende auf das konzentriert, was im Hier und Jetzt für ihn von Bedeutung ist. Daneben gibt es die Meditation der Konzentration, bei der der Meditierende ausschließlich bei einer Sache, einem Gedanken oder dem berühmten Mantra bleibt.

Starte jetzt mit deiner einfachen Meditation

Ideal ist es zu Anfang ein Mal täglich für zehn Minuten einfache Übungen durchzuführen. Später kann die Meditation nach Bedarf erweitert werden. Wer es sich leisten kann, der räumt sich und seiner Meditation einen festen Platz im Tagesverlauf ein. Der Ort der Meditation muss dabei keine bestimmten Kriterien erfüllen, es ist jedoch hilfreich, einen festen, eigens für die Meditation bestimmten Ort zu haben.

Es gibt Meditierende, die sich ihren Ort der Meditation liebevoll gestalten. Das beginnt mit dem Boden, auf dem sie sitzen, führt über spirituelle Bilder bis hin zu Düften, die mit Räucherstäbchen oder Kerzen erzeugt werden. Der entrückte Meditierende in Schwaden von Nebelwolken ist allerdings nur eines von vielen (Vorurteils-) Bildern, die sich aufdrängen.

Anleitung für Anti-Stress-Yoga für den Alltag

Anleitungen zur einfachen Meditation in Ruhe

Für Meditation sollte man bereit sein. Meditation setzt den Willen voraus, sich einzulassen. Wer sich allerdings bereit fühlt und Lust verspürt, neue Wege der Entspannung zu entdecken, der sollte sich aufmachen. Mit ein wenig Geduld und Freude an der Reise zu sich selbst lässt sich bald herausfinden, welche Form der Meditation am besten geeignet ist.

Einen Weg, um seine Gedanken zu beruhigen und den Blutdruck zu senken, ist eine einfache Meditation, die sich in vielen Situationen durchführen lässt. In Momenten, in denen du dich gestresst fühlst, kannst du dir mit dieser kurzen Meditation ein wenig Gelassenheit zurückholen.

Zudem sind deine Sinne dann wieder geschärft und du kannst eine anstehende Aufgabe fokussierter in Angriff nehmen. Eine wertvolle Hilfe zu mehr Achtsamkeit ist dabei deine Atmung.

Anleitung für eine einfache Meditation für mehr Achtsamkeit:

  • Beginne damit deine Aufmerksamkeit auf deine Gefühlswelt und deinen Körper zu lenken.
  • Atme tief durch die Nase ein und fühle, wie sich deine Lunge mit Luft füllt. Atme in deinen Bauch hinein und lass ihn sich ausdehnen. Damit du das besser spürst, kannst du deine Hände sanft auf den Bauch legen. Atme langsam durch den Mund aus.
  • Diese Atemtechnik kann deine Herzfrequenz verlangsamen und deinen Blutdruck senken, wodurch du dich besser entspannen kannst. Beachte dabei wie es sich anfühlt ein- und auszuatmen.
  • Atme in einem dir angenehmen Rhythmus weiter. Lenke deine Aufmerksamkeit nun auf deine anderen Sinne. Achte auf jede Berührung, auf die einzelnen Gerüche, die du wahrnimmst oder auf Geräusche.
  • Sobald du bemerkst, dass sich deine Gedanken entspannen und du dich wohler fühlst, kannst du deine Aufmerksamkeit langsam wieder zurücklenken zu deiner Aufgabe, die du erledigen wolltest.

Während Meditation in vielen Traditionen eine umfassende Schule des Lebens ist, dient sie uns Europäern vor allem als Schutzraum vor einem zunehmend fordernden Alltag. Wir haben Wege gefunden, Momente der Meditation zu schaffen.

Dafür gibt es allerlei Lehrmaterial, es gibt Anleitungen zur Meditation als Videos, Ratgeber in Buchform (hier bei Amazon bestellen), als Kurse zum Beispiel angeschlossen an Yoga- oder Fitness-Studios und Lehrgänge an vielen öffentlichen Bildungseinrichtungen.

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