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Handynacken: Lass den Kopf mal richtig hängen

von Jane Schmitt Erstellt am 15.03.22 um 12:00
Handynacken: Lass den Kopf mal richtig hängen© GettyImages

Nackenschmerzen sind für viele Menschen Alltag. Schuld ist das Handy, heißt es oft. Doch stimmt das überhaupt? "Handynacken" heißt es dann schnell. Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht erklärt, wie du aus der vermeintlich schlechten Haltung etwas Gutes für dich rausholst.

In den vergangenen Jahren hat die Smartphonenutzung deutlich zugenommen. Täglich verbringen wir Stunden damit, nach unten auf den kleinen Bildschirm in unserer Hand zu schauen.

Kein Wunder, dass sich dafür sogar ein eigener Begriff etabliert hat: Smombie. Zusammengesetzt aus den Worten Smartphone und Zombie bildet sich das Kofferwort Smombie und bezeichnet Menschen, die selbst im Gehen auf das Handy starren und langsam vor sich hin schlurfend nichts mehr um sich herum wahrnehmen.

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Nacken dehnen, aber richtig

Gerade rechtzeitig zum Tag der Rückengesundheit (15.3.) erklärt Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht, weshalb der sogenannte "Handynacken" eigentlich gut für dich ist. Lies weiter und erfahre, warum das so ist und wie du aus der vermeintlich schlechten Körperhaltung eine effektive Dehnübung machst.

Mit folgender Übung kannst du aus der ungesunden Position eine Dehnübung machen:

1. Stell dich aufrecht hin, nimm die Schultern etwas zurück und achte darauf, dass dein Rücken gerade ist.
2. Senke nun den Kopf nach vorne, indem du dein Kinn in Richtung Brust bewegst. Bleib im Rücken gerade und vermeide ein Hohlkreuz. Jetzt sollte sich im Nacken ein Dehnungsgefühl einstellen.

Fällt es dir schwer, den Rücken gerade zu halten, dann nutze eine Wand zur Hilfestellung:
Stell dich mit dem Rücken gerade an eine freie Wand. Lass deinen Kopf nun langsam nach vorne fallen, bis sich das Dehnungsgefühl einstellt. So wird die Halswirbelsäule gestreckt und die Brustwirbelsäule entlastet.

Diese Nacken-Dehnübung führen wir nun weiter fort:

Setz dich anschließend aufrecht auf einen Stuhl und leg das Handy auf deinen Beinen ab. Nun legst du beide Hände um den höchsten Punkt deines Hinterkopfs und ziehst den Kopf sanft nach unten. Dein Rücken muss dabei stets gerade bleiben. Auch hierbei solltest du ein zunehmendes Spannungsgefühl im Nacken merken. Halte diese Position für mindestens zwei Minuten.

In dieser Position dehnst du die angespannte Nackenmuskulatur und machst den "Handynacken" zu einer effektiven Übung gegen Verspannungen und Schmerzen. Also lass den Kopf ruhig hängen – allerdings bitte richtig.

Die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht wurde von Roland Liebscher-Bracht und Dr. med. Petra Bracht begründet. Zusammen haben sie in über 30 Jahren Forschung herausgefunden, dass die meisten Schmerzen durch zu hohe Spannungen der Muskeln und Faszien entstehen. Der Schmerz warnt in diesem Fall vor Schädigungen, die aus überhöhten Spannungen resultieren können.

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