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Arabische Namen

Arabische Vornamen sind in Deutschland noch eher selten. Dabei klingen Vornamen arabischen Ursprungs oft nicht nur wunderschön, sondern sie haben mindestens genauso oft auch eine schöne Bedeutung. Tatsächlich zählt Arabisch zu den fünf häufigsten Sprachen der Welt und ist in 22 Ländern Amtssprache. Diese große Verbreitung der Sprache sorgt auch für eine große Vielfalt und ein riesen Repertoire an Namen.

Namen wie aus 1001 Nacht
Was wir gerne als arabische Welt bezeichnen, ist eine Region Nordafrikas, Vorderasiens sowie die Arabische Halbinsel. Ein riesiges Gebiet, welches voller Geschichte steckt und reich ist an Kultur und Traditionen. Klassische arabische Vornamen spiegeln genau das wieder. Oft haben sie einen Bezug zur Geschichte und wichtigen Persönlichkeiten der Vergangenheit. Mohammed beispielsweise geht zurück auf den Propheten Mohammed, den Begründer des Islam. Dieser Vorname, in all seinen Varianten, zählt zu den beliebtesten Vornamen in der arabischen Welt und macht ihn damit sogar zu einem der beliebtesten Vornamen weltweit. 

Fun Fact: Deutschland ist eines der wenigen europäischen Länder, in denen der Name Mohammed (oder seine Varianten) nicht an der Spitze der beliebtesten Vornamen steht. Wie Knud Bielefeld, Hobby-Namensforscher und Herausgeber der jährlichen Vornamen-Rankings, erklärt, liegt das daran, dass in Deutschland viele Muslime aus der Türkei stammen. Dort spiele der Name Mohammed keine große Rolle. In Ländern wie zum Beispiel England hingegen, stammten viele Muslime aus Ländern wie Bangladesch, Indien und Pakistan und da sei es Tradition, den erstgeborenen Sohn Mohammed zu nennen.

Arabische Personennamen
Die Namensgebung ist im arabischen Sprachraum sehr wichtig. Sie beinhaltet in der Regel nicht nur einen Vornamen, wie es in Deutschland beispielsweise üblich ist, sondern wird oft ergänzt durch den Namen des Vaters. Deshalb bestehen klassische arabische Namen aus bis zu fünf Teilen. Erwachsene bloß mit ihrem Vornamen anzusprechen, ist im Arabischen unüblich.

Bedeutung arabischer Namen
Arabische Namen haben eine unglaubliche Vielfalt, erstreckt sich die Region schließlich über viele Ländergrenzen, syrische Mädchennamen zählen dazu, genau wie bosnische Jungennamen oder türkische Vornamen. Oft sind arabische Vornamen religiös geprägt, egal ob die Eltern islamischen Glaubens sind oder arabische Christen. Die Bedeutung der Vornamen liegt oft in ihren Namensgebern. Denn beliebte arabische Vornamen gehen zurück auf Propheten, deren Gefolgschaft oder auf Heilige.

Auch arabische Unisex-Namen, also jene, die sowohl einem Jungen als auch einem Mädchen gegeben werden können, erfreuen sich großer Beliebtheit. Das kann hin und wieder jedoch zu Problemen beim Standesamt und der Erstellung der Geburtsurkunde führen. Abhilfe schafft da oft ein Zweitname, der eindeutig einem Jungen oder Mädchen zugeordnet werden kann.

Arabische Mädchennamen sind in der Regel sehr klangvoll und haben zudem eine ausdrucksstarke Bedeutung. Rana beispielsweise bedeutet 'die Liebliche oder Schöne', Samira bedeutet 'die Unterhalterin' und Jasmin 'anmutige Blume'. Oft lässt sich an der Endung eines Namen erkennen, dass es sich beim Träger um ein Mädchen handelt. Arabische Mädchennamen enden oft auf 'a' oder 'e'.

Auch Arabische Jungennamen sind klangvoll und stecken voller Bedeutung. So ist beispielsweise der Name Ilyas oder Alias die arabische Form des biblischen Namen Elias und geht zurück auf den Propheten Elijah. Ilyas bedeutet so viel wie, 'Mein Gott ist Jahwe'. Der arabische Jungenname Gibril bedeutet 'Held Gottes' und ist die arabische Variante des biblischen Namen Gabriel. Im Islam übermittelte Gibril Offenbarungen an den Propheten Mohammed.
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