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Japanische Mädchennamen

Japanische Mädchennamen
Japanische Mädchennamen sind etwas ganz Besonderes und kommen in unserer Kultur so gut wie nie vor. Das hat einen simplen Grund. Denn Japanisch hat ein ganz anderes Schriftsystem als zum Beispiel die deutsche Sprache. Daher trauen sich deutsche Eltern womöglich noch nicht so recht, ihren Kindern einen japanischen Namen zu geben. Japanisch wird überwiegend in Japan gesprochen. Dort sprechen ganze 99% der Bevölkerung die Sprache. 

Dennoch steigt auch in Deutschland das Interesse an der japanischen Kultur. Das liegt unter anderem an der japanischen Küche. Sushi ist schon lange nicht mehr aus unserer kulinarischen Landschaft wegzudenken. Aber auch die Nudelsuppe Ramen, ist in Deutschland mittlerweile ein Trendgericht. Eigentlich ist Ramen eine spezielle japanische Nudelsorte. Bei uns wird Ramen vor allem in speziellen Noodle Bars angeboten und als Fast-Food kategorisiert. Doch nicht nur die japanische Kulinarik wird hierzulande sehr geschätzt. Vor allem "Mangas" und "Animes" erfreuen sich bei uns großer Beliebtheit. "Mangas" sind japanische Comics und "Animes" sind japanische Zeichentrickfilme. Da ist es nicht verwunderlich, dass so manch ein Japan-Fan seiner Tochter gerne den Namen eines beliebten Anime-Charakters geben möchte. 

Die Bedeutung japanischer Mädchennamen spielt eine große Rolle
In Japan spielt die Bedeutung der Namen eine große Rolle. Der klangvolle Name Akari zum Beispiel bedeutet „Licht“. Der Name Yuki bedeutet „Schnee“ und passt daher perfekt zu Mädchen, die im Winter geboren sind. Der Name Mai ist auch aus anderen Sprachen bekannt. Er bedeutet so viel wie „Tanz“. Mai ist nicht zu verwechseln mit dem ebenfalls beliebten Namen Mei, der „Knospe“ bedeutet. Auch der Name Sakura ist äußerst bekannt und gehört zu den beliebtesten Namen in Japan. Und das ist nicht verwunderlich, denn Sakura heißt übersetzt „Kirschblüte“. Die Kirschblüte ist eines der wichtigsten Symbole der japanischen Kultur. Sie steht für den Beginn des Frühlings, da sie im Frühjahr ihre Blütezeit hat. Auch in Deutschland ist die Kirschblüte ein beliebtes Fotomotiv. 

Sogar die Silben haben eine eigene Bedeutung
Namen mit drei Silben wie Michiko oder Setsuko gelten als besonders edel. So bestehen die Namen von Mitgliedern der Oberschicht oder des Adels immer aus drei Silben. Weniger vornehm sind zweisilbige Vornamen wie Hina oder Suki. Sie gelten in Japan als gewöhnlich. Namen mit nur einer Silbe werden in Japan selten vergeben, da sie Mitgliedern der Unterschicht zugeordnet werden. Einsilbige Namen werden nur vergeben, wenn diese eine sehr schöne Bedeutung haben. Der einsilbige Name Ai bedeutet zum Beispiel Liebe oder Zuneigung.

Japanisch hat ein komplexes Schriftsystem
Japanisch setzt sich zusammen aus chinesischen Schriftzeichen, auch Kanji genannt und den Silbenschriften Hiragana und Katakana. Anstelle von Silben werden in den meisten japanischen Dialekten und in der Hochsprache sogenannte „Moren“ verwendet. Dementsprechend sind Hiragana und Katakana eigentlich Morenschriften.  Eine interessante Besonderheit ist, dass Japaner bei der Namensgebung ihrer Kinder eine gewisse Beschränkung haben. Denn sie dürfen lediglich 2000 der gängigsten Schriftzeichen für den Namen ihres Kindes verwenden. Das hat einen äußerst sozialen Grund, denn auch Menschen mit einer geringeren Bildung sollen den Namen problemlos lesen können. 

Japaner haben auch Vor- und Nachnamen
Es gibt auch Parallelen zur deutschen Sprache, denn auch Japaner haben in der Regel einen Vor- und einen Nachnamen. Nur der japanische Kaiser und seine Familie haben keinen Nachnamen. Sie werden als „kōshitsu“ oder als „tennōke“ bezeichnet, was so viel wie „Kaiserhaus“ oder „kaiserliche Familie“ bedeutet. Allerdings gibt es auch hier eine Besonderheit. Denn ein japanischer Nachname wird vor dem Vornamen gesprochen. Max Mustermann hieße in Japan demnach Mustermann Max.

Die Endung -a wird auch bei Jungennamen verwendet
Wenn sich Eltern dazu entscheiden ihrer Tochter einen japanischen Mädchennamen zu geben, sollten sie einige Dinge beachten. Denn oft ist es schwer zu erkennen, ob der Name ein Mädchen- oder ein Jungenname ist. Im Japanischen enden auch männliche Jungennamen auf einem a. Im Deutschen hingegen ist die Endung -a eher typisch für einen Mädchennamen. Der Name „Akira“ ist zum Beispiel in Japan ein Jungenname. Diesen Namen würden wir intuitiv eher einem Mädchen zuordnen. In japanischen Mädchennamen findet sich sehr häufig die Silbe „Ko“. Diese Silbe bedeutet im japanischen „Kind“.
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