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Skandinavische Jungennamen

Bei Skandinavien denken vermutlich die meisten von uns an Länder wie Norwegen, Schweden und Finnland, manchmal vielleicht auch noch Dänemark. Je nachdem, wen man fragt, zählen für manche auch Grönland und Island, genauso wie die Färöer (autonome Inseln, die zur dänischen Krone gehören) hinzu. Allgemeiner kann man also sagen, wir sprechen von nordischen Ländern. Und die sind, dank ihrer Mythologien, Natur und Lebensqualität ein großer Sehnsuchtsort für Menschen auf der ganzen Welt. Auch in Sachen Vornamen finden immer mehr Menschen Gefallen an nordischen Vornamen, vor allem für Jungen. Aber warum eigentlich?

Danke, Astrid Lindgren!
Skandinavische Namen, egal ob für Jungen oder Mädchen, lassen uns vor allem an eines denken: an eine unbeschwerte Kindheit. Nicht zuletzt verdanken wir das der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren, die uns in ihren Geschichten von starken und mutigen Kindern wie Pipi, Annika und Tommy, Michel aus Lönneberger oder Karlsson vom Dach erzählt hat. Und ihre Geschichten, allesamt in Schweden platziert, sind auch heute noch nicht nur aufregend und spannend erzählt, sondern stecken voller Lebensfreude. Genau diese Lebensfreude findet man auch in skandinavischen Jungennamen wieder, und in nordischen Mädchennamen natürlich auch.

Bedeutung skandinavischer Jungennamen
Skandinavische Namen sind heute, so wie die Kulturen in den nordischen Ländern, weit gefächert und offen. Da gibt es die Eltern, die ihren Kindern typische schwedische, norwegische oder finnische Jungennamen geben, wie Erik oder Nils, Tjalf oder Kimi. Es gibt aber ebenso viele Eltern, die sich von der englischen Sprache inspirieren lassen und ihre Söhne William, Harry oder Oscar nennen. Auch typisch arabische, französische oder spanische Vornamen finden sich in den Namensregistern nordischer Länder.

Typische skandinavische Vornamen für Jungen haben oft einen Bezug zur Mythologie, so zum Beispiel beim Namen Thor, der auf den Gott der Blitze und des Donners zurückgeht. Eine Form von Thor ist zum Beispiel Torben, die dänische Variante des norwegischen Namen Thorbjörn. Auch der 'typisch' deutsche Vornamen Torsten lässt sich wohl auf den skandinavischen Namen Thor und den berühmten Gott zurückführen.

Altnordische Jungennamen wie Hakon oder Thordis haben ihren Ursprung oft in sogenannten Sagas (isländisch für Geschichte oder Erzählung) und sind vor allem bei Fantasy-Fans sehr beliebt. Die Namen sind inspiriert von der Mythologie, aber auch von der Religion. Die Bedeutungen von alten und auch modernen skandinavischen Jungennamen reichen von Stärke, über Gottheiten bis hin zu Friedensbringern. So bedeutet Ville (wie Ville Valo, Sänger der Band 'Him') beispielsweise 'der Wille', Matti bedeutet 'Gabe des Herrn' und Magnus bedeutet 'der Große'.

Schwanger und auf Namenssuche?
Skandinavische Vornamen erfreuen sich auch bei uns in Deutschland wachsender Beliebtheit. Denn die Namen klingen schön, sind einfach auszusprechen und auch zu schreiben. Alles Kriterien, die werdenden Eltern bei der Namenssuche wichtig sind. Zudem hängen nordischen Namen wie Mats, Sven, Per oder Erik keine Vorurteile an, wie beispielsweise den Jungennamen Justin oder Kevin.

Denkt auch ihr über einen nordischen Vornamen für euren Sohn nach, gibt es etwas, dass ihr beachten müsst. Wichtig bei der Namensgebung in Deutschland ist, dass das Geschlecht des Kindes anhand des Namens eindeutig erkennbar ist. Denkt man zum Beispiel darüber nach, sein Baby Kimi zu nennen, wird das Standesamt sehr wahrscheinlich einen Zweitnamen fordern. Denn Kimi allein könnte ein Junge, aber eben auch ein Mädchen sein. 

Apropos Mädchen: Inspirationen für schöne skandinavische Mädchennamen findet ihr hier.

Und denkt immer daran: Gefällt euch der Name, glaubt ihr, er ist der perfekte Begleiter für euer Kind, dann lasst euch von niemandem hereinreden. Gerne versuchen Freunde, Verwandte und Bekannte einem einen Vornamen auszureden, wenn sie ihn nicht kennen oder er aufgrund seiner Herkunft gar fremd klingt. Aber ganz ehrlich: Ihr seid die Eltern, ihr entscheidet. Noch einfacher macht ihr es euch, wenn ihr den Babynamen gar nicht in der Schwangerschaft verratet, sondern wartet, bis euer Baby geboren ist. Wir versprechen: Keiner wird dann auch nur ansatzweise euch gegenüber Zweifel am Namen äußern.
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