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Küche organisieren: 8 einfache Tricks für eine immer ordentliche Küche

von Inga Back Erstellt am 16. Dezember 2020
Küche organisieren: 8 einfache Tricks für eine immer ordentliche Küche© Unsplash.com/dane-deaner

Ordnung muss kein aufwendiger Prozess sein. Hat man einmal seine Küche organisiert, lässt sich der Status Quo recht einfach halten. Mit diesen acht Tricks ist Chaos in der Küche Geschichte.

Zum Glück ist Ordnung keineswegs das halbe Leben. Ganz im Gegenteil: Je ordentlicher ein Mensch ist, desto weniger Zeit muss er aufwenden, um die Ordnung zu halten. Grund dafür ist, dass die Räume gut organisiert sind.

Alles, was man braucht, um die Küche zu organisieren, ist also ebenfalls ein gutes System. Und dann genießt man langfristig die Vorzüge davon. Denn wer einmal seine Küche organisiert hat, muss es nie wieder tun (wenn er es gut gemacht hat). Wir verraten euch, wie ihr es schafft in acht einfachen Schritten eure Küche zu organisieren.

1. Schritt: Ausmisten

Der erste Schritt ist bei jedem Organisationsprojekt gleich: Man muss ausmisten. Um wirklich die Küche organisieren zu können, muss man schließlich wissen, was überhaupt alles da ist. Räum alle Schränke und Schubladen in der Küche aus. Du musst auf einen Blick sehen können, was du alles hast.

Hilfreich ist auch, wenn du beim Ausräumen zusammengehörige Dinge direkt zusammenlegst. Alle Lebensmittel zusammen, alle Töpfe zusammen usw. Ein zusätzlicher Bonus: Wenn die Schränke alle leer sind, kann man sie auch mal wieder durchwischen.

Wenn dann das gesamte Kücheninventar auf dem Boden (oder sonst wo) ausgebreitet ist, wirst du wahrscheinlich schockiert feststellen, wie viel Kram du eigentlich hast. Jetzt geht das Organisieren fließend ins Ausmisten über.

Alles, was doppelt ist, kaputt ist oder noch nie benutzt wurde, fliegt gnadenlos raus. Alleine dadurch wird das Organisieren in den nächsten Schritten leichter, weil ihr weniger Kram habt, der organisiert werden muss. Für den Rest, der übrigbleibt, schafft ihr gleichzeitig mehr Stauraum. Außerdem erhöht sich durch das Ausmisten die Chance auf eine möglichst freie Arbeitsplatte – und das ist in der Küche immer das Ziel.

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2. Schritt: Küchenschränke organisieren

Wenn alles Unnötige aussortiert ist, beginnt das (Wieder-)Einsortieren. Jetzt geht es allerdings darum, die Küchenschränke sinnvoll zu verplanen. Dafür teilt ihr alle Küchenschränke in Zonen ein:

  • Eine Zone für das Geschirr. Diese sollte nah an Spüle und Spülmaschine gelegen sein.
  • Eine Zone für Kochutensilien wie Töpfe oder Pfannen.
  • Eine Zone für Aufbewahrungs- bzw. Frischhaltedosen. Idealerweise in der Nähe des Kühlschranks.
  • Eine Zone für Putzmittel und/oder den Müll. Diese ist meistens der Schrank unter der Spüle.
  • Eine Zone für Tee oder Kaffee. Diese sollte beim Wasserkocher oder der Kaffeemaschine sein. Idealerweise auch dort, wo die Tassen gelagert werden.
  • Eine Zone für Vorräte, sofern keine Vorratskammer vorhanden ist.
  • Eine Zone für besondere Gegenstände, wie feines Geschirr oder Küchengeräte, die nicht täglich in Gebrauch sind. Idealerweise werden solche Dinge jedoch nicht in der Küche gelagert, sondern lieber im Esszimmer oder der Garage.

Damit das System funktioniert, sollten die Zonen untereinander nicht vermischt werden, sonst herrscht bald wieder Chaos. Im Geschirrschrank sollte also wirklich nur Geschirr gelagert werden und nicht auch noch die Tupperdosen.

Achtet deshalb darauf, dass ihr die Zonen so wählt, dass die designierten Küchenschränke auch genug Platz bieten für die entsprechenden Sachen. Nur so lernt die ganze Familie, wo was hingehört. Wenn jeder weiß, welcher Schrank für Küchengeräte ist, dann wirst du nie wieder gefragt, wo das Waffeleisen ist. Und du ärgerst dich auch nie wieder, wenn jemand anders die Spülmaschine ausgeräumt hat und die Sachen falsch eingeordnet hat.

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Video von Justin Amaral

3. Schritt: Schubladen organisieren

Ein Bereich der geradezu prädestiniert für Chaos ist, sind Schubladen. Stell dir eine Besteckschublade ohne Einsatz vor. Du dürftest vor deinem inneren Auge jetzt einen klappernden Berg an Besteck sehen. Jetzt ist es super lästig aus diesem Haufen ein kleines Gäbelchen herauszusuchen. Deshalb gilt: Keine Schublade ohne Einsatz.

Schubladen müssen natürlich nicht bloß dem Besteck vorbehalten bleiben. Wählt eine Schublade in der Geschirrzone für das Besteck (möglichst nah an der Spülmaschine). Die restlichen Schubladen können beliebig verteilt werden. Vielleicht habt ihr eine Schublade für Frischhaltefolie, Backpapier & Co. Die Schublade beim Herd ist dagegen für Gewürze.

Egal, wie ihr entscheidet. Hauptsache jede Schublade hat einen Einsatz. Denn in Schubladen landet in der Regel Kleinkram und der fliegt unkontrolliert durch die Gegend, wenn es keinen Schubladeneinsatz gibt. Dabei gibt es diverse Schubladeneinsätze. Es gibt Trennwände (hier bei Amazon bestellen)*, klassische Sortierhilfen wie bei Besteck (hier bei Amazon bestellen)* oder auch unterschiedlich große Schalen im Set, die beliebig miteinander kombiniert werden können (hier bei Amazon bestellen)*. Es gibt sogar treppenartige Einsätze für die Gewürzschublade (hier bei Amazon bestellen)*, damit die Etiketten der Dosen gut lesbar sind.

4. Schritt: Vorratsschrank organisieren

Der nächste Bereich, der gerne für Chaos sorgt, sind die Vorräte. Sind diese schlecht organisiert, finden sich Vorräte in verschiedenen Schränken über die ganze Küche verteilt, auf der Arbeitsplatte und auf dem Küchentisch. Im schlimmsten Fall weiß man nach dem Einkaufen gar nicht, wohin mit dem ganzen Kram. Selbst eine Vorratskammer kann plötzlich sehr klein sein, wenn sie schlecht organisiert ist. Im Gegenzug kann man aber auch eine kleine Fläche viel größer erscheinen lassen und viel mehr Zeug unterbringen, wenn man nur weiß wie.

Die wichtigste Regel: Versucht möglichst alle Vorräte beisammenzuhalten. Wählt also einen Küchenschrank, der die passende Größe für euren Bedarf hat. Wer viele Vorräte im Haus hat, wählt den größten Schrank oder auch mehrere beieinander liegende Küchenschränke. Danach gilt genau wie beim Organisieren der Küche: Teilt die Schränke in Zonen ein.

Ein Regal ist zum Beispiel für Konserven reserviert, ein anderes für Beilagen wie Nudeln oder Reis, das dritte für Einmachgläser usw. Wenn ein ganzes Regal zu groß ist, könnt ihr auch mit transparenten Boxen arbeiten, die ihr entsprechend beschriftet. Eine Kiste für Soßenzubehör, eine Kiste für Backzubehör usw. Der Vorteil von transparenten Kisten (hier in verschiedenen Größen bei Amazon bestellen)* ist, dass ihr auf einen Blick seht, was da ist. Bei Lebensmitteln gilt sonst schnell "aus den Augen, aus dem Sinn" und dann verderben sie.

Ihr denkt, solche Kisten wären überflüssig? Falsch gedacht. Der größte Vorteil dieser Kisten ist nicht bloß, dass sie ordentlich aussehen, und dass jedes Familienmitglied weiß, wo die Einkäufe einsortiert werden sollen. Der größte Vorteil ist, dass ihr die Kiste als Ganzes aus dem Regal heben könnt, wenn ihr etwas sucht. Vorher musstet ihr das halbe Regal ausräumen, um an das Puddingpulver zu kommen. Jetzt reicht es, wenn ihr die Backzubehör-Box herauszieht.

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5. Schritt: Gewürzregal organisieren

Das Gewürzregal ist ein weiterer Chaos-Punkt in fast jeder Küche. Man hat tendenziell sehr viele Gewürze und natürlich kommen sie in den unterschiedlichsten Formen daher. Man hat Streuer, Dosen, Gläser und Tüten und alle wollen irgendwie ordentlich angeordnet werden. Meistens stehen alle Gewürze auf einem Regalboden, und man muss nach Gefühl so lange einzelne Gewürze herausheben, bis man das richtige gefunden hat.

Beim Organisieren der Küche geht es darum, möglichst viel sichtbar zu machen. Also lautet das Ziel beim Gewürzregal: Man muss es schaffen, dass beim Öffnen des Schranks möglichst alle Gewürze auf einen Blick zu sehen sind. Dafür braucht man kleine Hilfssysteme. Besonders praktisch sind Treppchen (hier bei Amazon bestellen)*. Auf diesen lassen sich Gewürze höhenversetzt, hintereinander aufstellen. So sieht man alle Gewürze auf einmal, ohne mehr Platz zu brauchen. Viele Exemplare lassen sich auch ausziehen, sodass man die Treppe an die Breite des Schranks anpassen kann.

Eine weitere Idee ist die Rückwand der Schranktür zu nutzen. Hier geht meistens wertvolle Fläche verloren, indem sie ungenutzt bleibt. Messt einfach mal aus, wie viel Platz zwischen Schranktür und Regalen bleiben. Vielleicht könnt ihr ein kleines Gewürzregal (hier bei Amazon bestellen)* auf die Innenseite der Tür schrauben.

6. Schritt: Öle und Flaschen organisieren

Genau wie Gewürze können auch die ganzen Flaschen in der Küche sehr chaotisch aussehen. Bleiben sie auf der Arbeitsplatte stehen, dann sorgen sie für einen unordentlichen Eindruck. Jeder Inneneinrichter weiß, dass zu viel von etwas unruhig aussieht. Besonders kleine Teile sorgen für ein unruhiges Gesamtbild. Deshalb sollten sogar kleine Dekoelemente nur sehr spärlich eingesetzt werden.

Wer die Flaschen in Herdnähe gelagert hat, hat sogar einen doppelt negativen Effekt. Denn die Fettspritzer auf den Flaschen sorgen dafür, dass es nicht nur unaufgeräumt, sondern auch noch schmutzig aussieht. Fett sorgt dafür, dass Staub an den Flaschen haftet und sich dunkel zeigt.

Lagert ihr eure Öle und Essige offen, ist das also eure erste Stellschraube. Versteckt die Flaschen im Schrank und schon sieht die Küche aufgeräumter aus.

In zweiter Instanz werdet ihr jedoch das Problem haben, dass die Flaschen, die ihr in zweiter Reihe im Schrank aufstellt, in Vergessenheit geraten. Wenn ihr dann doch mal an eine der hinteren Flaschen ranmüsst, ist es super nervig, alle vorderen beiseite zu schieben.

Für dieses Problem gibt es jedoch eine einfache Lösung: einen Drehteller (hier bei Amazon bestellen)*. Stellt sämtliche Flaschen auf den Drehteller und schon kommt ihr an jedes Öl und jeden Essig ran und müsst dafür bloß die Platte ein wenig drehen. Für kleinere Flaschen eignet sich auch ein Rondell (hier bei Amazon bestellen)*, dann könnt ihr drehen und übereinander stapeln.

Wer mehr Platz (oder mehr Flaschen) hat, kauft am besten auch mehrere Drehteller. Denkt dann wieder in Zonen: ein Drehteller für Öle, einer für Essige, einer für Soßen usw.

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7. Schritt: Eckschrank organisieren

Der Eckschrank ist die Königsdisziplin, wenn man die Küche organisiert. Wenn man Glück hat, dann ist der Eckschrank mit einem Drehbeschlag ausgestattet. Dann kann man ihn genauso gut wie Schubladen oder Schränke nutzen. Lagert darin dann das, was am meisten Sinn ergibt. Liegt der Drehschrank in der Kochzone können dann zum Beispiel Töpfe und Pfannen darin gelagert werden.

Wenn man Pech hat, dann hat der Eckschrank aber keinen Drehbeschlag. Dann kann man die Fläche nur schwer erreichen. In diesem Fall lagert ihr dort am besten Dinge, die ihr selten braucht. Vielleicht ist der Eckschrank dann die ideale Zone für Küchengeräte, die selten genutzt werden wie Waffeleisen, Sandwichmaker uvm.

8. Schritt: Offene Flächen organisieren

In der Küche werden offene Flächen gerne mal genauso behandelt wie Regale in den Schränken. Das ist ein großer Fehler. Wer eine schöne Küche möchte, muss offene Regale und Glasschränke anders behandeln. Dabei gilt: Sichtbar aufgestellt werden nur die schönsten Dinge – und weniger ist mehr.

Befreit offene Regale und Schränke mit Glastüren von unnötigem Krempel und zeigt stattdessen wenige, aber dafür besonders schöne Dinge. Hübsches Geschirr, Kochbücher und sogar Pflanzen können gezeigt werden. Denkt einfach mal nicht daran, dass ihr in der Küche seid, sondern dekoriert so, wie ihr auch andere Räume dekorieren würdet.
Wenn ihr nicht auf praktische Dinge in Griffweite verzichten wollt, könnt ihr natürlich auch Lebensmittel offen präsentieren. Füllt diese vorher allerdings in einheitliche Container um. Dann wird aus Öl plötzlich ein Hingucker.

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