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Üppige Rosen: Trick verlängert die Blütezeit um Wochen

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Vorab im Video: Das bedeuten gelbe Blätter bei Rosen

Deine Rosen sind verblüht? Erfahre hier, was du jetzt tun solltest, damit sie ein zweites Mal blühen – und das, üppiger als je zuvor.

Stell dir vor: Es war Anfang Mai, und meine weißen Rosen vor dem Küchenfenster standen in voller Blüte. Wunderschön reckten sie ihre üppigen Blütenköpfe der Sonne entgegen, die sich diesen Frühling leider viel zu selten zeigte.

Stattdessen setzte heftiger Regen ein, der meinen weißen Rosen gar nicht gut tat. Die vormals so schönen weißen Blüten wurden innerhalb kurzer Zeit braun und die Blütenblätter fielen ab.

Sollte es das gewesen sein? Verblühte Rosen bevor der Sommer überhaupt begonnen hat. Frustriert rief ich meine Oma an, die bisher noch für jedes meiner Gartenprobleme eine Lösung hatte. Ihr Rat: „Alles abschneiden!“

Der Schnitt-Trick: Welke Rosen direkt entfernen

Für mich klang Omas Tipp erst einmal unlogisch. Es war schließlich schon Ende Mai und ich wollte doch nicht, dass meine Rosen im Sommer abgeschnitten und verkümmert aussehen. Doch ich vertraute auf ihren Rat und griff zur Gartenschere.

Ich schnitt jede einzelne verblühte Rose ab. Die Schere setzte ich so an, dass ich auch zwei bis drei Blattstiele mit abschnitt, die sich unterhalb der Blüte befanden.

Laut Garten-Expert*innen regt der beherzte Rückschnitt die Rose dazu an, neue Knospen zu bilden und noch einmal kräftig auszutreiben. Das Ganze nennt man den Sommerschnitt bei Rosen.

Warum ist der Sommerschnitt sinnvoll?

Indem du die welken bzw. verblühten Blüten und ein Stück des Stiels samt Blätter entfernst, schickst du der Rose das Signal, dass sie weiterwachsen und neue Blüten produzieren soll.

Die Pflanze investiert ihre Energie also nicht mehr in die Samenbildung, sondern in das Wachstum neuer Blüten. Das Ergebnis ist eine zweite, oft noch prächtigere Blüte.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Schau dir die Rose genau an: Sobald die Blüten verwelkt sind und die Blütenblätter beginnen abzufallen, greife zur Gartenschere.
  2. Entferne die Blüten samt der nächsten Blätter: Schneide etwa zwei bis drei Blätterstiele mit ab. Setze den Schnitt leicht schräg an, direkt über einem nach außen gerichteten Auge (das ist die Stelle, an der ein neues Blatt oder Zweig wächst).
  3. Wiederhole den Vorgang regelmäßig: Kontrolliere deine Rosen alle paar Tage und entferne alle verblühten Blüten sofort. So hältst du die Pflanze in einem kontinuierlichen Wachstumszyklus.

Es braucht ein wenig Geduld, aber du wirst bald belohnt. Schon nach kurzer Zeit wirst du sehen, wie die Rose neue Triebe bildet und sich neue Knospen entwickeln.

Bei mir hat der Rückschnitt nach der ersten Blüte Wunder bewirkt. Da, wo ich die Stiele beschnitten hatte, hat meine Rosen bis zu 12(!) Blüten ausgebildet. Ein weißes Blütenmeer, auf das ich super stolz bin.

Weiße Rosen mit Knospen links daneben Lavendel
Dort, wo ich die Rosen beschnitten habe, haben sich unzählige neue Knospen gebildet. Credit: Anna Schöll / gofeminin

Blütenpracht den ganzen Sommer lang

Dank dieses einfachen Schnitt-Tricks kannst du sicherstellen, dass auch deine Rosen über den gesamten Sommer hinweg immer wieder aufs Neue blühen. Es ist eine kleine Mühe, die sich mehr als lohnt, denn deine Rosen werden es dir mit einer wahren Blütenpracht danken. Also schnapp dir die Gartenschere und lass deine Rosen noch einmal blühen!

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