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6 Anzeichen, dass du dich beim Essen zu sehr einschränkst

Jane Schmitt
von Jane Schmitt Veröffentlicht am 22. August 2017

Schon wieder aufgegeben? Manche Ernährungskonzepte machen es einem aber auch echt schwer. Wir verraten dir, auf was du bei einer Diät achten solltest, damit du dran bleibst.

Wann werden Diäten zur Qual? Hast du dir schon mal darüber Gedanken gemacht, weshalb es gar nicht so leicht ist, eine Diät durchzuhalten? Ein Hauptproblem von Diäten: Diverse Abnehmprogramme werden zur Qual, weil sie uns zuviel Disziplin abverlangen und das auch noch mit völlig neuen Angewohnheiten, an die wir uns erst noch gewöhnen müssen.

Diäten verlangen häufig, dass man strenge Richtlinien befolgt, was, wie und wann man etwas essen darf. Dabei sind solche Regeln alles andere als motivierend und fördern nur selten das gesunde Bewusstsein, um die Signale und Bedürfnisse des Körpers wahrzunehmen. Stattdessen kriegen wir allein beim Wort "Kalorien" schon ein schlechtes Gewissen, weil wir Angst haben zu viel zu uns zu nehmen. Das ist eine Art des psychischen Drucks, den wir uns selbst mit einer Diät aufbürden. Macht euch dringend frei davon!

Senke dein Stresslevel & fördere das Bewusstsein für Lebensmittel

Entscheidend ist doch, dass wir versuchen unsere Kilos nachhaltig zu reduzieren. Lasst strikte Diätpläne fallen und konzentriert euch auf eine bewusste Ernährung. Dadurch setzt man sich mit den Nährwerten der Nahrung auseinander, schenkt seinem Körper die nötige Beachtung und hört darauf, was er wirklich benötigt. An einigen Tagen wird der Bedarf an Essen ein wenig höher sein als an anderen, und das ist vollkommen okay. Du musst in der Lage sein, dir diese Freiräume zu geben.

Achtest du zu sehr auf deine Diät, wird sich dein Stresslevel anheben, wodurch auch die Frustration zunimmt. Wenn du gestresst bist, wird sich das auf deinen Schlaf auswirken und das Stresshormon Cortisol wird ansteigen – keines von beidem fördert den Gewichtsverlust, meist ist sogar das Gegenteil der Fall.

Abnehmen kann nur derjenige, der seinem Körper weniger Kalorien zuführt, als der Körper verbraucht, klingt logisch. Doch die Kalorienaufnahme zu reduzieren ist nur einer von vielen Faktoren, um Gewicht zu verlieren. Mit den folgenden Tipps kannst du die fünf üblichen Probleme bei Diäten bewältigen:

1. Du gehst nicht auf Partys, weil du Angst hast, nicht alles essen zu können

Die Lösung: Relax. Geh auf Partys und hab Spaß. Sei du Selbst. Es ist okay, wenn du ab und zu knabberst und naschst. Wenn es sein muss, beschränke dich einfach auf das Essen, welches dich wirklich anspricht, auf das du wirklich Lust hast. Wenn es nicht gut schmeckt, dann iss nicht weiter. Es wird nicht besser, je mehr du isst. Genauso, wenn es gut schmeckt, dann genieße es. Iss in kleinen Bissen und genieß jede Sekunde davon. Iss langsam und schmeck jede Nuance. Nochmal: Es wird nicht besser schmecken, wenn du mehr isst.

2. Du hättest wirklich gerne einen Nachtisch, aber dich plagt das schlechte Gewissen

Die Lösung: Nachtisch ist schwer einschätzbar. Süßigkeiten sprechen dein Belohnungszentrum im Gehirn an und machen es schwer sich zu bremsen. Wenn es zum Nachtisch kommt, beantworte für dich ein paar Fragen:

  • Bist du noch nicht satt?
  • Ist es ein besonderer Anlass?

Wenn die Antwort 'Ja' ist, dann solltest du den Nachtisch essen. Und sorge dich nicht um "du solltest lieber nicht" - genieß es einfach. Mach langsam und nimm dir die Zeit. Es kann bis zu 30 Minuten dauert, bis dein Magen registriert hat, dass er voll ist. Wenn du langsam isst, reduzierst du die Möglichkeit des Überessens. Vielleicht hast du dann auch nur noch Platz für einen halben Nachtisch. Und wenn du den Ganzen isst, ist es auch kein Weltuntergang. Niemand kann sein ganzes Leben jeder Versuchung und Verführung widerstehen. Gönn dir selbst mal eine Pause!

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3. Du ernährst dich gesund und nährstoffreich, aber der Genuss bleibt auf der Strecke

Die Lösung: Sich gesund zu ernähren heißt nicht, dass das Essen nach Pappe schmecken muss. Gedünsteter Brokkoli und Hühnchen sind gut, aber man ist es schnell leid. Es gibt eine große Vielfalt an gesundem und nährstoffreichem Essen, das gut schmeckt. Es ist in Ordnung sein morgendliches Müsli mit Ahornsirup zu süßen, oder Humus als Dip für Rohkost zu essen. Verzichte nicht auf Hauptnahrungsmittel, denn sie geben dir Kraft.

Wenn du unbedingt deinen Vorlieben folgst und diese nicht zu 100 Prozent zu deinem gesunden Ernährungsplan passen, dann solltest du einen Weg finden deine Lieblingsspeisen in einem gesunden Maß in deinen Ernährungsplan zu integrieren. Denn nichts ist schlimmer als Verbote, die fördern nämlich Heißhungerattacken. Es gibt viele Nahrungsmittel, die der Wertigkeit deines Essen einen Schub verleihen, ohne das der Genuss auf der Strecke bleibt. Es benötigt vielleicht ein wenig Kreativität, aber der Aufwand wird sich lohnen, wenn es dich näher an dein Ziel bringt, richtig? Hör auf, Nahrung zu essen, die dir nicht schmeckt.

4. Du isst ständig Rohkost, weil du immer hungrig bist

Die Lösung: Eine Diät zu machen, bedeutet nicht, dass du hungern sollst. Wie schon erwähnt, solltest du nicht versuchen auf komplette Nahrungsgruppen zu verzichten. Du wirst erstaunt sein, wie viele Kalorien du bei deiner Diät einsparen kannst, ohne dass du beispielsweise eine kohlenhydratfreie Diät machst.
Ersetz den Kaffee und zuckerhaltige Limonaden durch Wasser. Wenn du Geschmack brauchst, dann gib frische Früchte in dein Wasser. Du wirst begeistert sein, wie viel Kalorien sich dadurch einsparen lassen. Achte bei deinem Essen auf gesunde Fette, Ballaststoffe, komplexe Kohlenhydrate und Eiweiß. Die Nährwerte halten länger vor, das heißt, sie werden langsamer verbrannt, der Blutzucker bleibt auf einem konstanten Wert und man beugt ständigme Hunger vor.

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5. Du vermeidest es im Restaurant zu essen

Die Lösung: Es ist wahr, wenn du versuchst dich gesund zu ernähren, können Restaurants tatsächlich problematisch sein. Merke dir, du muss nicht alles essen, was aufgetischt wird. Verzichte auf den Brotkorb und sonstige Vorspeisen und fange mit der Hauptspeise an. Iss langsam und denke daran, dass du das restliche Essen einpacken und nach Hause mitnehmen kannst. Werde dir bewusst, dass die Portionen in Restaurants oft sehr groß sind, nimm dir Zeit, kaue dein Essen und genieße dein Mahl, du muss nicht alles essen. Vielleicht nützt es, die Bedienung zu fragen, ob sie die Hälfte des Essens einpacken kann, bevor du angefangen hast zu essen. Wenn du nur so viel isst, bis du zufrieden gesättigt bist, wirst du nie ein Problem haben.

6. Dich plagen negative Gedanken und du bist ständig schlecht gelaunt

Gewicht zu verlieren und gesund zu bleiben, hat auch immer damit zu tun, wie du dich fühlst. Wenn du etwas tust, was dir Sorgen bereitet oder wonach du dich schuldig fühlst, dann wird das Projekt auf lange Sicht gesehen nicht erfolgreich enden. Erlaube dir kleinere Portionen zu essen, von allem, was du willst. Bleib positiv und versuche Essen nie mit negativen Gefühlen wie Reue zu verbinden.

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