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Gesunde Nachtisch-Rezepte: 6 geniale Low-Carb-Desserts

Ann-Kathrin Schöll
von Ann-Kathrin Schöll Veröffentlicht am 19. August 2017

Diese Low-Carb-Desserts schmecken nicht nur unfassbar gut - sie sind auch richtig gesund. Perfekt für alle Süßschnäbel, die sich figurbewusst ernähren und beim Nachtisch Kalorien sparen wollen!

Es ist wissenschaftlich belegt: Süßes macht glücklich! Kein Wunder also, dass wir leckerem Nachtisch nur schwer widerstehen können.

Statt uns die Leckereien komplett zu verbieten und so Heißhungerattacken und miese Laune zu riskieren, sollten wir lieber ganz bewusst und in Maßen zugreifen. Aber nicht bei irgendwelchen Zuckerbomben, sondern am besten bei gesunden Low-Carb-Desserts.

Gesunder Zuckerersatz: Was taugen Honig, Ahornsirup, Stevia & Co?

Bevor es zu den Nachtisch-Rezepten geht: Auch Low-Carb-Desserts kommen nicht ohne Süße aus. Schließlich wollen wir, dass uns der Nachtisch glücklich und zufrieden macht. Statt zu normalem Zucker, solltet ihr aber besser zu gesunden Alternativen greifen. Die haben deutlich weniger Kalorien und positivere Eigenschaften auf unseren Körper als Haushaltszucker.

Super, um Cremes oder Pancakes zu süßen ist Ahornsirup. Der dunkle, dünnflüssige Sirup hat nur 260 Kalorien pro 100 Gramm und eine leckere Karamellnote. Auch Agavendicksaft oder 2-3 fein gemixte Datteln eignen sich wunderbar, um cremigen Desserts etwas gesunde Süße zu verleihen.

Bei Honig gilt: Er enthält zwar viele gesunde Inhaltsstoffe, ist mit 304 Kalorien pro 100 Gramm aber kein Schlankmacher. Deshalb sparsam verwenden.

Viel weniger Kalorien hat dagegen der Zuckerersatzstoff Xylit. Der natürliche Süßstoff schmeckt fast wie normaler Zucker, wirkt sich aber nicht so stark auf den Blutzuckerspiegel aus. Ebenfalls gut, um Kuchen zu süßen: Stevia.

Tipp: Am besten testet ihr Stevia an Pancakes aus. Gebt erst mal nur einen Teelöffel in den Teig und bratet einen Pancake, um den Süßegrad und den Geschmack zu testen. Dann bei Bedarf mehr Steviapulver hinzufügen.

Gesünder und weniger Kalorien: Das sind die besten Zuckeralternativen

So viel zur Theorie - kommen wir zur Praxis: Hier sind 6 genial-gesunde Low-Carb-Desserts, die ihr (fast) ohne Reue vernaschen könnt!

Low Carb Panna Cotta mit Erdbeeren

Panna Cotta ist immer schwer und ein echter Dickmacher? Wir zeigen euch, wie ihr das beliebte Dessert leicht und Low Carb zubereiten könnt.

​Ihr braucht (für 4 Gläser):

Für die Panna Cotta:

  • 400 ml Kokosmilch (fettreduziert)
  • 1 TL Vanilleextrakt oder Mark einer Vanilleschote
  • 1 EL Birkenzucker (Xylith) (oder alternativ 1 EL Stevia)
  • 4 Blatt Gelatine, alternativ 1 TL Agar-Agar
  • 1 Prise Salz
  • 1 Spritzer Limettensaft

Für das Erdbeer-Topping:

  • 300 g frische Erdbeeren
  • Saft einer Limette
  • etwas Honig oder Ahornsirup zum Süßen


So geht's:
Kokosmilch in einen Topf füllen und erhitzen. Vanilleextrakt, Birkenzucker (oder alternatives Süßungsmittel) und Prise Salz dazu geben, mit einem Schneebesen verrühren und die Mischung kurz aufkochen, anschließend Herd auf niedrige Stufe stellen.

In der Zwischenzeit Gelatine-Blätter nach Packungsangabe in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und zur Kokosmilch-Mischung geben. Kurz warten, bis sich die Gelatine komplett aufgelöst hat und noch einmal durchrühren. Kokosmilch-Mischung in ausgespülte Gläser geben und die Panna Cotta für ca. 2 Stunden im Kühlschrank kalt stellen.

Anschließend die Erdbeeren waschen, vom Grün befreien und alle bis auf eine Handvoll zusammen mit etwas Honig und dem Saft einer Limette im Mixer glatt pürieren. Danach durch ein Sieb in ein Gefäß streichen. Die restlichen Erdbeeren in kleine Stückchen schneiden. Zum Schluss Erdbeersoße auf die Low Carb Panna Cotta geben und mit klein geschnittenen Erdbeeren garnieren.

Low Carb Zucchini Brownies

Wer sagt, dass saftiger Schokokuchen immer eine Kalorienbombe sein muss? Unsere Brownies mit Zucchini sind Low Carb und definitiv eine Sünde wert!

Ihr braucht:

  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 4 EL Butter
  • 1 EL Kokosöl (flüssig)
  • 1 Ei (Größe M)
  • 150 g Birkenzucker (Xylit)
  • 150 g Mandelmehl
  • 4 gehäufte EL Backkakao
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 60 g Schokolade (mind. 70 % Kakaoanteil)


So geht's:
Backofen auf 175 Grad vorheizen und die flache, rechteckige Backform mit Backpapier auslegen. Zucchini waschen, Enden abschneiden und mit einer Reibe in eine Schüssel fein reiben.

Butter in einer Schüssel auf niedriger Stufe in der Mikrowelle oder im Topf schmelzen lassen. Kokosöl dazu geben und zur Zucchinimasse geben. Ei, Birkenzucker und Vanilleextrakt zur Zuccinimasse geben und alles gut durchrühren.

In einer anderen Schüssel die trockenen Zutaten (Mandelmehl, Backpulver, Salz und Backkakao) vermischen und langsam Schritt für Schritt unter die Zucchinimasse heben. Schokolade auf einem Brett hacken. 2/3 davon unter den Teig heben. Teig in die Form füllen und restliche Schokolade darüber streuen.

Im Ofen 30 Minuten backen und anschließend in der Form noch einmal 30 Minuten auskühlen lassen. Anschließend den Brownie-Kuchen stürzen und in rechteckige Stücke schneiden. Noch einmal auskühlen lassen, danach servieren.

Low Carb-Cheesecake-Trifle mit Himbeeren

Ihr liebt Käsekuchen? Dann werdet ihr dieses Low-Carb-Dessert lieben! Unser Cheesecake-Trifle hat alles, was ein verboten leckerer Nachtisch haben muss: eine zarte Creme, knusprige Streusel und fruchtige Beeren.

Ihr braucht (für 4 Gläser):

Für die Streusel:

  • 5 EL gemahlene Mandeln
  • 2 EL Haferflocken
  • 3 TL Kokosöl (flüssig)


Für die Creme:

  • 3 TL Ahornsirup
  • 350 g Frischkäse
  • 200 g griechischer Joghurt
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Spritzer Limettensaft


Für die Himbeersoße:

  • 200 g Himbeeren
  • 1 TL Ahornsirup


Zum Garnieren:

  • ca. 200 g Himbeeren


So geht's:
Zutaten für die Streusel in einer Schüssel vermengen und verkneten. Pfanne heiß werden lassen und Streusel anrösten, bis sie goldbraun und knusprig werden. Anschließend vom Herd nehmen und kalt werden lassen.

Für die Creme alle Zutaten glatt verrühren und mit etwas Limettensaft abschmecken. Die Cheesecake-Masse für 30 Minuten abgedeckt in den Kühlschrank stellen. In der Zwischenzeit 200 g Himbeeren im Mixer pürieren und je nach Geschmack mit Ahornsirup süßen. Himbeersoße durch ein Sieb in eine Schüssel streichen.

Eine dünne Schicht Streusel in die Gläser füllen, anschließend die Cheesecake-Masse und darauf einen EL Himbeersoße geben. Noch einmal wiederholen und Gläser zuletzt mit ganzen Himbeeren garnieren. Vor dem Servieren noch einmal im Kühlschrank ca. 30 Minuten kalt stellen.

Low Carb Schicht-Dessert mit griechischem Joghurt

Ihr solltet euch bei griechischem Joghurt nicht von seinem vergleichsweise hohen Fettgehalt abschrecken lassen. Denn das Fitness-Geheimnis von griechischem Joghurt liegt in seinem hohen Proteingehalt. Dadurch macht der super cremige Joghurt lange satt. Noch dazu schmeckt er weniger säuerlich als Naturjoghurt, weswegen ihr für den folgenden Low-Carb-Nachtisch nur ganz wenig Süße benötigt - auch das spart Kalorien.

Ihr braucht (für 4 Gläser):

  • 1 Becher griechischer Joghurt (500 g)
  • ca. 250 g gemischte Beeren
  • 1 kleine Tasse Nussmischung
  • Ahornsirup (nach Geschmack)​

So geht's:
Die Nüsse grob hacken und die Beeren - bis auf eine Handvoll zum Garnieren - im Mixer durchpürieren. Je nach Geschmack mit etwas Ahornsirup süßen. Die Beerensoße durch ein Sieb in eine Schüssel streichen. Eine Pfanne heiß werden lassen und die Nüsse kurz anrösten, anschließend einen Schuss Ahornsirup dazu geben und karamellisieren. Achtung: Rührt zwischendurch gut um, da die Nüsse schnell anbrennen können.

Pfanne von der Herdplatte nehmen und karamellisierte Nüsse kurz abkühlen lassen. Anschließend mit einem Esslöffel als erste dünne Schicht in die Gläser geben. Darauf 1-2 Esslöffel griechischen Joghurt und auf den Joghurt einen Esslöffel Beerensoße geben. Danach wieder Nüsse usw. Zum Schluss das Low-Carb-Dessert mit Nüssen und Beeren garnieren und nach Geschmack etwas Ahornsirup darüber träufeln.

Skyr-Creme-Dessert mit Aprikosenmark

Wer nach einem proteinreichen Sattmacher sucht, der sich perfekt für Low-Carb-Desserts eignet, wird Skyr lieben. Das aus Island stammende Milcherzeugnis erinnert an eine Mischung aus Joghurt und Quark, schmeckt herrlich frisch und passt perfekt zu Sommerfrüchten.

​Ihr braucht (für 4 Gläser):
​Für die Creme:

  • 500 g Skyr
  • 1 EL Honig​


Für das Aprikosenmark:

  • 6 reife Aprikosen
  • 1 EL Honig
  • 2 TL Zitronensaft
  • 4 EL Wasser


Zum Garnieren:

  • 2 reife Aprikosen​​​
  • gehackte Pistazien

So geht's:
Für das Aprikosenmark 6 Aprikosen waschen, entsteinen und in kleine Stücke schneiden. In einen kleinen Topf geben und restliche Zutaten für das Aprikosenmark dazu geben. Für ca. 1 Stunde ohne Hitze ziehen lassen. Danach die Platte anschalten und Aprikosen-Mischung bei mittlerer Hitze für ca. 20 Minuten einköcheln lassen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Anschließend in ein Gefäß geben und mit einem Stabmixer zu einem glatten Mark pürieren. Bei Bedarf mit Limettensaft und Honig abschmecken.

Für die Creme Skyr mit Honig glatt verrühren. Aprikosenmark in die Gläser füllen und Creme darauf verteilen. Zum Schluss restliche Aprikosen waschen, entkernen und in Scheiben schneiden. Auf das Low-Carb-Dessert legen und mit Pistazien toppen.

Gesundes Beeren-Blitzeis mit exotischer Note

Ihr sucht nach einem frischen gesunden Low-Carb-Dessert, dass in wenigen Sekunden zubereitet ist? Wie wäre es da mit unserem fruchtigen Beeren-Blitzeis mit feiner Kokosnote?

Ihr braucht (für 4 Portionen):

  • 300 g gemischte TK-Beeren
  • 2 EL griechischer Joghurt
  • ca. 50 ml Kokosnuss-Drink (z. B. von Alpro)
  • etwas Ahornsirup oder Honig


So geht's:
Tiefgefrorene Beeren in einen Standmixer füllen und Joghurt sowie etwa 50 ml Kokosnuss-Drink dazu geben. Mit etwas Ahornsirup oder Honig süßen. Alles kurz durchpürieren. Anschließend sofort servieren.

Tipp: Stellt die Schüsseln vor dem Servieren für ca. 10 Minuten in den Gefrierschrank, dann schmilzt das Eis darin nicht so schnell.

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von Ann-Kathrin Schöll