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Autsch! Schnelle SOS-Hilfe bei lästigen Schwellungen & Rötungen

Jane Schmitt
von Jane Schmitt Veröffentlicht am 13. November 2017

Unser größtes Sinnesorgan wird nur selten als solches wahrgenommen: Die Haut. Viel zu oft wird unsere schützende Hülle vernachlässigt.

Von Zeit zu Zeit macht sich unsere Haut dann doch einmal bemerkbar. Sie rötet sich, juckt, spannt und schuppt sich auch an der ein oder anderen Stelle – von Pickelchen ganz zu Schweigen. Kein Wunder, schließlich muss unsere Haut so einiges aushalten. Sie schützt uns vor den vielen schädlichen Einflüssen, die von außen auf uns einwirken. Und manchmal bekommt auch der dickste Schutzwall Risse - so auch unsere Haut. Umso wichtiger, dass wir alles dafür tun, damit es ihr so gut wie möglich geht.

Sonne, Hitze, Wind und im Winter klirrende Kälte und trockene Heizungsluft – allein die Temperatureinflüsse verlangen unserer Haut einiges ab. Hinzu kommen auch noch Schadstoffe aus der Luft, möglicherweise eine falsche Ernährung, Allergien und Kosmetika, die unsere Haut reizen. Irgendwann wird es einfach zu viel und der natürliche Schutzmantel gibt nach.

Unser Spiegelbild besticht dann keineswegs mit pfirsichzarter Haut, sondern mit kleinen roten Flecken, trockenen schuppigen Stellen, kleinen Schwellungen und entzündeten Pickelchen. Nur was sollen wir dann unternehmen und wie verhindern wir künftig das Auftreten dieser unschönen Makel?

Wie kann man Hautirritationen wie Rötungen und Schwellungen vermeiden?

Sobald solche Hautirritationen auftreten, solltet ihr Pflege- und Kosmetikprodukte sofort reduzieren. Zum Reinigen ist es sinnvoll, seifenfreie, pH-Neutrale Produkte zu verwenden. Brennt, spannt oder juckt eure Haut nachdem ihr etwas aufgetragen habt, dann empfiehlt es sich, wenn ihr die betroffene Hautpartie direkt mit lauwarmem Wasser sanft reinigt. Zudem solltet ihr dringend auf Peelings verzichten, das reizt die Haut und macht es nur noch schlimmer. Das gilt übrigens auch für das Waschen mit heißem Wasser oder Dampfkuren.

Bei kleineren Reizungen können beispielsweise beruhigende Cremes, Masken und Umschläge verwendet werden. In eurer Apotheke könnt ihr euch zu passenden Pflegeprodukten beraten lassen. Entwickeln sich die Hautprobleme zu einem Ausschlag bzw. einer Entzündung, können rezeptfreie Hydrocortison-Cremes aus der Apotheke helfen. Treten die Symptome weiterhin auf, solltet ihr euch von eurem Haus- oder Hautarzt beraten lassen. Häufig ist es dann sinnvoll ein Tagebuch anzulegen, um die Ernährung und die verwendeten Hautpflegeprodukte zu dokumentieren.

Auf die Temperatur kommt es an

Sehr hohe Temperaturen bei Sommerhitze, intensive UV-Strahlung durch Sonne, oder sehr niedrige Temperaturen bei Wind oder eisiger Kälte stressen die Haut und stören damit auch die Regeneration. Das gilt auch für zu heißes Wasser oder kaltes Wasser beim Reinigen der Haut. Lauwarm lautet hier die Devise.

​Bei Schwellungen könnt ihr selbstverständlich auch mal einen kalten Waschlappen auflegen. Möchtet ihr dennoch einen Eisbeutel verwenden, so solltet ihr diesen auf jeden Fall in ein sauberes Tuch einschlagen und nicht länger als nötig (maximal 20 Minuten) auf die betroffene Stelle halten. Bei ausbleibender Besserung, können hydocortisonhaltige Cremes Abhilfe schaffen, die gibt es rezeptfrei in der Apotheke.

Starke Gewürze und Getränke

Tendiert eure Haut dazu, sich schnell zu röten, so solltet ihr möglichst auf scharfes Essen wie Chili und Meerrettich verzichten. Einige trifft dieser Punkt vermutlich besonders hart, aber auch anregende Getränke wie Kaffee, Tee und Alkohol solltet ihr in Zukunft lieber streichen.

Zu viel des Guten

Ihr habt gedacht, Überpflegen sei eine Mär? Ganz und gar nicht, tatsächlich kann man die Haut auch durch übermäßige Pflege überreizen und stressen. Die Reizung entsteht eher schleichend und macht sich oft erst nach einigen Wochen bemerkbar, etwa durch Rötungen, erweiterte Äderchen oder kleine Bläschen und Pickel. Das als Stewardessen-Krankheit (periorale Dermatitis) bekannte Phänomen tritt gerade bei Berufsgruppen auf, die aus professionellen Gründen sehr viel Wert auf ihr Äußeres legen. Meist sind Inhaltsstoffe wie Alkohol, Duft- und Konservierungsstoffe und diverse Zusätze der Grund für die auftretenden Hautrötungen und -reizungen. Auch der häufige Wechsel von Pflegeprodukten kann für Reizungen sorgen.

​Sofortmaßnahme: Wer feststellt, dass die Haut möglicherweise überpflegt ist, sollte zum einen die Produktpalette radikal ausdünnen und zum anderen auch mal ein paar Tage pro Woche zumindest auf Make-up verzichten, wenn das möglich ist.

Finger weg & frische Wäsche

In vielen Fällen kann es übrigens schon helfen, wenn ihr darauf achtet nicht mit den Fingern ins Gesicht zu fassen, denn darüber werden Bakterien und Reizstoffe übertragen. Außerdem sollten Handtücher und Bettwäsche zweimal, mindestens jedoch einmal die Woche gewechselt werden. Die Wäsche sollte dann möglichst heiß gewaschen werden. Auch die Wahl des Waschmittels oder Weichspülers sollte kritisch betrachtet werden, falls man eine Allergie für die Hautirritationen in Verdacht hat.

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