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Wintermüdigkeit: Mit diesen Tipps kommt ihr besser durch die kalte Jahreszeit

Christina Cascino
von Christina Cascino Veröffentlicht am 13. Dezember 2017

Müde, schlapp, lustlos. Wer kennt es nicht – sobald die kalte Jahreszeit anbricht, würden wir am liebsten den ganzen Tag im Bett verbringen und schlafen. Hier kommen die besten Tipps, um die Wintermüdigkeit zu überwinden.

Dunkel, kalt und trist: Wenn man morgens beim Blick aus dem Fenster keinen einzigen Sonnenstrahl entdeckt und es an manchen Tagen irgendwie einfach nicht so richtig hell werden will, ist es nicht verwunderlich, dass wir am liebsten den ganzen Tag im Bett bleiben würden und einfach so gar nicht in die Gänge kommen. Unter unserer Kuscheldecke ist es schön warm, draußen dagegen kalt und dunkel und wir sind einfach dauermüde. Doch bilden wir uns das nur ein oder sind wir im Winter tatsächlich viel müder als sonst?

Spezialfall Wintermüdigkeit

Wenn Ende des Jahres die Temperaturen allmählich sinken und die Tage kürzer werden, fällt unser Körper in eine Art Mini-Winterschlaf. Schuld daran ist das fehlende Tageslicht und der Botenstoff Melatonin: Je dunkler es draußen wird und je länger diese Dunkelperioden anhalten, desto stärker bildet der Körper dieses sogenannte Schlafhormon. Außerdem gerät unser Wach-Schlaf-Rhythmus aus dem Gleichgewicht. Die Folge: ein erhöhtes Schlummerbedürfnis!

In der dunklen Jahreszeit ist zudem die Verweildauer des Botenstoffs Serotonin, dem Glückshormon, verkürzt. Kein Wunder, dass einige im Winter in eine regelrechte Depression verfallen. Erfahrt hier, was ihr dagegen tun könnt: Grauer Himmel, trübe Stimmung: Die besten Tipps gegen Winterdepression.

Mit diesen Tipps kommt ihr fit durch den Winter:

Hört auf eure innere Uhr

Ärgert euch nicht, wenn ihr vor dem Weckerklingeln wach werdet und dreht euch bloß nicht nochmal um. Fallt ihr dann in eine Tiefschlafphase, ist das Aufstehen umso härter, wenn der Wecker klingelt. Ähnlich ist es mit dem Snoozen. Also steht auf, wenn es euch der Körper signalisiert oder stellt direkt den Wecker etwas später.

Super Tipp, um morgens schnell aus den Federn zu kommen: Stellt den Wecker nicht auf den Nachttisch, sondern am besten in eine Ecke des Schlafzimmers. So kommt ihr garantiert schnell aus dem Bett.

Ab unter die Dusche

Nach dem Aufstehen, solltet ihr euch auf direktem Wege in die Dusche begeben. Das Wasser macht euch wach und sorgt dafür, dass ihr frisch in den Tag startet. Mutige probieren es mit heiß-kalten-Wechselduschen, die bringen den Kreislauf in Schwung und unterstützen das Immunsystem. Das kann ja gerade im Winter nicht schaden, oder?! Wie ihr eure Abwehrkräfte in Schwung bringt, erfahrt ihr hier: Tschüß Erkältung: Einfache Tipps, um das Immunsystem zu stärken.

Licht ist das Zauberwort

Im Winter wird es spät hell und früh wieder dunkel – gefühlt ist es also für uns dauerdunkel. Dennoch solltet ihr versuchen, das wenige Tageslicht zu nutzen: Geht zum Beispiel in der Mittagspause raus und macht einen kleinen Spaziergang. Der ist nicht nur gesund, sondern bringt euch Energie. Gegen den Lichtmangel hilft aber auch künstliches Licht. Schaltet also die Zimmerlampen ein und vertreibt die Wintermüdigkeit.

Super genial ist auch ein Lichtwecker, der euch beim Aufstehen hilft. Der simuliert durch eine integrierte Lampe das Tagwerden und hilft so dabei, natürlich aus dem Schlaf zu erwachen.

Bewegung hilft bei Antriebslosigkeit

Apropos Spaziergang: Wer im Winter ständig schlapp und müde ist, sollte nicht einfach nur zu Hause auf der Couch sitzen, sondern sich bewegen. Das kann ein krafttreibendes Workout im Fitnessstudio sein oder eine erfrischende Runde im Schwimmbad. Am besten ist es aber, wenn ihr euch an der frischen Luft fit haltet. Geht zum Beispiel joggen oder walken, dabei tankt ihr ein wenig Tageslicht und füllt so euren Vitamin D Haushalt auf.

Trinken nicht vergessen

Auch im Winter solltet ihr ausreichend trinken, denn trotz der kalten Temperaturen schwitzt unser Körper und verliert dadurch Flüssigkeit. Zwei bis drei Liter am Tag, am besten Mineralwasser oder ungesüßte Tees sind optimal. Trinkt direkt nach dem Aufstehen ein großes Glas Wasser, um den Kreislauf und Stoffwechsel in Gang zu bringen und schnell wach zu werden.

Auch gut: Zitronenwasser! Wer morgens ein Glas warmes Wasser mit einer frisch gepressten Zitrone trinkt, startet fit in den Tag und stärkt gleichzeitig seine Abwehrkräfte. Wer möchte, kann das Zitronenwasser noch mit Gurke oder Ingwer aufpeppen.

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Die richtige Ernährung bei Wintermüdigkeit

Her mit den Vitaminen! Denn die verleihen euch in den Wintermonaten den absoluten Powerkick. Greift vor allem zu Lebensmitteln, die reich an Magnesium sind, wie zum Beispiel Milch- und Vollkornprodukte, Bananen, Geflügel und Nüsse. Der Mineralstoff beugt Stress vor und regt gleichzeitig das Nervensystem an. Achtet allgemein auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung und integriert insgesamt fünf Portionen Gemüse und Obst täglich in euren Speiseplan.

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Schlaft euch wach

Die meisten Menschen versuchen sich im Winter mit Absicht am Abend wachzuhalten, obwohl sie müde sind. Das solltet ihr lieber lassen, denn unser Körper signalisiert uns eindeutig, dass er die Erholungsphase braucht. Wenn ihr also in der kalten Jahreszeit abends früher müde werdet, geht ruhig eher ins Bett als sonst. Zwischen sieben und acht Stunden sollten wir täglich schlafen, um fit in den Tag starten zu können. Doch auch wenn ihr erst nach neun Stunden erholt seid, ist das vollkommen in Ordnung, da ist jeder Mensch anders.

Wichtig sind regelmäßige Zubettgeh- und Aufstehzeiten – wenn möglich auch am Wochenende. Ansonsten kommt euer Körper durcheinander.

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Gemeinsam gegen das Tief

Was könnte besser gegen die trüben Gedanken und die Müdigkeit im Winter helfen, als sich mit Freunden zu treffen. Auch wenn es manchmal schwer fällt, sich in der dunklen Jahreszeit aufzuraffen und raus in die Kälte zu gehen, solltet ihr regelmäßig unter Leute gehen und etwas unternehmen. Ihr müsst natürlich nicht immer um die Häuser ziehen, auch ein gemütlicher Kochabend mit der besten Freundin wirkt schon wahre Wunder. Wer sich dagegen nur unter der Bettdecke verkriecht, riskiert negative Stimmungen.

To-Dos für den Tag

Gerade sonntags würden wir am liebsten den ganzen Tag im Bett verbringen - im Bett frühstücken, im Bett netflixen, im Bett gemütlich Kakao schlürfen. Hach, klingt verlockend. Klar, auch das darf mal sein, aber ihr solltet solche Tage nicht zur Regel werden lassen. Überlegt euch stattdessen kleine Aufgaben, die ihr an den Wochentagen erledigen wollt oder legt euch bewusst Termine. So bleibt euch gar nichts anderes übrig als aufzustehen.

von Christina Cascino

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