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Bootcamp für die Mähne: Was ihr gegen fettige Haare tun könnt

Veröffentlicht von Redaktion
Veröffentlicht am 19. März 2017

Jeden Tag Haarewaschen nervt! Aber was hilft eigentlich wirklich gegen fettige Haare?

Man glaubt es kaum: Eigentlich sind fettige Haare ein Luxusproblem. Die Kopfhaut produziert nämlich das, was das Haar dringend braucht - pflegendes Hautfett - aber eben zu viel davon. Die Folge: Die Frisur sieht schnell strähnig aus, der Ansatz hat wenig Stand. Das Gute daran: Fettiges Haar ist ein Problem, das sich in den Griff bekommen lässt. Wir haben mit Experten gesprochen. Hier sind ihre Tipps und Tricks, was wirklich gegen fettige Haare hilft.

Wenn die Kopfhaut Überstunden macht

Was gemeinhin als 'fettiges Haar' bezeichnet wird, ist eigentlich ein Problem der Kopfhaut. Dort sitzen Talgdrüsen. Das Fett, das sie produzieren, ist im Grunde gut und wichtig, da es das Haar geschmeidig und glänzend macht und die Kopfhaut vor äußeren Einflüssen schützt. Doch ein Zuviel an Fett lässt das Haar strähnig wirken.

Hinzu kommt oft noch ein zweites Problem, weiß Berthold Kempf, Haar-Experte für Kérastase: "Fettiges Haar ist empfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen und kann gleichzeitig am Ansatz fettig und in den Längen glanzlos und stumpf sein. Die Haarfülle nimmt ab und die Frisur fällt zusammen." Die Ursachen für dieses fiese Doppel sind vielfältig. Häufig sind übereifrige Talgdrüsen erblich oder hormonell (Pubertät, Schwangerschaft) bedingt. Aber auch Stress oder falsche Pflege bringen sie in Fahrt: Eine Haarkur, die nicht richtig ausgewaschen wurde, kann zum Beispiel zu fettiger Kopfhaut führen.​

Fettige Haare richtig waschen

Fettige Haare brauchen eine Reinigung, die gründlich, aber sanft zur Kopfhaut ist. Dabei kommt es unter anderem auf die richtige Technik an, weiß Eugenia Wolstein, Junior Product Manager für René Furterer: "Das Wasser sollte nur lauwarm sein, auf keinen Fall heiß - das würde die Talgdrüsen anregen. Außerdem sollte das Shampoo in die Ansätze verteilt und die Kopfhaut damit sanft massiert werden. Dabei werden die Talgdrüsen ausgedrückt und die Kopfhaut fettet anschließend langsamer nach."

Spezialshampoos für fettiges Haar lösen das überschüssige Fett mit Tensiden, die reinigen, ohne die Kopfhaut zu reizen. Sie enthalten außerdem Wirkstoffe (z.B. Vitamin B6 oder Extrakte aus Kräutern wie Rosmarin oder Kamille), die die Produktion der Talgdrüsen regulieren und die Kopfhaut beruhigen sollen. Wichtig: Bei fettigem Haar die Spülung nur in die Haarlängen geben, sonst verschärft sich das Problem.

Eugenia Wolsteins Geheimtipp ist eine Behandlung mit Heilerde, die mit Wasser angerührt, einen geschmeidigen Brei ergibt. "Einmal in der Woche sollte der Heilerde-Brei in die Kopfhaut einmassiert und nach zehn Minuten Einwirkzeit wieder ausgespült werden." Wer nicht selber mixen will, kann alternativ auch fertige Masken mit Heilerde verwenden.​

Styling und Pflege bei fettigem Haar

Nach dem Waschen ist das Haar frisch und duftig. Damit das lange so bleibt, muss das Styling stimmen. So verlangsamt ihr das schnelle Nachfetten:

> Bürsten und Kämmen:
Bürsten mit Naturborsten befördern den Talg gleichmäßig vom Ansatz in die Längen, ohne die Kopfhaut zu strapazieren.

> Kopfhautmassagen:
Eugenia Wolstein empfiehlt: "Massiert zweimal täglich à 5 Minuten die Kopfhaut mit kreisenden Bewegungen." Weil dabei die Talgdrüsen geleert werden, kann das Haar kurzfristig schneller fetten. "Bei regelmäßiger Massage kommt es aber zu einer Regulation der Talgdrüsen und zu einer schnellen Besserung" - auf Dauer fettet die Kopfhaut also weniger.

> Hitzestyling:
Zu hohe Temperaturen regen die Produktion der Talgdrüsen an. Heiße Föhnluft ist also kontraproduktiv bei fettigem Haar. Trocknet es mit lauwarmer Luft oder lasst es an der Luft trocknen.

> Trockenshampoo für Zwischendurch:
"Trockenshampoos sind ideal, um das Haar wieder aufzufrischen", findet Berthold Kempf. Das absorbierende Puder nimmt Talg und Verunreinigungen auf, regt aber die Kopfhaut nicht zum Nachfetten an. Sein Tipp: "Einfach eine haselnussgroße Portion auf den Haaransatz geben und mit einem Kamm leicht auskämmen."

Mythos: zu häufiges Haarewaschen

Tägliches Haarewaschen ist für viele Frauen eine Selbstverständlichkeit. Vor allem wenn fettige Kopfhaut ein Problem ist. Doch darunter leiden nicht nur die trockenen Längen. Viele Haarexperten gehen davon aus, dass zu häufiges Haarewaschen die Überproduktion der Talgdrüsen noch steigert. "Bei täglicher Haarwäsche werden die Talgdrüsen trainiert, 'schneller' Talg zu produzieren, d.h. sie fetten schneller nach", so Eugenia Wolstein.

Im Umkehrschluss hieße das: Wer seine Waschfrequenz senkt, kann der Kopfhaut das schnelle Nachfetten abgewöhnen. Geht das? Eugenie Wolstein sagt "Ja, das geht: Eine Methode, die gesteigerte Talgproduktion zu stoppen, ist, die Haare noch einen Tag in dem etwas 'fettigen Zustand' zu belassen und die Haare in Zukunft nur noch alle zwei Tage zu waschen." Damit werden die Talgdrüsen langfristig 'umerzogen' und passen die Talgproduktion dem neuen Waschrhythmus an.

Die schwierige 'Übergangsphase' könnt ihr mit Trockenshampoo oder Hochsteckfrisuren überbrücken.

Auch auf gofeminin: Trendfrisuren 2017

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