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Haarver­längerung: Von kurz auf lang - so kriegt ihr über Nacht eure Traummähne!

Ga-Young Park Veröffentlicht von Ga-Young Park
Veröffentlicht am 2. Februar 2017

Methoden, Haltbarkeit und Pflege - wir verraten euch alles, was ihr über eine Haarverlängerung wissen müsst!

Unter dem Begriff Haarverlängerung fallen grundsätzlich alle Verfahren, bei denen Strähnen aus Echt- oder Kunsthaar in das Eigenhaar eingearbeitet werden. Damit kann der eigene Schopf verlängert oder verdichtet werden. Häufig werden die eingefügten Haare auch mit dem englischen Fachbegriff für Haarverlängerung als "Extensions" bezeichnet.

Methoden der Haarverlängerung

Es gibt verschiedene Methoden der Haarverlängerung. Das Grundprinzip, das alle gemeinsam haben: Das Fremdhaar wird im Echthaar befestigt. Bei vielen Methoden spielt dabei die Einwirkung von Hitze eine wichtige Rolle. Ein Verbindungsstoff wird erhitzt und fügt wie ein Kleber Echthaar und neue Haarsträhne zusammen.

"Heiße" Methoden

Als Klebe-Substanz wird häufig künstliches Keratin verwendet. Es ist in chemischer Hinsicht identisch mit dem haareigenen Keratin (unser Haar besteht zu 90 Prozent aus dem Protein). Aber auch hochwertige Kunststoffe wie Polymere werden genutzt.

Die Verbindungsstelle zwischen Eigenhaar und neuer Strähne wird Bonding ("bond": engl. für "kleben, binden") genannt. Sie kann, je nachdem welche Methode der "heißen" Haarverlängerung angewandt wird, rund oder flach ausfallen.

Die Qualität der Bondings entscheidet wesentlich über die Haltbarkeit der Haarverlängerung. Schlecht verarbeitete Bondings können sich unangenehm anfühlen oder sich lösen - die eingesetzten Haare gehen dabei verloren. Zum Lösen der Verbindungen kommt oft Alkohol zum Einsatz.

Leider spürt man in den meisten Fällen die Bondings - besonders beim Liegen. Auch fallen die Haare strähnig herunter, sodass die Mähne oft nicht natürlich wirkt.

"Kalte" Methoden

Bei Methoden, die ohne Hitze auskommen, spielen "Klebestreifen" eine wichtige Rolle. Hairtalk z.B. arbeitet mit einer sogenannten Sandwichmethode: Hier werden die Echthaare übereinander angebracht und ermöglichen so eine schnelle Haarverlängerung. Der Hersteller Hairtalk verwendet nur 100% Remi-Haar-Qualität und garantiert somit die beste am Markt verfügbare Echthaar-Qualität. Die Haare halten rund 3 Monate und müssen dann wieder hochgesetzt werden. Insgesamt sind die künstlichen Haarsträhnen bei guter Pflege rund ein Jahr haltbar.

Im Gegensatz zu den Bondings spürt man hier die Verbindungsstelle kaum. Nur beim Bürsten muss man ein wenig aufpassen, damit man nicht an den Klebestreifen hängen bleibt.

Wir haben die Extensions mit Klebestreifen getestet und hier ist das Ergebnis:

Haarverlängerung mit Ultraschall

Eine weitere Möglichkeit der Haarverlängerung ist die Methode mit Ultraschall. Keratinplättchen, an denen das Fremdhaar in feinen Strähnen befestigt ist, werden an das Eigenhaar gelegt und mit Ultraschall behandelt. Dadurch verändert sich die Struktur des Keratins und es verbindet sich fest mit dem Eigenhaar. Durch erneute Ultraschallbehandlung löst sich die Verbindung wieder.

Haarverlängerung mit Clip-In Extensions

Clip and go? Mittlerweile erfreuen sich sogenannte Clip-In-Extensions großer Beliebtheit. Hier sind die Haarsträhnen mit kleinen Clips ausgestattet und werden so an unser Echthaar befestigt. Tipp: Damit die Clip-Ins nicht verrutschen, empfehlen Experten den Ansatz, wo die Clips befestigt wurden, leicht zu toupieren. Besonders praktisch: Danach können die Extensions wieder einfach entfernt werden.


Beim Kauf der Clip-Ins solltet ihr darauf achten, dass die Farbe möglichst eurem Echthaar ähnelt. Gegebenenfalls könnt ihr auch die Extensions vom Friseur färben lassen. Je nach One-Piece Clip-Ins oder einzelnen Strähnen variieren die Preise von 50 - 70 Euro.

Weaving-Methode

Eine besonders schonende Methode ist das sogenannte Weaving-Verfahren. Hier werden die Haarsträhnen sehr eng an der Kopfhaut in das eigene Haar eingeflochten. Die Prozedur nimmt natürlich einige Stunden in Anspruch, aber der deutliche Vorteil ist, dass die kleinen Zöpfchen kaum sichtbar sind. Das eigene Haar wird zusätzlich nicht mit einem Kleber belastet.

So lange hält die Haarverlängerung

Was alle Methoden gemeinsam haben: Das Fremdhaar wird vor allem am Hinterkopf befestigt. Dann fällt genügend eigenes Deckhaar über die Verbindungsstellen und lässt sie unsichtbar werden.

Dennoch: Irgendwann haben alle Haarverlängerungen ihr "Mindesthaltbarkeitsdatum" erreicht - sie sind herausgewachsen. Sobald das Eigenhaar so viel gewachsen ist, dass die Bondings sichtbar werden, muss die Haarverlängerung erneuert werden.

Wie viel Zeit bis dahin vergeht, variiert je nach Befestigungsart und wie schnell das Eigenhaar wächst. Eine Haarverlängerung mit Keratin-Bonding kann etwa sechs bis acht Monate getragen werden. Methoden mit Tressen halten aber nur halb so lang.​ ​Unter Tressen versteht man eine bestimmte Anzahl von Extension-Strähnen, die gemeinsam auf ein Band genäht werden und so in das Eigenhaar ge-clipt (Clip-In Extensions), geklebt (Extensions mit Klebestreifen) oder eingenäht werden (Weaving-Verfahren).

Die richtige Pflege danach

Das A und O einer Haarverlängerung: Öl- und alkoholhaltige Produkte meiden. Sie können nämlich die Bondings oder Klebestreifen lösen. Da ihr herkömmliche Shampoos und Spülung nicht benutzen könnt, gibt es oft eine spezielle Pflege dazu.

Nach dem Waschen solltet ihr die Haare vorsichtig auswringen und beim Kämmen erst an den Spitzen anfangen. ​Haarbürsten mit Noppen können die Extensions lösen und sogar die eigenen Haare ausreißen. Besser sind spezielle Bürsten oder weiche Haarbürsten mit Wildschweinborsten, die sich nicht in den Bondings oder Klebestreifen verhaken.

Haarverlängerung: die Kosten

Die Kosten variieren - wie so oft - je nach Friseur, Methode, Menge an Extensions und Länge der Strähnen. Während eine Haarverdichtung bei rund 200 Euro anfängt, kann eine Verlängerung zwischen 500 und 800 Euro kosten.

Haarausfall und Haarverlängerung

Wenn ihr von Haarausfall betroffen seid, solltet ihr auf keinen Fall Haarsträhnen zusätzlich anbringen! Das Gewicht der Extensions kann nämlich den Haarausfall verschlimmern. Grundsätzlich gilt: Für eine Haarverlängerung braucht ihr gesunde Haare.

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