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Was tun, wenn die Haare ausfallen? Hier kommen hilfreiche Tricks & Tipps

Ga-Young Park
von Ga-Young Park Veröffentlicht am 21. Dezember 2016
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Der blanke Horror für viele Frauen: Haarausfall! Wenn die Haare immer lichter werden und ausfallen, greifen auch Frauen verzweifelt nach jedem Mittel, um den Haarausfall zu stoppen. Doch was hilft wirklich?

Erstmal keine Panik: Ein Haarverlust von 80 bis 100 Haaren pro Tag ist völlig normal. Das heißt, wenn eure Haare öfters mal im Duschsieb oder in der Haarbürste hängen bleiben, ist das nicht weiter schlimm. Wenn euch aber auffällt, dass mehr als 100 Haare ausfallen, solltet ihr das beobachten und unbedingt einen Arzt aufsuchen, falls es nicht besser wird.

Was bedeutet eigentlich Haarausfall?

Man unterscheidet zwischen drei unterschiedlichen Arten von Haarausfall:

Der kreisrunde Haarausfall (Alopecia Areata)

Ob in den Augenbrauen oder am Kopf - der kreisrunde Haarausfall kann überall dort in Erscheinung treten, wo Haare wachsen. Er tritt häufig bei Kindern und bis ins Erwachsenenalter auf. Es wird vermutet, dass er eine Störung des Immunsystems ist. Ursache für diese spezielle Form des Haarausfalls ist eine Entzündung der Haarfolikel, aus denen das Haar herauswächst. Wie groß die kahle Stelle wird, ist von Betroffenem zu Betroffenem sehr unterschiedlich. Manche verlieren nur eine kleine Stelle, bei anderen können große Teile oder gar alle Körperhaare ausfallen.

Der anlagebedingte Haarausfall (Androgenetische Alopezie)

Die häufigste Form des Haarverlusts bei Frauen ist der erblich bedingte Haarausfall. Statistiken besagen, dass jede zweite Frau dazu neigt. Bei Frauen werden die Haare entlang des Scheitels immer lichter, sodass die Kopfhaut durchschimmert. Diese Form des Haarausfalls tritt vor allem in Lebensphasen auf, in denen sich der Hormonhaushalt der Frau verändert - oft also in der Pubertät oder in den Wechseljahren.

Der diffuse Haarausfall (Diffuse Alopezie)

Beim diffusen Haarausfall fallen die Haare nicht nur an einer bestimmten Stelle des Kopfes aus, sondern über den ganzen Kopf verteilt. Von Krankheiten über falsche Ernährung bis hin zu Stress - diese spezielle Form des Haarverlustes kann viele Ursachen haben.

Was kann ich tun, wenn die Haare ausfallen?

Die schlechte Neuigkeit vorweg: Anlagebedingten und kreisrunden Haarausfall kann man leider nicht verhindern und sich auch nicht davor schützen. Die gute Neuigkeit: Auch wenn der anlagebedingte Haarausfall nicht heilbar ist, kann man ihn durch bestimmte Behandlungen aufhalten.

Verhindern lässt sich der diffuse Haarausfall, der oft durch Mangelerscheinungen ausgelöst wird. Wichtig also, um sich vor diffusem Haarausfall zu schützen, ist eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf Extrem-Diäten.

Salbe mit Minoxidil

In vielen Fällen von erblich bedingtem Haarausfall hat sich der Wirkstoff Minoxidil als effiziente Lösung erwiesen. Er kann zwar die Ursache nicht behandeln, Minoxidil hilft jedoch dabei die Symptome zu bekämpfen und so das Fortschreiten des Haarverlustes zu stoppen. Wichtig: Die ersten Erfolge sind erst nach drei Monaten zu erkennen und empfindliche Kopfhaut kann auf den Wirkstoff mit Hautirritationen und Allergien reagieren.

Ernährung

Auch einseitige Ernährung, zum Beispiel bei einem Verzicht auf Fleisch, Fisch und Eier oder Extrem-Diäten, kann Haarausfall verursachen. Besonders Eisenmangel führt dazu, dass unsere Haare vermehrt ausfallen. Welche Lebensmittel besonders viel Eisen enthalten, findet ihr hier: Spinat & Co.: eisenhaltige Lebensmittel auf einem Blick.

Da auch ein Eiweißmangel im Rahmen einer veganen Ernährung zu Haarausfall führen kann, solltet ihr den Mangel durch Eier, Hülsenfrüchte & Co. ausgleichen: Eiweißreiche Lebensmittel auf einen Blick.

Die pflanzliche Lösung gegen Haarausfall

Viele Betroffene greifen zu pflanzlichen Mitteln oder Haushaltsmitteln, um Haarausfall zu verhindern und den Haarwuchs zu unterstützen. Hersteller von homöopathischen Mitteln versprichen, dass pflanzliche Wirkstoffe das Haar nicht nur stärken, sondern auch die notwendigen Voraussetzungen schaffen für das Wachstum neuer Haare. Auch Koffein soll helfen, den Haarwachstum anzuregen.

Die richtige Pflege

Alle Mittel helfen nicht, wenn man nicht ein paar Grundregeln für gesundes und kraftvolles Haar beachtet. Vor allem ist ganz wichtig: Die Haare nicht zu häufig waschen. Zwei bis drei Mal in der Woche reichen aus. Verzichtet auf aggressive Shampoos und benutzt lieber schonende Produkte. Auch zu heißes Föhnen, Dauerwelle und Färben können die Haare auf Dauer schädigen und zu vermehrtem Haarausfall führen.

Hormonbehandlung

Mit steigendem Alter nimmt bei Frauen die Zahl und Größe der Haarwurzeln ab, was unter anderem mit dem Sinken des Östrogenspiegels in Zusammenhang steht. Die Folge: Die Haare werden dünner und lichter. Gerade in den Wechseljahren können entsprechende Hormontherapien dabei helfen den Haarausfall zu stoppen. Ob im Einzelfall eine Hormontherapie sinnvoll und hilfreich ist, solltet ihr aber mit eurem Frauenarzt klären.

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