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7 Tipps gegen Spliss: Das hilft WIRKLICH gegen lästige Haarspalterei

Ga-Young Park
von Ga-Young Park Veröffentlicht am 6. August 2015
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Ende gut, alles gut - das gilt vor allem für unser Haar! Damit auch eure gesund und gepflegt aussehen, haben wir 7 Tipps gegen Spliss.

Viele Frauen mit langem Haar plagen sich mit Spliss herum - und das oft jahrelang. Denn, einmal da, ist der fiese Haarspalter äußerst hartnäckig. Nur wer weiß, wie man ihn richtig bekämpft, kann den Traum von gesundem, langem Haar wahr werden lassen. Wir haben mit Experten gesprochen und die ultimativen Tipps gegen Spliss für euch in Erfahrung gebracht:

Wie ensteht Spliss?

Unser Haar ist aufgebaut wie ein Baumstamm. Das Mark ganz im Inneren wird ummantelt vom Cortex. Er ähnelt winzig kleinen Kabelsträngen, die von einer Kittsubstanz zusammengehalten werden. Eine Schuppenschicht ummantelt den Cortex und schützt ihn. Äußere Einflüsse wie Hitze, Chemikalien beim Haarefärben oder mechanische Beanspruchung greifen die Schuppenschicht an.

Am Haarende - dem ältesten Teil des Haares - kann das dazu führen, dass der Cortex bloßliegt. Schutzlos der Beanspruchung von außen ausgeliefert, spaltet sich das Haar an diesem Punkt einmal oder sogar mehrfach bis ins Mark - der Spliss ist da. Die schlechte Nachricht: Kein Klebstoff der Welt kann gespaltenes Haar wieder zusammenfügen. Die gute: Es gibt wirkungsvolle Methoden, Spliss zu vermeiden oder, wenn er einmal da ist, sein Fortschreiten zu stoppen und loszuwerden.

Tipps gegen Spliss Nr. 1: Auf Seidenkissen schlafen

Alles, was die Schuppenschicht um den Cortex herum aufraut, fördert die Entstehung von Spliss. Sogar während wir schlafen, können sich unsere Haare spalten. Während wir träumen, bewegen wir nämlich unzählige Male unseren Kopf hin und her. Auch wenn euch das Kopfkissen einladend weich vorkommt, sein Bezug ist rau für das Haar und 'ribbelt' es Nacht für Nacht auf. Das klingt vielleicht etwas dramatisch, aber die Häufigkeit macht's.

Unser Tipp: Gönnt euren Spitzen ein wenig Luxus und legt euch ein Kopfkissen mit einem Seidenbezug zu. Die weiche Oberflächenstruktur schont das Haar und entzieht ihm außerdem keine Feuchtigkeit. Vor allem wenn ihr am Morgen häufig mit verstrubbelten Haaren und kleinen 'Nestern' aufwacht, werdet ihr den Unterschied bemerken. Und das jeden Tag!

Tipp Nr. 2: Schnipp, schnapp, Haare ab!

Es klingt paradox, doch wer sein Haar wachsen lassen möchte, muss es regelmäßig schneiden lassen. Unser Tipp: Jedes Haar sollte regelmäßig mindestens alle drei Monate geschnitten werden. Das ist der sicherste Weg, Spliss zu vermeiden. Das Haar wächst im Monat durchschnittlich 1 bis 1,5 Zentimeter. Ein Spitzenschnitt von einem Zentimeter alle drei Monate macht also in der Wunschlänge keinen dramatischen Unterschied.

Einfach wachsen lassen führt dagegen nicht zum Erfolg. Haare, die für einen längeren Zeitraum ohne Schnitt wachsen, werden mit zunehmender Länge schwächer – und damit anfälliger für gespaltene Spitzen. Hinzu kommt: Der Spliss wächst mit - wer sich drei kaputte Zentimeter erkämpft hat, muss sich dann häufig von vier Zentimetern trennen, damit die Spitzen wieder ganz gesund sind.

Extra-Tipp: Wenn ihr nicht so viel Länge verlieren möchtet, könntet ihr es mit Hair-Dusting versuchen. Hier gibt's alle Infos zum Haarschneide-Trend!

Tipp Nr. 3: Nur gesunde Haare bleiben splissfrei

Es ist fast selbsterklärend, aber: Unser Haar ist umso besser vor Spliss geschützt, je intakter seine Schuppenschicht ist. Leider sind kleine Schädigungen nicht zu vermeiden. Schließlich ist schon das Kämmen eine Beanspruchung für unser Haar. Damit die Schuppenschicht auch in den Längen ihre Widerstandskraft behält, ist ein reichhaltiges Pflegeprogramm Pflicht!

Daher unser Tipp: Verwendet ein Shampoo speziell für strapaziertes oder langes Haar. Seine milden Tenside laugen das Haar weniger aus. Eine Spülung in den Längen glättet nach jedem Waschgang die Haaroberfläche und reduziert damit die mechanische Beanspruchung beim Kämmen und Stylen.

Zusätzlich solltet ihr eure Haare nach vier bis fünf Haarwäschen mit einer Kur verwöhnen. Ihr wollte eure Haarkur selbermachen? Keine Problem! Hier das Rezept für eine Haarkur zum Selbermachen gegen Spliss:

Zutaten für eine Honig-Ei-Haarkur

Zubereitung

Honig in eine kleine Schüssel geben und im Wasserbad erhitzen. Wichtig: Den Honig nicht in der Mikrowelle warm machen! Sobald er flüssig ist, die Schüssel aus dem Wasser nehmen und das Olivenöl beimischen - dabei kräftig rühren. Ist das Honigöl lauwarm und dickflüssig, könnt ihr nun das Ei dazugeben und unterrühren. Et voilà: Die natürliche Haarkur ist fertig.

Anwendung

Nun könnt ihr die natürliche Kur in die gesamte Haarlänge geben und einmassieren. Duschhaube aufsetzen und für 30 Minuten entspannen. Anschließend mit lauwarmem Wasser sorgfältig ausspülen.

Tipps gegen Spliss Nr. 4: Auf die Schere kommt es an

Ok, dass ein regelmäßiger Haarschnitt Spliss vorbeugt, wissen wir nun. Aber wusstet ihr auch, dass es auf die Art des Schneidens ankommt? André Nolden, Friseur aus Düsseldorf, warnt vor Schnitten mit dem Frisiermesser: "Diese Schneidetechnik begünstigt die Bildung von Spliss. Das liegt unter anderem daran, dass dabei häufig Klingen zum Einsatz kommen, die nicht mehr ganz scharf sind. Ist die Klinge stumpf, reißt man das Haar eher ab, als es sauber zu kappen."

Eine spezielle Schneidetechnik gegen Spliss ist dagegen die 'heiße Schere', die auch Langhaar-Experte André Nolden einsetzt. Dabei kommt eine Schere zum Einsatz, deren Klingen sich auf 200 Grad erhitzen lassen. "Das Haar wird abgeteilt in 1 bis 2 Zentimeter dicke Passés. Die Strähnen werden in sich gedreht, sodass die gesplissten Haare abstehen und mit der Schere gezielt abgeschnitten werden können", erklärt André Nolden. Die Schere wird dabei schräg gehalten. Durch den besonderen Anschnitt und die Hitze werden die Haarspitzen versiegelt.​

Übrigens: Finger weg von Haushaltsscheren! Die sind für Spliss-Cuts zuhause völlig ungeeignet. Sie knicken das Haar beim Schneiden ab und zerstören die Spitzen damit regelrecht - Spliss ist also vorprogrammiert!

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Tipp Nr. 5: Die richtigen Produkte für unsere Haare

Pflege für die Längen ist auch Pflege für die Spitzen. Spezielle Kuren und Seren für strapazierte Enden versprechen allerdings, mit gezielter Extra-Pflege Spliss besonders gut vorzubeugen. Darüber hinaus sollen die Produkte verhindern, dass sich das Haar wie ein Kräuselband immer weiter spaltet. Das gelingt zum einen durch spezielle Silikone, die das Haar an der geborstenen Stelle zwar nicht reparieren, aber immerhin versiegeln. Keine Sorge: Werden wasserlösliche Silikone eingesetzt, lagert sich das Produkt auch nicht am Haar an.

Neu sind Produkte, die versprechen, sogar den Haarkern zu stärken. Z.B. durch Fruchtsäuren, deren Moleküle so winzig sind, dass sie bis ins Haarinnere vordringen. Die Spitzenkandidaten unter den Pflegeprodukten können bei regelmäßiger Anwendung durchaus einen positiven Effekt auf die Struktur und das Aussehen des Haares haben. Dennoch raten wir euch, die Erwartungen realistisch zu halten: Jedes Haar ist anders und einige Frauen haben von Natur aus robusteres Haar oder solches, das einfach immer gesund und gepflegt aussieht.

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Tipp Nr. 6: Kämmstress und Hitze vermeiden

Glätteisen, Lockenstab, Föhn - ohne diese Stylinghelfer müssten wir auf viele tolle Frisuren verzichten. Doch für unser Haar ist jedes Hitzestyling Stress pur. Wer splissanfälliges Haar hat, sollte darauf so oft wie möglich verzichten. Wer beim Styling ohne Föhn und Co. nicht auskommt, sollte das Haar erst an der Luft vortrocknen, damit der Hitzestress sich in Grenzen hält. Alternativ könnt ihr euren Föhn auf Kaltluft stellen und so eure Haare trocknen. Es dauert zwar etwas länger, aber so könnt ihr Spliss vermeiden. Zusätzlich solltet ihr immer mit der Luftrichtung vom Ansatz zu den Spitzen die Haare trocknen - so wird das Haar nicht zusätzlich aufgeraut.

Neben Hitze bietet auch der falsche Umgang mit Kämmen und Bürsten Spliss optimale Bedingungen. Viele Frauen zum Beispiel bürsten ihr nasses Haar. Weil nasses Haar aber viel dehnbarer ist als trockenes und die Bürste dann viel Haar aufnimmt, merkt man gar nicht, dass man das Haar beim Bürsten reißt. Unser Tipp: Lieber nach dem Waschen die Haare mit einem Kamm kämmen. Dabei das Haar ganz locker halten. Ziel ist es, die Knoten herauszukämmen, ohne dass Haare reißen.

Tipp Nr. 7: Prävention kommt auch von innen

Regelmäßige Pflege, schonender Umgang und regelmäßiger Spitzenschnitt dämmen Spliss von außen ein. Ebenso wirkungsvoll sind jedoch Maßnahmen, die von innen wirken. Spliss entsteht indirekt auch durch körperliche Faktoren, die sich negativ auf die Haarstruktur auswirken. Faktoren, die auf unsere Haare Auswirkungen haben können, sind folgende:

  • hormonelle Veränderungen, z.B. während der Schwangerschaft
  • Perioden von großem Stress
  • ungesunde und einseitige Ernährung

Wer sich gesund ernährt und Stress über lange Phasen vermeidet, tut damit auch etwas für gesunde Spitzen. Ein hormonelles Ungleichgewicht (unabhängig von Schwangerschaft oder Pillenwechsel) kann ein Arzt abklären. Stress vermeiden bedeutet aber auch: Lasst euch nicht von strapazierten Längen aus der Ruhe bringen. Denn nun kennt ihr die besten Strategien und Tipps gegen Spliss.

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