Home / Liebe & Psychologie / Lust & Leidenschaft / Bester Schutz für optimalen Spaß: Alle Verhütungsmittel im Überblick

© iStock
Liebe & Psychologie

Bester Schutz für optimalen Spaß: Alle Verhütungsmittel im Überblick

Fiona Rohde
von Fiona Rohde Veröffentlicht am 9. Juli 2016

​Alle Verhütungsmittel auf einen Blick.

Der sicherste Weg, um nicht schwanger zu werden, ist erst gar keinen Sex zu haben. Aber mal ehrlich: Der sicherste Weg ist in diesem Fall nicht unbedingt der beste! Ein gutes Verhütungsmittel sorgt dafür, dass wir Sex haben können, ohne uns wegen einer ungewollten Schwangerschaft sorgen zu müssen.

Doch welche Verhütungsmittel gibt es überhaupt und wie sicher sind sie? Kennst du beispielsweise die Knaus-Ogino-Methode? Falls nicht, auch nicht schlimm, denn diese Verhütungsmethode ist eher nicht empfehlenswert, wie du weiter unten nachlesen kannst.

Besser sind Kondom oder Pille, wobei das Kondom den überzeugenden Vorteil hat, dass es ein Verhütungsmittel mit doppeltem Schutz ist. Richtig angewendet, verhindert es eine Schwangerschaft und gleichzeitig die Übertragung von Geschlechtskrankheiten.

Das bei Frauen beliebteste Verhütungsmittel ist die Pille, denn sie bietet verlässlichen Schutz und ist leicht in der Anwendung. In den letzten Jahren sind einige weitere hormonbasierte Verhütungsmittel wie das Stäbchen oder das Pflaster auf den Markt gekommen, die ebenfalls sehr sicher sind.

Wie sicher ein Verhütungsmittel ist, verrät der sogenannte Pearl-Index. Je niedriger er ist, desto sicherer ist das Verhütungsmittel. Immer vorausgesetzt, es wird korrekt angewendet!

Hier findet ihr alle Verhütungsmittel im Überblick:

Kondom

Das Kondom: Wie sicher es ist, hängt stark von der richtigen Anwendung ab! Schützt neben einer ungewollten Schwangerschaft auch vor Geschlechtskrankheiten. Übrigens: Es gibt Kondome auch in unterschiedlichen Größen.

Fazit: sicher bei korrekter Anwendung (Pearl-Index: 2 - 12)

Antibabypille

Regelmäßig eingenommen ist die Antibabypille sehr sicher. Sie unterdrückt den Eisprung mithilfe von Hormonen.

Fazit: sehr sicher (Pearl-Index: 0,1 - 0,9)

Minipille

Die Minipille: Niedrig dosiertes Gestagen beeinflusst den Schleim im Gebärmutterhals, sodass keine Spermien in die Gebärmutter gelangen.

Fazit: sicher (Pearl-Index: 0,5 - 3)

Depotspritze

Für Frauen, die die Pille öfter vergessen, kann die alle drei Monate injizierte Depotspritze (Dreimonatsspritze) eine Alternative sein.

Fazit: sehr sicher (Pearl-Index: 0,3 - 0,88)

Verhütungsring

Verhütungsring: Der flexible Vaginalring gibt Hormone ab und kann einmal im Monat selbst gewechselt werden.

Fazit: sehr sicher (Pearl-Index: 0,4 bis 0,65)

Hormonimplantat

Wer ein Hormonimplantat im Oberarm trägt, muss sich für die nächsten drei Jahre keine Gedanken um eine Schwangerschaft machen.

Fazit: sehr sicher (Pearl-Index: 0 - 0,08)

Verhütungspflaster

Das hormonhaltige Verhütungspflaster wirkt eine Woche, danach wird es gewechselt. Da es sehr dünn ist, lässt es sich auch unter enger Kleidung tragen.

Fazit: sehr sicher (Pearl-Index: 0,72 - 0,9).

Kupferspirale

Die Spirale besteht meist aus einem kleinen, teils mit Kupfer umwickelten T-förmigem Plastikkörper und bleibt 3 bis 5 Jahre in der Gebärmutter.

Fazit: sicher (Pearl-Index: 0,3 - 0,8, abhängig von Kupfergehalt und richtiger Größe)

Hormonspirale

Die Wirkung der Hormonspirale beruht auf Hormonen, genauer gesagt dem Gestagen Levonogestrel.

Der Pearl-Index hängt vom Hormongehalt der verwendeten Spirale ab. Es gibt eine kleinere Hormonspirale, die für 3 Jahre eingesetzt wird, mit dem Pearl-Index 0,33. Und es gibt eine etwas größere Hormonspirale, die für bis zu fünf Jahren eingesetzt wird, die mehr Levonorgestrel abgibt und deshalb einen Pearl-Index von 0,16 besitzt.

Fazit: sehr sicher (Pearl-Index: 0,16 - 0,33, abhängig vom Hormongehalt)

Temperaturmethode

Temperaturmethode: Durch Messung der zyklischen Schwankungen der Basaltemperatur wird der Zeitpunkt des Eisprungs ermittelt. Gute Ergänzung zur Knaus-Ogino- oder der Billings-Methode, erfordert aber Genauigkeit und Disziplin.

Fazit: nur in Kombination zu empfehlen (Pearl-Index: 0,8 - 3)

Billings-Methode

Bei der Billings-Methode untersucht die Frau täglich den Zervixschleim, um den Eisprung zu ermitteln. Geeignet, um andere Methoden der natürlichen Empfängnisverhütung zu ergänzen (z.B. Temperaturmethode).

Fazit: nur in Kombination zu empfehlen (Pearl-Index: 5)

Verhütungscomputer

Verhütungscomputer sind keine Verhütungsmethode, sondern können die fruchtbaren Tage bestimmen, z.B. durch Temperaturmessung oder Hormonbestimmung im Urin.

Fazit: Sicherheit abhängig von den Methoden, die der Computer unterstützt (Pearl-Index: 2 - 5)

Frauenkondome

Frauenkondome bieten Schutz vor Schwangerschaft und Geschlechtskrankheiten. Sie sind jedoch sehr unsicher.

Fazit: sicher bei korrekter Anwendung (Pearl-Index: 5 - 25)

Diaphragma

Diaphragma: Hat der Arzt die passende Größe der Latex- oder Silikon-Membran bestimmt, kann man sie in der Apotheke besorgen.

Fazit: sicher bei korrekter Anwendung (Pearl-Index: 1 - 20), Spermizide erhöhen die Sicherheit!

Knaus-Ogino-Methode

Knaus-Ogino-Methode: Um den Eisprung zu bestimmen, notiert die Frau in einem Menstruationskalender ihre Zyklustage. Mögliche Zyklusschwankungen machen diese Methode sehr unsicher.

Fazit: nicht zu empfehlen (Pearl-Index: 9)

Scheidenspülungen

Vergesst Scheidenspülungen: Fast ein Drittel von 100 Frauen wird mit dieser Methode innerhalb eines Jahres schwanger! Wenn ihr es allerdings darauf anlegt, dann los ...

Fazit: nicht zu empfehlen (Pearl-Index: 31)

Spermizide

Spermizide töten Spermien ab, verhindern ihr Eindringen oder behindern ihre Beweglichkeit. Als alleinige Methode sind sie jedoch sehr unsicher.

Fazit: nur in Kombination zu empfehlen (Pearl-Index: 3 - 21)

Stillzeit

Viele Frauen bekommen während der Stillzeit keinen Eisprung und werden daher nicht schwanger. Wann der erste Eisprung nach der Entbindung stattfindet, ist jedoch schwer zu sagen und diese Methode daher nicht zu empfehlen.

Fazit: nicht zu empfehlen (Pearl-Index: nicht bekannt)

Sterilisation bei der Frau

Frauen mit abgeschlossener Familienplanung können eine Sterilisation in Erwägung ziehen.

Fazit: sehr sicher (Pearl-Index: 0,2 - 0,3)

Sterilisation beim Mann

Auch der Mann kann über eine Sterilisation nachdenken, wenn seine Familienplanung bereits abgeschlossen ist.

Fazit: sehr sicher (Pearl-Index: 0,1 - 0,3)

Pille "danach"

"Pille danach": dient nur im Notfall als Verhütungsmittel - z.B. wenn das Kondom gerissen ist. Das Hormonpräparat ist mittlerweile rezeptfrei in de Apotheke erhältlich. Eine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker ist jedoch sinnvoll.

Fazit: nur für den Notfall (Pearl-Index schwankt je nach Art der Pille)

> mehr zum Thema findet ihr in unserer Rubrik "Verhütung"

Ausführlichere Informationen zu den Verhütungsmittel erhaltet ihr hier:

von Fiona Rohde

Das könnte dir auch gefallen